Sollte Polen die Zahl der aufgenommenen Migranten aus Nicht-EU-Ländern erhöhen, verringern oder unverändert lassen? Diese Frage stellte die aktuelle Umfrage von United Surveys im Auftrag der polnischen Presse. Was kam dabei raus?
Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die Mehrheit der Polen spricht sich für eine Begrenzung des Zuzugs von Migranten aus Nicht-EU-Ländern aus.
Mehrheit der Polen will weniger Migranten
Auf die Frage „Sollte Polen mehr, weniger oder gleich viele Migranten aus Nicht-EU-Ländern aufnehmen?“ gab es folgende Antworten:
- 66,3 % der Befragten wollen eine Verringerung der Zahl an Migranten.
- 44,1 % befürworten eine starke Reduzierung,
- 22,2 % eine eher moderate Verringerung.
- 22 % sprechen sich für die Beibehaltung der aktuellen Regelungen aus.
- 5,5 % unterstützen eine Erhöhung der Migrantenzahlen.
- 6,2 % haben keine Meinung dazu.
Migrationspolitik: Unterschiede zwischen Wählern
Bei den Wählern der Regierungskoalition spricht sich die Mehrheit (52 %) für die Beibehaltung der aktuellen Migrationspolitik aus. 31 % dieser Gruppe möchte die Zuwanderung reduzieren, davon 19 % stark. 5 % unterstützen eine Erhöhung, 12 % haben keine klare Meinung.
Die Wähler der rechten Opposition vertreten deutlich restriktivere Positionen. 92 % wollen die Zuwanderung einschränken, davon 72 % stark. Nur 7 % dieser Gruppe befürworten die Beibehaltung der aktuellen Regelungen.
Unter den unabhängigen Wählern überwiegt ebenfalls der Wunsch nach Begrenzung der Migranten (66 %; 43 % eher, 23 % stark). Gleichzeitig ist hier der Anteil der Befürworter einer Erhöhung am größten: 18 %. 7 % sprechen sich für die Beibehaltung der bisherigen Politik aus.
Methodik der Umfrage
Die Umfrage von United Surveys wurde vom 19. bis 21. Dezember 2025 durchgeführt. Die Datenerhebung erfolgte mittels CATI und CAWI auf einer repräsentativen Stichprobe von 1.000 erwachsenen Polen.
Quelle: BI
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