Die kaschubischen Steinkreise

Tief in einem Wald in der Kaschubei befinden sich Steinkreise, die man als das “polnische Stonehenge” bezeichnet. Man sagt, dass sie von Außerirdischen gebaut wurden und ihre Kraft Einfluss auf das Befinden von Menschen nehmen soll. Wie viel Wahrheit steckt jedoch dahinter? Darüber spricht mit PolenJournal.de Piotr Fudziński vom Archäologischen Museum in Gdańsk/Danzig. 

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Samstag, 06. Juni 2020
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Foto: Pixabay
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Die polnische Linienfluggesellschaft LOT hat den Zuschlag zum Erwerb der deutschen Ferienfluglinie Condor erhalten, deren Verkauf nach der Pleite des britischen Mutterkonzerns Thomas Cook im vergangenen Jahr notwendig geworden war.

Wie LOT am Freitag bekannt gab, wird der im vergangenen Herbst von der KfW und der Hessischen Landesbank an Condor in Höhe von bis zu 380 Mio. EUR gewährte Überbrückungskredit vollständig und fristgerecht zurückgezahlt. Welchen Betrag sich die polnische Staatsairline den prestigeträchtigen Zukauf auf dem deutschen Luftverkehrsmarkt kosten lässt, wurde nicht offiziell bekannt gegeben, doch kursiert in den Medien die Summe von 600 Mio. EUR. LOT-Vorstandschef Rafał Milczarski kommentierte die Übernahme mit dem altbekannten Mantra, sie "passe hervorragend zur Strategie" seines Unternehmens.

Genau hieran haben Kritiker so ihre Zweifel, da Condor als auf den deutschen Markt fokussierter Ferienflieger natürlich völlig anders aufgestellt ist als LOT als traditionelle Linienfluggesellschaft. Entscheidend wird sein, wie die Lufthansa auf den neuen Hausherrn bei ihrer ehemaligen Tochter reagiert, mit der sie operativ – etwa durch Zubringerverkehre – noch immer eng verbandelt ist. Milczarski erklärte, man wolle die Traditionsmarke Condor in Deutschland weiterentwickeln und sie auch auf neuen Märkten in Europa ansiedeln. Dem dürfte die Lufthansa kaum tatenlos zusehen.

Die Transaktion birgt zudem die Gefahr, dass sich die in den letzten Jahren mühevoll sanierte LOT aus Gründen politischen Ehrgeizes überhebt: 2018 flog die Airline einen operativen Gewinn von 209 Mio. PLN (49 Mio. EUR) und einen Nettogewinn von nur 45 Mio. PLN (10 Mio. EUR) ein, die Muttergesellschaft Polska Grupa Lotnicza (PGL), über die die Condor-Übernahme abgewickelt werden soll und die neben LOT auch LS Airport Services, LOT Aircraft Maintenance Services und PGL Leasing umfasst, wies sogar einen Verlust von 81 Mio. PLN (19 Mio. EUR) aus. Der Kauf von Condor ist damit eine klare Wette auf die Zukunft, in der Condor und LOT die Gewinne einfliegen müssen, um den Kaufpreis zu refinanzieren, wenn nicht letztlich der polnische Steuerzahler dafür aufkommen soll.

Condor verfügt über eine Flotte von 50 Maschinen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018/19 einen operativen Gewinn von 57 Mio. EUR aus Umsätzen von 1,7 Mrd. EUR. Dabei beförderte sie rund 9,4 Mio. Passagiere. LOT brachte es im letzten Jahr mit 80 Maschinen auf Umsätze von rund 1,9 Mrd. EUR, dabei beförderte die Airline rund 10 Mio. Fluggäste. 

Torsten Stein/nov-ost.info

 

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