In Polen nimmt die Gefahr durch Eis auf den Flüssen zu. Am Montag gilt deshalb in einer nördlichen Woiwodschaft eine gelbe Warnung. Polnische Eisbrecher erhalten dabei Unterstützung aus Deutschland. Die internationale Zusammenarbeit loben die staatlichen Wasserbehörden auf ihrem Social-Media-Kanal.
Die strengen Frosttemperaturen, die in den letzten Tagen Polen erfasst haben, wirken sich auch auf Flüsse und Seen aus. Viele Gewässer sind zugefroren. Eisbrecher arbeiten intensiv daran, den Wasserfluss aufrechtzuerhalten. Dabei erhalten polnische Mannschaften Unterstützung von deutschen Einheiten.
Gemeinsamer Einsatz auf Weichsel und Oder
„Deutsche Eisbrecher arbeiten gemeinsam mit uns“, berichteten die Polnischen Wasserbehörden am Freitag auf Facebook. Am Samstag reinigten die Eisbrecher Tygrys, Narwal, Nerpa, Manat und Puma ab 7:00 Uhr die Mündung der Weichsel. Die Arbeiten in dieser Region dauerten praktisch das gesamte Wochenende. Am Sonntagabend meldete die regionale Wasserbehörde in Gdańsk / Danzig, dass der Abschnitt der Weichsel bis Kiezmark freigegeben werden konnte.
Eine gefährliche Situation besteht am Montag am Fluss Leck in Prostki / Prostken. Hydrologen erwarten dort einen weiteren Anstieg des Wasserpegels aufgrund von sich entwickelndem Eis. In den Regionen Oberer Leck und Obere Lega in der Woiwodschaft Ermland-Masuren gilt eine hydrologische Warnung der Stufe eins, herausgegeben vom Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft.
Am Sonntag beobachteten Experten Eis und Treibeis an mehreren Orten, unter anderem auf der Weichsel, Przemsa, Sola, Raba, Dunajetz, Biała Tarnowska, Wisłoka, San, Wisłok, Pilitza, Bober, Orschütz, Bug, Krzna und Drewenz.
Lokale Eisbildung auf mehreren Flüssen
Eisdecken wurden lokal auf Weichsel, Wisłoka, Nare, Omulef, Bug und Wkra festgestellt. Auf der San bildete sich ein Eisstau. Polnische Teams erhalten dabei Unterstützung durch deutsche Nachbarn. „Im Raum Szczecin / Stettin arbeiten deutsche Eisbrecher gemeinsam mit uns“, meldeten die Polnischen Wasserbehörden am Samstag.
„Das ist ein Beispiel für hervorragende, langjährige Zusammenarbeit. Sie ermöglicht einen sicheren Eisfluss und schützt vor Überschwemmungen“, betonten Vertreter der Wasserbehörden. Die intensiven Arbeiten auf polnischen Flussabschnitten dauern seit Anfang letzter Woche an, seit das kalte Luftfeld aus Osten langsam wieder nach Polen strömt.
Entscheidung über Einsätze erfolgt laufend
Die Eisbrecheraktion auf der Unteren Weichsel, Unteren Oder und am Dammscher See begann am letzten Dienstag. Am ersten Einsatztag waren neun Eisbrecher im Einsatz. Die Situation auf den Flüssen war stabil, teilten die Polnischen Wasserbehörden damals mit.
In der Region der Weichselmündung arbeiteten vier Eisbrecher: Nerpa, Narwal, Manat und Tygrys.
Auf der Unteren Oder beteiligten sich insgesamt 13 Eisbrecher an der Aktion: sieben polnische und sechs deutsche Einheiten, die gemeinsam im Einsatz waren. Entscheidungen über den Einsatz von Eisbrechern auf der Oder werden „laufend in Zusammenarbeit mit der deutschen Seite“ getroffen, teilte die polnische Behörde mit.
Auf der Weichsel sind weitere Einsätze nach einer erwarteten Wetteraufheiterung nach dem 2. Februar geplant.
Quelle: interia
Foto: facebook / Wody Polskie