Am Freitag stimmten die Abgeordneten über das Innovationsgesetz ab. Billigt der Präsident die Veränderungen, so tritt es ab dem 1. Januar 2016 in Kraft. Was verändert das neue Gesetz?
Das Thema „Innovationen” war seit langer Zeit in aller Munde. Über die Wichtigkeit der Innovationen sprachen Politiker, Journalisten und Unternehmer. Es dauerte aber Jahre, bis schließlich etwas in dieser Richtung unternommen wurde. Das neue Gesetz gibt die Möglichkeit, die Wirtschaft aus einer Sackgasse herauszuholen.
Das neue Gesetz soll vor allem die Verhältnisse in dem wichtigsten Dreieck – Hochschulen, Business, Risikokapital – verbessern.
Bis jetzt musste jeder, der ein Patent entwickelt, bereits am Anfang Steuer dafür zahlen. Dies soll das neue Gesetz abschaffen. Genauso wird auf die doppelte Besteuerung des Risikokapitals verzichtet.
Die Mehrheit des heutigen venture capitals, welche die neuen Technologien und innovativen Ideen finanzieren, kommt aus dem Staatshaushalt. Dies kann aber nicht ewig andauern und muss schnellstens verändert werden. Das neue Gesetz schafft die doppelte Besteuerung ab und soll somit die Unternehmer ermutigen, Innovationen eine Chance zu geben. Früher bevorzugten die Geschäftsmänner in Immobilien oder Aktien zu investieren und nicht in die Risikokapitale, die doppelt besteuert waren.
Das Gesetz ist ein Schritt voran, aber es gibt noch einiges zu verbessern. So sollten die kleinen Unternehmen mehr öffentliche Ausschreibungen bekommen, u.a. vom Militär. Hier liegt ein großes Potenzial in den Innovationen, dies zeigen Beispiele anderer Länder. In Israel wurde die Technologieindustrie auf der Basis der Patente aufgebaut, die im Auftrag der Armee entstanden sind. Und die Silicon Valley? Hewlett Packard bekam von der amerikanischen Armee einen Auftrag an Funkgerätkonstruktionen zu arbeiten und so entstand das Zentrum der Weltinnovationen.
Quelle: innpoland.pl