Am achten Oktober wurde der Internationale Tag der Piroggen begangen. Welche die besten in Polen sind, hat das beliebte Portal TasteAtlas in einem speziellen Ranking veröffentlicht. Auf Platz eins landet ein Gericht, das fast jeder Pole kennt. Doch die Liste hält auch Überraschungen bereit. Neben den bekannten Klassikern findet man auch regionale Spezialitäten mit ungewöhnlichen Namen und überraschenden Füllungen. Einige sind so besonders, dass sogar die Piroggen-Fans sie nicht kennen.
Piroggen gehören zu den bekanntesten Klassikern der polnischen Küche. Dabei ist die Auswahl viel größer, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. Je nach Region unterscheiden sich die Spezialitäten nicht nur durch die Füllung, sondern auch durch die Zubereitung und die Art, wie sie serviert werden.
Genau diese Vielfalt wollten die Macher des internationalen Food-Portals “TasteAtlas” zeigen. In ihrem Ranking findet man ganze 18 polnische Spezialitäten. Von traditionellen Piroggen bis zu verschiedenen Klößen und anderen Teiggerichten.
Die besten polnischen Piroggen? TasteAtlas präsentiert den Sieger
Auf Platz eins landen, wenig überraschend, die sog. russischen Piroggen (poln. pierogi ruskie). Die gefüllten Teigtaschen wurden von den Nutzern mit 4,4 von 5 möglichen Punkten bewertet. Sie gehören seit Generationen zur polnischen Küche. Ihr Name sorgt bis heute jedoch für Verwirrung. Auch wenn der Name es vermuten lässt, kommen sie nicht aus Russland. Die Bezeichnung bezieht sich mehr auf die historische Rus, weil das Gericht eng mit den kulinarischen Traditionen der ehemaligen polnischen Ostgebiete verbunden ist.
Auf Platz zwei landen Piroggen als allgemeine Kategorie, ebenfalls mit ganzen 4,4 Punkten. Den dritten Platz belegen die litauische Koldunai mit 4,3 Punkten. Die kleinen Teigtaschen werden traditionell mit gehacktem rohem Fleisch gefüllt und sind besonders in der litauischen und der ostpolnischen Küche bekannt. In Polen sind sie vor allem in Podlachien beliebt und werden häufig in einer kräftigen Brühe serviert.
Diese Piroggen überraschen mit einer ganz besonderen Füllung!
Die sog. Nowodworskie-Piroggen gehören zu den ungewöhnlichsten Spezialitäten im Ranking. Die Teigtaschen aus der Region Lublin schaffen es auf Platz acht. Ihre Füllung hat es definitiv in sich! Neben Quark und Buchweizengrütze kommen Rosinen, frische Minze sowie Zimt und Ingwer hinein. Eine Geschmackskombination, die man bei Piroggen kaum erwarten würde.
Im Ranking befinden sich auch Piroggen wigierskie, niemojskie und die sog. Piroggen aus Głowno. Drei Spezialitäten, die zeigen, wie vielfältig die polnische Küche ist. Die Wigierskie-Piroggen kommen aus der Region Suwałki / Suwalken. Sie sind sehr groß, haben einen knusprigen Teig und werden meist mit Heidelbeeren gefüllt. Statt sie zu kochen, frittiert man sie in heißem Fett, bis sie goldbraun werden.
Bei den Niemojskie-Piroggen aus Podlachien steckt das Ungewöhnliche schon im Teig. Gehackte Brennnesseln, Gänsefuß oder Spinat, der eine typische grüne Farbe gibt. Die Füllung besteht aus grünen Linsen mit Kartoffeln.
Die Piroggen aus Głowno gibt es dagegen mit fruchtiger oder Quarkfüllung. Das Spannende an der Würzung des Quarks ist, dass man ihn mit Honig und Rosinen vermischt, um eine süße Variante zu haben. Die herzhafte Version wird wiederum mit Zwiebeln und Pfeffer gewürzt.
Neben den regionalen Spezialitäten findet man im “TasteAtlas-Ranking” auch bekannte Klassiker wie Piroggen mit Sauerkraut und Pilzen, süßer Quarkfüllung oder Früchten. Doch welche Sorten sind die besten? Hier kommt die Rangliste der beliebtesten polnischen Piroggen laut „TasteAtlas“.
- Russische Piroggen
- Piroggen (allgemeine Kategorie)
- Litauische Koldunai
- Leniwe Piroggen
- Kartacze
- Kartoffelklöße
- Uszka
- Nowodworskie-Piroggen
- Piroggen mit Sauerkraut und Waldpilzen
- Piroggen mit Sauerkraut und Kartoffeln
- Piroggen aus Głowno
- Niemojskie-Piroggen
- Wigierskie-Piroggen
- Lubelskie-Piroggen
- Piroggen mit süßem Quark
- Piroggen mit Früchten
- Piroggen mit Sauerkraut und Pilzen
- Gedämpfte Hefeklöße
Es wird deutlich erklärt, dass man das Ranking mit etwas Abstand betrachten sollte. “TasteAtlas” betont selbst, dass die Liste nicht endgültig darüber entscheidet, welche Gerichte die besten oder schlechtesten sind.
Vielmehr geht es darum, regionale Spezialitäten bekannter zu machen, kulinarische Traditionen zu zeigen und dazu einzuladen, neue Geschmacksrichtungen zu entdecken. Wie zum Beispiel die Wigierskie-Piroggen.
Quelle: fakt
