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Bibliotheken in Polen: Von Kulturschätzen bis zu Wunder der Architektur

Bibliotheken sind Jahrhunderte lang ein Hort des Wissens gewesen. Oft beherbergen sie kostbare Kulturgüter und sind Beispiele höchster architektonischer Errungenschaften. Heute werden sie auch zu Treffpunkten von Tradition und Moderne.

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Samstag, 20. April 2019
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Universität Warschau / Bild: Tilman2007 via Wikimedia Commons
Universität Warschau / Bild: Tilman2007 via Wikimedia Commons

Polnische Studenten der London School of Economics verglichen in ihren Untersuchungen den tertiären Bildungsbereich Polens und Großbritanniens. Eine kurze Zusammenfassung ihrer Erkenntnisse.

Die Studenten präsentierten ihre Untersuchungen in Form eines Reports auf dem Polish Economic Forum, dass in der britischen Hauptstadt stattgefunden hat. Sie zeigten die Mängel auf der polnischen Seite und sagen auch warum man im Vereinten Königreich nach den Studium einfacher eine Arbeit findet als in Polen. Der Report soll nun den polnischen Behörden vorgestellt werden.

Im Report rufen die sechs Studenten der Londoner LSE (Amelia Przybył, Mikołaj Szafrański, Julia Jasińska, Konstanty Kowalewski, Jan Hincz, Marcin Skiba) zu einer Reform des polnischen Hochschulwesens auf.   In den durchgeführten Untersuchungen vergliechen sie den Bildungsverlauf und -form an vier Hochschulen: London School of Economics, University College London, Uniwersytecie Warszawskim (Universität Warschau) und Szkole Głównej Handlowej (Warsaw School of Economics).

Man untersuchte den kompleten Bildungsverlauf; von der Aufnahme und den Einschreibungsregularien bis zur Lehre und den Anforderungen, vor denen die Dozenten und Studenten stehen. Man überprüfte wie und ob die Hochschulen bei der Jobsuche helfen.  Alle vier Hochschulen befinden sich in der jeweiligen Hauptstadt und in der Nähe von Business- und Regierungszentren. Man sollte auch in Betracht ziehen, dass es in Polen mehr Hochschulen gibt als in Großbritannien.

Die Autoren des Projekts betonten, dass einer der Gründe so einen Report vorzubereiten, die schlechten Platzierungen polnischer Universitäten in internationalen Rankings gewesen sind. Bei der Auswahl einer Hochschule richten sich die zukünftigen Studenten weltweit nach den internationalen Rankings. Die Autoren zeigten auch, dass dies einer der Gründe des “brain drains” in Polen ist; junge talentierte Menschen verlassen Polen um in Ausland zu studieren und das ist auch einer der Gründe, der die Entwicklung der polnischen Gesellschaft bremst. Als Beispiel nennt man u.a. Großbritannien, wo sich in den letzten vier Jahren die Zahl polnischer Studenten um 45% erhöht hat.  

Die Autoren als Studenten der LSE und Menschen die in Polen aufgewachsen sind, bedauern das die polnischen Hochschulen in Gegensatz zu den britischen nicht so konkurrenzfähig sind. Außerdem gibt es in Polen eine mangelnde Unterstützung der Dozenten und Studenten, auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft lässt zu wünschen übrig - so die Studenten.

Eine der Studenten, Julia Jasińska, weist auch auf die mangelnde Hilfe bei der Arbeitssuche seitens der Hochschulen in Polen hin. Im Vereinten Königreich bemühen sich die Carrier Services den Studenten bei ihrer Arbeitssuche zu helfen.  Für den Bedarf der Untersuchungen sprachen die Autoren auch mit Studenten der Orchideenfächer. Bei den durchgeführten Untersuchungen hat sich ergeben, dass 90% der Studierenden an der Warsaw School of Economics noch nie mit den Career Service Kontakt hatten und auch dass die polnischen Career Services auf diesem Gebiet nichts unternehmen. In Großbritannien dagegen engagieren sich die Career Services auf dem Campus, die Mitarbeiter versichern sich auch, dass alle Studenten Praktika haben - fügt sie hinzu.

Die Studenten der Londoner LSE weisen auf fünf  Dinge hin, die man im polnischen Hochschulwesen verbessern könnte; Polen sollte die Anzahl der öffentlichen Universitäten verringern, selbständiges lernen sollte eine wichtigere Rolle der Studentenbildung spielen, die Kommunikation zwischen den Career Services und Studenten sollte verbessert werden, die Studenten sollten auch mehr Möglichkeiten beruflicher Entwicklung an den Hochschulen erhalten und die wissenschaftliche Tätigkeit der Dozenten sollte gemäß internationaler Standards sein, wo es möglich ist, gefördert zu werden. In Polen kommt es sehr oft vor, dass Publikationen in wenig bekannten, aber polnischen Verlagen mehr Punkte einbringen als in renommierten ausländischen Verlagen. Auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sollte besser und transparenter (durchsichtiger) organisiert werden. 

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