In Sopot / Zoppot beobachten Touristen und Einheimische derzeit ein massenhaftes Auftreten von Medusen. In der Ostsee handelt es sich dabei meist um die Ohrenqualle. Für Menschen ist sie ungefährlich. Ihr plötzliches massenhaftes Auftreten sorgt dennoch für großes Aufsehen.
In den vergangenen Tagen waren in Sopot / Zoppot ungewöhnlich viele Medusen zu sehen. Die gallertartigen Tiere treiben sowohl im Wasser als auch am Strand. Der Anblick fällt so spektakulär aus, dass zahlreiche Fotos aus dem Ostseebad in den sozialen Medien verbreitet werden.
Sopot / Zoppot: „Ganze Kindergärten voller Gelee“
„So sieht es heute am Strand von Sopot aus. Hunderte Medusen wurden vom Meer an den Strand gespült. Hattet ihr schon einmal die Gelegenheit, ihnen zu begegnen?“, heißt es in einem Beitrag von esopot.pl.
Auch in den Kommentaren wird das massenhafte Auftreten thematisiert. „Es lässt sich nicht leugnen, dass es unglaublich viele sind“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer spricht von „ganzen Kindergärten und Krippen voller Gelee“. Zudem heißt es: „In diesem Sommer waren wirklich sehr viele im Wasser, man konnte kaum herumtoben.“
Bei den am häufigsten vorkommenden Medusen in der Ostsee handelt es sich um Ohrenquallen. Ihr Körper besteht zu rund 98 Prozent aus Wasser. Ihr harmloses Aussehen kann allerdings täuschen. Medusen sind Raubtiere und ernähren sich von Zooplankton.
Giftig, aber für Menschen ungefährlich
Ohrenquallen verfügen über Gift. Für Menschen ist dieses jedoch normalerweise ungefährlich. Die Tiere setzen es zur Jagd sowie zur Verteidigung ein. Lediglich Menschen mit einer Allergie gegen bestimmte Bestandteile ihrer Toxine sollten den Kontakt vermeiden. Rund um die Mundöffnung befinden sich vier Lappen. Dort sitzen die Nesselzellen, die für mögliche Hautreizungen verantwortlich sind.
Im Internet kursieren derzeit zahlreiche Aufnahmen von Medusen im Wasser und auf dem Sand. Am Strand liegen meist tote Tiere. Für Laien lässt sich allerdings nicht immer eindeutig feststellen, ob eine Meduse noch lebt. Ihre durchsichtigen Körper erschweren die Unterscheidung.
Wie Agata Skomar, Spezialistin für ozeanografische Bildung und Mitautorin der Reihe „Niepodręcznik Oceaniczny“, erklärt, treten Ohrenquallen vor allem im Spätsommer auf. Zu dieser Zeit beginnt ihre Fortpflanzungsperiode. Die Tiere ziehen dann in flachere und wärmere Gewässer. Viele der am Strand angespülten Medusen sind bereits tot. Nach der Fortpflanzung sterben die Ohrenquallen häufig.
Quelle: wp
Foto: facebook / Dzień Dobry Sopot