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Mittwoch, 17. Oktober 2018
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Langeweile? Fehlanzeige!
Langeweile? Fehlanzeige!

Das Problem der alternden Gesellschaft erreichte ein globales Ausmaß. In Polen wird der Seniorenbetreuung immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Trotzdem ist noch in der Gesellschaft das Bild von einem Mehrgenerationenhaushalt tief verankert. Immer Lauter werden jedoch Stimmen, vor allem seitens des Pflegeumfelds, dass ein optimaler Ort und eine zuverlässige und flexible Betreuung das größte Geschenk für die Nächsten in ihren Lebensabend ist.

Dies ist nur schwer im eigenen Familienhaus zu gewährleisten. Oft bedeutet das nicht nur Durcheinander im eigenen Haushalt, sondern auch Verzichte seitens der Hausbewohner. Eine helfende Hand reichen Seniorenresidenzen. “Das ist ein guter Moment für die Seniorenbetreuung und Pflege in Polen” - sagte gegenüber PolenJournal.de Bożena Magiera, die 2014 ihre eigene Seniorenresidenz “Złote Borki” in Borki Małe gründete. Innerhalb von nur vier Jahren hat sich viel verändert. Die Nachfrage steigt ununterbrochen - ein Beweis dafür sind auch die Investitionen, die Bożena Magiera umsetzen konnte. “Bevor die Residenz eröffnet wurde, war sie bereits voll gebucht. Es gab keine freien Plätze. Wir mussten schnell nach einer weiteren Lokalisierung suchen, und so sind wir in Jarnołtówek gelandet” - erklärt die Businesswoman aus Częstochowa.

 

Mit zwei Seniorenhäusern ist jedoch nicht Schluss. Zusammen mit ihren Mann plant Bożena Magiera innerhalb von einem Jahr, zwei weitere Residenzen in Oppeln und eine direkt am Meer zu eröffnen. Bei Seniorenhäusern bleibt es jedoch bei Weitem nicht. In Jarnołtówek wurden zehn eigenständige Häuser, mit jeweils drei Zimmern, einer Küche und einem Bad sowie einer Veranda und einem Garten aufgebaut. Das alles gleich neben dem Hauptgebäude. “Sie sind vor allem an diese Senioren gedacht, die bereits gepflegt werden und sich nicht um den Alltag kümmern möchten. Diese Leute wollen, dass man für sie das Kochen, die Wäsche oder das Bügeln übernimmt. Obwohl sie Pflegehilfe oder einen Arzt brauchen, möchten sie weiter unabhängig leben, ihre Freiheit genießen, ohne einen Nachbarn hinter der Wand zu haben und in eigenen vier Wänden” - erklärt Bożena Magiera, die mit dem Preis Person des Jahres 2017 von dem Blatt Nowa Trybuna Opolska gekrönt wurde. Preise, die das Seniorenhaus erhalten hat, bleiben jedoch reine Nebensache. “Viel wichtiger ist das Lächeln der Bewohner, diese Dankbarkeit, die manchmal schwer auszudrücken ist. Sie ist der größte und beste Preis. Das ist unsere Arbeit, der wir uns mit unserem ganzen Herzen widmen. Ohne dies, wären wir nicht hier, wo wir sind” - sagte Agata Brodziak, die als Pflegerin in der Residenz arbeitet. “Gerade solche Leute werden gebraucht. Richtige Personen auf dem richtigen Platz. Freundlich, nett und arbeitsamt. Sie kümmern sich um alles. Ich denke, dass hier niemand Grund zu Beschwerde hat” - fügt Teresa Kalitan, eine 89-jährige Bewohnerin der Residenz in Borki Małe, hinzu.

Workshop

Anders als andere Seniorenhäuser

Warum ist dieser Ort so außergewöhnlich? “Unsere Einrichtungen, die bereits funktionieren oder diese, die erst bald eröffnet werden, verbinden viele verschiedene Pflegeleistungen” - sagt Bożena Magiera. Das Erfolgsrezept liegt jedoch woanders. “Wir betreiben die Residenz aus dem Blickwinkel unserer Eltern. Wir fragen uns, was wir gern für sie hätten und auch was wir sich in diesem Alter wünschen würden. Wir versuchen immer, einen Schritt den Erwartungen der Senioren voraus zu sein.”

Dies findet auch seine Bestätigung in den angebotenen Leistungen. Senioren und ihre Nächsten können zwischen den Kurz- und Langzeitangebot, Rehabilitationsaufenthalte sowie Leistungen aus den Bereich Physiotherapie wählen. Auf der anderen Seite unterstreicht die Geschäftsführerin, dass für sie vor allem das Open-House-Prinzip gilt. “Wir arbeiten eng mit den Familien zusammen. Besuchertage- und Stunden haben wir noch nie angesetzt. Zusätzlich wird die Betreuung sehr individuell gestaltet. Die Pfleger und Pflegerinnen kennen die Familienangehörigen, die Schichtleiter stehen im direkten Kontakt mit ihnen” - erklärt Bożena Magiera. “Wir kennen unsere Senioren alle beim Namen, wissen, wo sie einst gearbeitet und welches Leben sie geführt haben. Wir kennen ihre Familien und behandeln sie, wie unsere eigene” - bestätigt Sylwia Kasprzak, eine der Betreuerinnen. Wer keine Möglichkeit zum Besuch hat, kann sich auf dem Laufenden durch die Facebookseite der Residenz halten. Dort wird rege gepostet und das Leben der Bewohner dokumentiert.

Seniorenresidenz "Złote Borki"

Offen gegenüber der Familie

Interessant - auf den vielen Facebook-Fotos sind neben den Bewohner auch Familienangehörige zu sehen. Diese kommen oft nicht nur zu Besuch, sondern nehmen auch aktiv an den Alltagsleben zusammen mit allen Events teil, die von dem Personal organisiert werden. “Anfangs sind die Familien ein wenig misstrauisch, denn sie wissen nicht, wie es hier letztendlich aussehen wird, ob ihre Nächsten sich hier gut fühlen werden. Später kennenlernen sie die Pfleger und Betreuer, sehen, das ihre Eltern oder Großeltern wieder aufleben und wir sie wie Hausfreunde behandeln. Sie kommen zu verschiedenen Events, verbringen mit uns Zeit. Die Familien kommen gerne hier” - verrät Sylwia Kasprzak.

Die Familien leisten auch Botschafterarbeit für die Residenz, denn die meisten Anfragen sind nur selten mit der Präsenz im Netz verbunden, eher auf jemandes Empfehlung. “Jemand ruft an und plötzlich stellt sich heraus, dass bei uns die Mama einer Bekannten wohnt und der Anrufer einen Platz für seine Schwiegermutter braucht. Es klingt zwar unglaublich, aber bei uns wohnen ganze Familien, Ehepaare, Geschwister” - erklärt Bożena Magiera und fügt noch hinzu, dass mit dem breit angelegten Angebot, auch solche Situationen vorkommen, wo in der Residenz wegen verschiedener Angelegenheiten und Vorkommnissen auch die Kinder der Senioren behandelt werden. “Wir gehen weit über ein traditionelles Bild eines Seniorenhauses hinaus. Die Tatsache, dass das Kind eines Bewohners sich einer Behandlung über mehrere Monate hinaus unterzieht, um wieder gesund und fit zu werden, und gleichzeitig seine Mama oder seinen Papa gleich neben an hat, sie frei besuchen kann, was guten Einfluss auf ihre Beziehung hat, ist ein bemerkenswerter Vertrauensbeweis” - so die Geschäftsführerin.

Bożena Magiera

Freude am Leben und Langlebigkeit

Uneingeschränkter Kontakt mit der Familie zusammen mit physischen und intellektuellen Aktivität - ist das Rezept für Freude am Leben und dementsprechend - Langlebigkeit? Diese Annahme ist scheinbar von den Bewohnern der Residenz “Złote Borki” zu bestätigen. Jeder Tag ist voller Abenteuer. Beginnend beim Konzert in der Philharmonie, durch einen Ausflug ins Zoo bis hin zu den Besuchen von Schulkindern oder Wandertheatern. Von Langeweile kann hier keine Rede sein. “Das stimmt. Ich muss zugeben, ich habe nicht viel Zeit. Am Morgen muss ich zur Gymnastik, später bin ich bei den Workshops dabei. Ich stricke, wir haben auch zuletzt Kekse gebacken. Ich nehme an allen teil, soweit mein Zustand es zulässt. Es ist wirklich schön” - sagt Teresa Kalitan. Die angesprochenen Workshops sind bei der guten Verfassung nicht zu unterschätzen. “Wenn man nichts gegen bestimmte Aspekte von fortschreitenden Krankheiten unternehmen kann, dann kann man sie auf diese Weise stark verlangsamen” - glaubt Bożena Magiera und erinnert gleichzeitig, dass die Residenz eine bilinguale Bibliothek eingerichtet hat. Diese wird auch rege von den Senioren besucht. Hobbygärtner werden hier auch nicht enttäuscht - für sie wurde ein spezieller Garten eingerichtet, und zwar so, dass man sich nicht bücken muss. “Die Freude, dass man sich um seinen eigenen Garten kümmern, Obst und Gemüse sammeln kann, ist nicht zu beschreiben. Es sind einfache Dinge, aber diese Dinge sorgen dafür, dass die Senioren jeden Tag genießen. Sie fühlen, dass sie ihn sinnvoll verbracht haben” - bemerkt die Businessfrau, die mit ihrer Tätigkeit den Kampf gegen das verbreitete Klischee eines Seniorenhauses angesagt hat.

Teresa Kalitan

Nicht nur für Polen

In diesem Kampf ist sie nicht alleine. Viel Überzeugungsarbeit leisten die Pflegerinnen aus Polen, die im deutschsprachigen Raum arbeiten. Dank ihrer harten Arbeit und Hingabe, denken über mehr Deutsche und Österreicher darüber nach, ihren Lebensabend an der Weichsel zu verbringen. Laut der Umfrage, die von TNS Emnid durchgeführt wurde, denkt bereits jeder fünfte Deutsche über einen Umzug in ein Seniorenhaus im Ausland nach. Außer Acht darf man auch nicht Polen lassen, die ausgewandert sind. Nach dem sie ihre Jugend und Berufsjahre im Ausland verbracht haben, kehren auch sie in die Heimat zurück. Warum entscheiden sich so viele Leute für Polen? “Ich denke, dass die Gründe dafür finanzieller Natur sind. In Polen sind Pflege- und Seniorenbetreuungsdienstleistungen viel billiger als in den Einrichtungen in anderen Ländern. Auf der anderen Seite ist dies noch in Polen ein aufstrebender Markt. Deswegen bieten die Seniorenhäuser ein breites und flexibles Angebot an Leistungen an, um einfach den Kunden für sich zu gewinnen. So lohnt es sich auch für sie, im Ausland zu wohnen” - glaubt Bożena Magiera. Wie sieht es in der Praxis aus? “Man muss nur den Wunsch haben, um bei uns zu wohnen. Ansonsten steht dem Aufenthalt nichts im Wege. Wir laden alle ganz herzlich zum Besuch ein. Man kann sich alles anschauen, etwas essen oder einfach hier eine weile Zeit verbringen. Es lohnt sich, vorbei zu schauen, um die Entscheidung bewusst zu treffen” - unterstrich die Geschäftsführerin der Residenz “Zlote Borki”.

 

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