Wo darf man in Polen wild campen?

Das wilde Campen wird bei den Menschen immer beliebter. Doch es ist gar nicht so einfach, einen Ort zu finden, wo das erlaubt ist.

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Donnerstag, 13. August 2020
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Foto: Depositphotos
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Der österreichische Baukonzern Porr erhält den Zuschlag für den Bau des Abschnitts Borki Wielkie/Groß Borken – Mrągowo/Sensburg der Schnellstraße S16 in den nordostpolnischen Masuren.

Wie die polnische Straßenbaudirektion GDDKiA mitteilte, setzte sich Porr in einer erneuten Ausschreibung mit einem Angebot über 625,9 Mio. PLN (147,2 Mio. EUR) durch. Mit der Vertragsunterzeichnung wird nun bis Ende März gerechnet. Insgesamt waren bei der GDDKiA sieben Offerten eingegangen, wobei der preisgünstigste Bewerber Polbud-Pomorze (619,5 Mio. PLN) aufgrund formaler Mängel disqualifiziert wurde.

Der zu errichtende Abschnitt der S16 ist 13 km lang, hinzu kommen 3 km Umgehungsstraße für Mrągowo/Sensburg im Zuge der Fernstraße DK59. Der Abschluss der Bauarbeiten ist innerhalb von 36 Monaten nach Vertragsunterzeichnung unter Ausnahme einer Winterperiode vom 15. Dezember bis zum 15. März vorgesehen. Die S16 beginnt in Olsztyn und wird über Borki Wielkie/Groß Borken, Mrągowo/Sensburg, Mikołajki/Nikolaiken und Orzysz/Arys nach Ełk/Lyck führen, wo sie auf die S61 ("Via Baltica") nach Litauen trifft. Bislang ist nur der zur S16 gehörende südöstliche Autobahnring von Olsztyn fertig.

Darüber hinaus informierte die GDDKiA in dieser Woche auch über den Eingang von sechs Angeboten für den Bau der Schnellstraße S19 ("Via Carpatia") zwischen Rzeszów Południe und Babica in Südostpolen. Die günstigste Offerte reichte demnach die China Harbour Engineering Company mit 1,198 Mrd. PLN (281,7 Mio. EUR) ein, teuerster Bieter ist Porr mit 3,196 Mrd. PLN (751,4 Mio. EUR). Weitere Angebote legten Mostostal Warszawa / Acciona (2,23 Mrd. PLN), Metrostav (2,4 Mrd. PLN), Strabag (2,562 Mrd. PLN) und Budimex / Gülermak (2,809 Mrd. PLN), der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 1,771 Mrd. PLN (416,4 EUR).

Der 10,3 km lange S19-Abschnitt südlich von Rzeszów gilt mit einem rund 2 km langen Tunnel, sechs Brücken im Streckenverlauf sowie Querungen durch mehrere weitere Brücken als besonders anspruchsvoll. Die Fertigstellung ist bis 2025 geplant.

Sven Otto/nov-ost.info

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