Ein Video aus einer deutschen Filiale von Lidl sorgt in Polen für Diskussionen. Ein Pole veröffentlichte auf Facebook eine Aufnahme aus der Backwarenabteilung und kommentierte: „Im Westen haben sie das gelöst.“ In Deutschland ist das gezeigte System seit Jahren bekannt. In Polen hingegen löste es eine Welle von hitzigen Reaktionen aus.
Kein direkter Handkontakt mit Backwaren
Während eines Aufenthalts in Deutschland besuchte der Pole Michał eine Lidl-Filiale. In der Backwarenabteilung filmte er das dort übliche System. Kundinnen und Kunden entnehmen Brötchen nicht mit der Hand. Stattdessen nutzen sie eine bereitliegende Schaufel.
Mit dieser schieben sie das gewünschte Produkt in eine Ablage oder Rinne. Erst von dort legen sie es in die eigene Tüte. Das System verhindert direkten Handkontakt mit den übrigen Backwaren. Ein Zurücklegen in die Auslage ist nicht vorgesehen.
Der Pole erklärt im Video, man könne ein Brötchen nicht einfach anfassen, prüfen und wieder zurücklegen. Sobald es mit der Schaufel in die Ablage geschoben wurde, gilt die Auswahl als getroffen.
Kritik und Spott in sozialen Netzwerken
Unter dem Video sammelten sich zahlreiche Kommentare. Viele Nutzer äußerten Zweifel, ob ein solches System in Polen akzeptiert werden würde.
Einige schrieben, sie wollten Backwaren vor dem Kauf anfassen, um die Frische zu prüfen. Andere kommentierten ironisch, sie sähen bereits eine Rinne voller aussortierter Brötchen. Wieder andere meinten, die Auswahl würde zu lange dauern oder sei unpraktisch.
Unterschiedliche Einkaufsgewohnheiten
Die Debatte zeigt Unterschiede im Umgang mit unverpackten Backwaren. In Deutschland gehört das kontaktarme Entnehmen von Brötchen in vielen Supermärkten zum Alltag. In Polen hingegen ist das direkte Prüfen der Ware verbreiteter.
Das Video aus Deutschland entwickelte sich zu einem Auslöser für eine breitere Diskussion über Hygiene, Konsumverhalten und mögliche Veränderungen im Einzelhandel in Polen.
Quelle: onet
Foto: facebook / @Michał Czerniak