Die Sonne geht nicht unter, die Dämmerung geht direkt ins Morgengrauen durch. Weiße Nächte sind eins der außergewöhnlichsten Phänomene. Man muss nicht in den weiten Norden fahren um sie zu bewundern, während der Sommersonnenwende kann man sie auch in Polen beobachten.
Vielleicht sieht es nicht so aus wie beispielsweise in Norwegen, trotzdem muss man es gesehen haben. Nachts wird es nicht so hell sein wie tagsüber, dennoch wird die Sonne nicht ganz untergehen. Die Weißen Nächte kommen in Polen von Juni bis Mitte Juli vor, eine astronomische Nacht findet nicht statt. Es heißt, dass sich die Sonne ganz leicht hinter dem Horizont versteckt, die Nacht ist also nicht von der Dunkelheit überfüllt. Wenn man nach oben blickt, sieht man einen grauen Himmel mit ganz schwer bemerkbaren Sternen. Der Kimm erhellt oft im orangefarbenen Ton, als ob die Sonne gerade untergegangen wäre. Man hat den Eindruck, als ob ein früher Abend wäre.
Das Phänomen ist am besten im Norden von Polen, an der Ostsee wahrnehmbar. Alle die sich derzeit auf der Halbinsel Hel in Sopot, Ustka, Mielno oder Międzyzdroje befinden, sollten nachts nicht gemütlich schlafen, sondern ein bisschen länger wach bleiben um das außergewöhnliche Ereignis am Strand zu bewundern. Man muss wirklich nicht Unmengen von Geld ausgeben, um einen Tag zu Erleben der niemals endet. Natürlich ist das Phänomen nicht so gehypt wie z.B. im norwegischen Narvik, wo die Sonne im Sommer niemals untergeht. Die spektakulärsten weißen Nächte kann man im Polargebiet, in großen geografischen Breiten, erleben (über 57° N oder S und mehr). Jedoch gibt es keine klare Grenze der Zonen, in denen man das Phänomen beobachten kann. In Wirklichkeit findet dieses Ereignis im größten Teil Polens statt, denn gemäß der Definition findet eine astronomische Nacht dann statt, wenn die Sonne mindestens 18° unterhalb des Kimms liegt. Diese Marke wird an der Weichsel größtenteils nicht erreicht.
Quelle: wp.pl