Grenzkontrollen verlängert – Polen schließt Ost-Migrationsroute

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Die polnische Regierung hat offiziell bestätigt, dass die vorübergehenden Grenzkontrollen an den Grenzen zu Deutschland und Litauen bis mindestens zum 4. Oktober 2025 verlängert werden. Dies kündigte der neue Innenminister Marcin Kierwiński am Sonntag bei einem Treffen mit Behördenvertretern an.

Warum verlängerte Polen die Grenzkontrollen?

Die Entscheidung wurde im Zusammenhang mit dem wachsenden Druck durch illegale Migration getroffen. Minister Kierwiński betonte, dass Polen aktiv daran arbeitet, den sogenannten „Ost-Migrationskorridor“ – insbesondere über Litauen und Lettland – zu schließen.

Wir haben entschieden, die temporären Kontrollen um weitere zwei Monate zu verlängern“, so Kierwiński.  „Unsere europäischen Partner – darunter Deutschland, Litauen, Lettland und Estland – zeigen volles Verständnis für unser Vorgehen“, sagte der Minister.

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Wieso kontrolliert Polen an seinen Grenzen?

Seit dem 7. Juli 2025 führt Polen wieder Grenzkontrollen an den Übergängen zu Deutschland und Litauen durch. Ursprünglich waren sie nur für einen Monat angesetzt. Grund ist der anhaltende hybride Druck aus Belarus und Russland, bei dem laut Regierung Migranten gezielt als Mittel politischer Destabilisierung eingesetzt werden.

Nach Angaben des Chefs der Grenzschutzbehörde, General Robert Bagan, wurden bislang 185 Personen an der Einreise gehindert, meist wegen fehlender gültiger Reisedokumente. Zudem gab es mehrere Rückführungen im Rahmen der sogenannten vereinfachten Rückübernahme (Readmission) mit Deutschland und Litauen.

Wie läuft die Kontrolle ab?

Die Kontrollen betreffen ausschließlich die Einreise nach Polen und werden stichprobenartig durchgeführt.

Im Einsatz sind:

  • Grenzschutzbeamte.
  • Soldaten der Territorialverteidigungskräfte und Militärpolizei.
  • Bei Bedarf auch Polizei und Straßenaufsicht (ITD)

Die Grenzkontrolle umfasst:

  • Identitätsdokumente (Personalausweis oder Reisepass),

(Hinweis: Mobile Ausweise aus der mObywatel-App werden nicht akzeptiert!)

  • Gepäck- und Fahrzeugkontrollen, wenn begründeter Verdacht besteht,

Die Durchschnittsdauer einer Kontrolle beträgt wenige Minuten, kann sich aber bei erhöhtem Verkehrsaufkommen verlängern.

Quellen: interia / mswia

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