Die Beziehungen mit Russland sind schon schlecht

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Autor: Michał Józefaciuk (Senat Rzeczypospolitej Polskiej) [CC BY-SA 3.0 pl (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/pl/deed.en)], Wikimedia Commons

 

Der Vorsitzende des Senats Bogdan Borusewicz ist der Meinung, das Einfahrtsverbot nach Russland zur Beerdigung von Borys Niemcow wird die diplomatischen Beziehungen zwischen Polen und Russland nicht beeinflussen. Die Beziehungen seien schon schlecht genug. 

Am Montagnachmittag teilte Bogdan Borusewicz mit, die russischen Behörden erteilten ihm keine Einfahrtsgenehmigung nach Russland und verhinderten somit seine Teilnahme an der Beerdigung Niemcows. Waleria Perżinskaja, die Beauftragte der russischen Botschaft in Polen, sagte, Borusewicz sei auf eine Liste von Personen eingetragen worden, deren die Einfahrt nach Russland verboten wurde aufgrund einer Antwort auf die Sanktionen die gegenüber Russland eingeführt wurden. Dies habe mit der Beerdigung Niemcows nichts zu tun.

Borusewicz glaubt nicht, dass solche Liste überhaupt existiert. „Es muss sich um eine mythische Liste handeln, vielleicht existiert sie, vielleicht auch nicht. Ich bin mir sicher, es ist eine Theorie, die von den russischen Behörden erdacht wurde. Es gibt keine Liste, es gab keine Informationen über solche Liste und über die Personen, die schon auf sie eingetragen wurden. Auf solche Liste, die es nicht gibt, ist es einfach jemanden einzutragen oder auszustreichen“ – sagte der Vorsitzende des Senats im Radio TOK FM.

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„Der Tod und eine Beerdigung in der europäischen Kultur sind dermaßen wichtig, dass sie keine Listen benötigen. Die europäische Kultur sorgt für die Erinnerung an die Verstorbenen, für die Möglichkeit einer Beerdigung. Hier werden aber solche Regeln nicht beachtet. Ich bin überrascht und empört“ – sagte Borusewicz. „Die Entscheidung Russlands wird aber die diplomatischen Beziehungen mit Polen nicht beeinflussen, denn sie sind schon schlecht genug. Wichtig ist nicht die Tatsache, dass ich an der Teilnahme an der Beerdigung gehindert wurde. Wichtig ist, dass Niemcow ermordet wurde. Wichtig ist die schon ein Jahr dauernde militärische Intervention in der Ukraine, Einverleibung der Krim oder die Grenzenveränderung in Europa, der Revisionismus der Grenzen und Ideologien. Das alles bedeutet eine Untergrabung des Friedens in Europa. Das ist das Wichtigste” – erklärte Borusewicz.  

 „Wir wissen nicht, wer Niemcow ermordet hat, aber ich weiß es auf der Basis meiner eigenen Erfahrungen, wie auch auf der Basis dessen, was ich gesehen und gehört habe, dass Niemcow von den Behörden verfolgt wurde. Ein Tag vor der Demonstration wurde er bestimmt beobachtet. Wie konnte dann keiner eine zweite Gruppe sehen, die den Mord geplant hatte? Die Ermordung Niemcows wurde durchgeführt von einer Gruppe und nicht von nur einer Person (…). Der Mord wurde geplant, vorbereitet und professionell ausgeführt“ – sagte Borusewicz.

Quelle: 4.rp.pl

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