Die polnische Grenzschutzbehörde hat erneut einen illegalen Versuch der Überquerung der polnisch-litauischen Grenze verhindert. Vorort wartete ein Fahrzeug mit deutschen Kennzeichen auf die illegalen Migranten.
Die Streife des Grenzschutzes, unterstützt von Soldaten der Territorialverteidigungskräfte (WOT), entdeckte am 7. Februar rund einen Kilometer von der litauischen Grenze entfernt eine Gruppe von zwölf Personen, die unerlaubt nach Polen eingereist waren.
Nach Angaben der Behörde stand in der Nähe des Festnahmeortes ein Fahrzeug mit deutschen Kennzeichen bereit. Die Einsatzkräfte nahmen den Fahrer fest, einen ukrainischen Staatsbürger.
Mehr Einsätze an der polnisch-litauischen Grenze
Dies war nicht der einzige Vorfall in den letzten Tagen. Bereits am Freitagmorgen (6. Februar) hatte eine Einheit des Grenzschutzes vier Ausländer festgenommen, die im Gemeindegebiet Szypliszki illegal die Grenze überschritten hatten. Es handelte sich um zwei Staatsangehörige Somalias und zwei aus Äthiopien. Die jungen Männer verfügten über keine gültigen Dokumente für die Einreise oder den Aufenthalt in Polen.
Im selben Gebiet wurde zudem ein litauischer Staatsbürger festgenommen, der die Migranten nach dem illegalen Grenzübertritt abholen und weiter transportieren sollte.
Nach Abschluss der notwendigen Maßnahmen sollen die illegalen Migranten im Rahmen des Rückübernahmeverfahrens an die litauische Seite übergeben werden. Dem Fahrer drohen bis zu acht Jahre Freiheitsstrafe.
Der Grenzschutz betont, dass ähnliche Vorfälle im Zusammenhang mit den vorübergehend eingeführten Kontrollen an der polnisch-litauischen Grenze stehen. Seit Beginn dieser Maßnahmen wurden im Rahmen der Rückübernahme mehr als 260 Personen an Litauen überstellt, die illegal nach Polen eingereist waren. Zudem wurden 46 mutmaßliche Helfer und Organisatoren illegaler Grenzübertritte festgenommen.
Quelle: interia
Foto: Facebook/Straż Graniczna