Polen ist seit 2020 der größte Kürbisproduzent der Europäischen Union. 2025 entfielen 35 Prozent der gesamten EU-Ernte auf das Land. Gleichzeitig blieb der Export polnischer Kürbisse vergleichsweise niedrig: Nur 4.800 Tonnen gingen ins Ausland. Die wichtigsten Abnehmer waren Italien und Deutschland.
Polen führt die EU-Kürbisproduktion an
Im Herbst prägt der Kürbis das Bild auf polnischen Feldern, Märkten und Esstischen. Seit 2020 steht Polen bei der Kürbisproduktion in der Europäischen Union an erster Stelle. Nach Angaben des polnischen Nationalen Zentrums für Unterstützung der Landwirtschaft (Krajowy Ośrodek Wsparcia Rolnictwa, KOWR) erreichte der polnische Anteil an der gesamten Kürbisernte der EU im Jahr 2025 rund 35 Prozent. Das entsprach 436.000 Tonnen.
Auf den weiteren Plätzen folgten Frankreich mit 250.000 Tonnen und einem Anteil von 20 Prozent, Spanien mit 171.000 Tonnen und 14 Prozent sowie Deutschland mit 122.000 Tonnen und 10 Prozent. Portugal kam auf 85.000 Tonnen mit 7 Prozent. Damit entfielen 86 Prozent der gesamten EU-Kürbisproduktion auf die fünf größten Erzeugerländer.
KOWR sieht weiteres Wachstumspotenzial. „Die Entwicklung des Kürbisanbaus in Polen bestätigt die wachsende Bedeutung dieses Gemüses sowohl für die heimische Landwirtschaft als auch für die Ernährung der Verbraucher. Die anhaltende Zunahme der Anbauflächen und Ernten zeigt, dass Polen seine führende Position bei der Kürbisproduktion in der Europäischen Union auch in den kommenden Jahren weiter stärken kann“, erklärte die Behörde.
Auch die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten unterstützen die Entwicklung des Marktes. Kürbisse kommen unter anderem in der Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie zum Einsatz.
Anbaufläche und Ernte deutlich gestiegen
Die Zahlen von Eurostat zeigen, wie stark der Kürbisanbau in Polen gewachsen ist. Zwischen 2015 und 2025 hat sich die Anbaufläche mehr als verachtfacht. Sie stieg von 1.300 Hektar auf 10.500 Hektar.
Parallel dazu nahm auch die Erntemenge deutlich zu. 2015 ernteten polnische Betriebe rund 47.000 Tonnen Kürbisse. Zehn Jahre später waren es bereits 436.000 Tonnen. Damit hat sich die Erntemenge mehr als verneunfacht.
Auch auf EU-Ebene hält der Wachstumstrend an. Seit 2019 steigt die Kürbisproduktion kontinuierlich. 2025 erreichte die gesamte EU-Produktion rund 1,2 Millionen Tonnen. Das waren 6 Prozent mehr als im Vorjahr.
In Polen werden Kürbissorten sowohl für den Verzehr als auch zu Dekorationszwecken angebaut. Besonders verbreitet sind zwei Arten: der Gartenkürbis und der Riesen-Kürbis. Im Nationalen Sortenregister waren 2026 insgesamt 36 registrierte Sorten dieses Gemüses aufgeführt.
Nur ein kleiner Teil der Ernte geht ins Ausland
Trotz der führenden Stellung bei der Produktion bleibt der polnische Kürbisexport vergleichsweise gering. 2025 wurden lediglich 4.800 Tonnen polnischer Kürbisse ins Ausland verkauft.
Die wichtigsten Abnehmer waren Italien und Deutschland. Nach Italien gingen 22 Prozent der gesamten Exportmenge, nach Deutschland 21 Prozent. Weitere bedeutende Absatzmärkte waren die Slowakei mit 17 Prozent und Tschechien mit 13 Prozent. Auf alle übrigen Exportziele entfielen zusammen 27 Prozent.
Exporterlöse niedriger als im Vorjahr
Mit dem Kürbisexport erzielte Polen 2025 Einnahmen von knapp 3,2 Millionen Euro. Im Jahr zuvor waren es noch mehr als 4 Millionen Euro.
Gleichzeitig ging der Import nur leicht zurück. 2025 führte Polen rund 2.900 Tonnen Kürbisse im Wert von knapp 3,6 Millionen Euro ein. 2024 waren es etwa 3.000 Tonnen mit einem Wert von fast 3,3 Millionen Euro.
Die wichtigsten Lieferländer für den polnischen Markt sind Deutschland, die Niederlande und Spanien.
Quelle:rp
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