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Wo Goethe und Chopin sich erholten

Schon vor Jahrhunderten kannte man die heilsame Wirkung der Mineralquellen in den niederschlesischen Sudeten. Die heute zu Polen gehörende Mittelgebirgsregion zeigt sich in neuem Glanz und zieht wieder zahlreiche Gäste aus Deutschland an. 

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Sonntag, 22. Oktober 2017
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Piotr Adamiec, Vorsitzender von MovieBird
Piotr Adamiec, Vorsitzender von MovieBird

MovieBird beschäftigt 40 Arbeitnehmer in Polen und ist auch im Ausland vertreten. Die Firma macht sich jetzt auf dem chinesischen Markt einen Namen. Im Gespräch mit PolenJournal.de-Reporterin Emanuela Janda erinnert sich der Vorsitzende von MovieBird - Piotr Adamiec, an seine Anfänge, verrät Pläne für die nahe Zukunft und gibt Einblicke in die Branche. 

Wie hat ein Unternehmen aus Oppeln es geschafft, einen solchen Nischenbereich zu erobern?

Ich bin nach Deutschland gezogen, das war der Anfang. Meine Eltern starben und ich fuhr zu meiner Tante. Dort habe ich ein Jahr verbracht. Es hat mir aber nichts besonders gefallen, also fuhr ich weiter. Ich wollte die Welt sehen. Die Zeiten des Kommunismus waren vorbei (Lachen). 

Woher kam die Idee für das Unternehmen?

Nach einiger Zeit gelang ich nach Bonn, wo mein Cousin Medizin studiert hatte. Wir haben eine Wohnung zusammen gemietet und ich habe beschlossen mein Deutsch zu verbessern. Ich habe dort einen Kollegen kennengelernt, der mit meinem Cousin gearbeitet hat. Er war ein großer Kinofan und wollte eigene Filme machen. Er war dabei sein Drehbuch zu schreiben und es ist ihm gelungen, ein Stipendium vom Kulturministerium in Höhe von 300 Tausend Mark zu bekommen. Es war das Jahr 1984 oder 1985. Wir hatten keine Ausrüstung, also mussten wir uns etwas einfallen lassen. Wir hatten Kamerakräne konstruiert, mit der Beleuchtung experimentiert. 

Wie hat es sich weiterentwickelt?

Wir haben einen Sponsor gefunden, einen Emigranten aus Polen, der während des Zweiten Weltkrieges in seine Heimat zurückkam und in London die Firma Tecto Vision führte. Wir haben angefangen zusammenzuarbeiten und die Geräte zu verbessern. 

Schließlich haben sich unsere Wege gentrennt. Wir haben der Firma ein paar Geräte verkauft - drei Kräne waren es - und dann haben wir angefangen selbstständig neue Geräte zu konstruieren. 

Woher hatten Sie das nötige Wissen? Ich meine, es handelt sich doch um Fachwissen.

Ich habe eine technische Ausbildung. Mein Vater war Präzisionsmechaniker. Er baute analytische Rechner. In der damaligen Zeit waren sie wie Computer, sie hatten auch Speicherplätze und waren richtig kompliziert. Ich habe ihm immer bei der Arbeit geholfen, hier etwas zusammengeschraubt, da etwas... Solche Maschinen setzten sich aus über 300 Tausend Teilen zusammen, obwohl sie so klein sind. Es war wirklich kompliziert. 

Foto: MovieBird

Sie hatten auch eine Firma in den Vereinigten Staaten und dann sind Sie nach Polen zurückgekommen. 

Das Unternehmen in den USA führten wir acht Jahre lang. Dann haben wir es der amerikanischen Firma Panavision verkauft. Zurzeit arbeiten wir weiter zusammen. Panavision vermietet Kameras und andere Filmausrüstungen. So kam es, dass mein Englisch jetzt viel besser ist als Deutsch, mit dem ich seltener in Berührung komme. Es handelt sich um 35 und 70 mm Kameras. Panavision war eines von wenigen Produzenten außer ARRI aus München, ein bekanntes Unternehmen aus Deutschland. Wir arbeiten auch zusammen. 

Was macht ihre Kamerakräne so besonders?

Viel Arbeit, guter Service, Konkurrenzfähigkeit und die Tatsache, dass wir die ganze Zeit mit der Branche auf dem Laufenden sind. Unsere einzige Konkurrenz bildet mein ehemaliger Businesspartner, aber wir treffen uns ab und zu auf unterschiedlichen Messen. Dann gibt es immer die Gelegenheit, ein bisschen miteinander zu plaudern. 

Wie lange dauert es, bis ein neues Model auf den Markt gebracht wird?

Jetzt arbeiten wir an einem Kreiselkopf - einem Gerät, das die Aufnahmen stabilisiert. Kameras arbeiten in unterschiedlichen Bedingungen - mal werden sie auf einem Auto befestigt, mal auf einem speziellen Wagen. Dank dem Kreiselkopf kann man die Kamera in verschiedene Richtungen lenken ohne die Gefahr, dass Schwingungen dabei entstehen. Die Arbeit an dem Gerät dauert schon drei Jahre. 

Ist das Ende schon in Sicht?

Ich hoffe, dass wir in einem Monat oder ein bisschen mehr fertig sind. 

Dann bleibt die Produktion?

Genau.

MovieBird-Kamerakran auf dem Set von Kampf der Titanen, Foto: MovieBird

 

Werden in Ihrer Firma auch mehr kundenorientierte Modelle hergestellt? Können Sie das Produkt an die Bedürfnisse des jeweiligen Kunden anpassen?

Natürlich, soweit es nur möglich ist. Wenn die Bedürfnisse zu hoch werden, gibt es Firmen, die unsere Geräte kaufen und dann umbauen. Es geschieht aber selten.

Wo genau wurden die MovieBird-Kamerakräne eingesetzt?

Gerade haben wir die Avengers beendet, die Arbeit an Game of Thrones in Zusammenarbeit mit einer Londoner Firma, neigt sich auch dem Ende. Was noch... Alle Bond-Filme, La La Land, Mission: Impossible. Die Liste ist ziemlich lang. Auf unserer Facebook Seite gibt es Videos von Filmsets, Fotos, Filmausschnitte und andere Informationen, die auf der Homepage nicht zu finden sind. Unsere Partner veröffentlichen das Material, oft aber nach den Dreharbeiten oder nach der Filmpremiere. Wir dürfen die Bilder nicht früher zeigen.

Unsere Filmanlagen werden in Australien, Japan, im Nahen Osten, Dubai und den Vereinten Arabischen Emiraten eingesetzt. In Europa kann man sie überall finden - in Italien, Deutschland, in Frankreich nicht, aber dafür in Spanien und Norwegen. Dazu noch in Kanada und den Vereinigten Staaten. 

Sie sind bestimmt viel unterwegs. 

Zurzeit reise ich sehr viel, weil ich eine Firma in Schanghai habe. Außerdem haben wir dort eine Gesellschaft mit einer Firma gegründet, die auch Filmausrüstung vermietet. Somit haben wir schon zwei Unternehmen in China. Der chinesische Markt ist für uns sehr wichtig, weil die Chinesen angefangen haben, ihre Kultur zu popularisieren. Wir hatten auch einen Kamerakran in Indien, der später auf dem Filmset von Slumdog Millionaire verkauft wurde. Es war unser einziger Film, den wir in Indien gedreht haben. Den Rest machen die Inder auf ihre Art. Dort arbeiten auch die Schauspieler ganz anders als in Europa oder Amerika. Ein Schauspieler arbeitet auf sechs unterschiedlichen Sets, im Auto lernt er schnell seine Rolle. So sieht es aus. 

Haben Sie auf dem Filmset gearbeitet?

Früher schon. Die letzten Dreharbeiten, an denen ich teilnahm, waren zum Film U-571 mit Jon Bon Jovi und Matthew McConaughey, mit denen ich noch Kontakt habe. Ich arbeitete an dem Film Contact mit Jodie Foster... In den Vereinigten Staaten waren es zum Beispiel Crimson Tide und Godzilla...

MovieBird-Kamerakran auf dem Set von La La Land, Foto: MovieBird

 

Haben Sie sich schon früher fürs Kino interessiert?

Natürlich. Internationales Kino hat mich immer interessiert.

Sie verbinden also die Arbeit mit Hobby...?

Ganz genau. Noch heute besuche ich die Filmsets, obwohl ich dort nicht mehr arbeite. Es ist zu anstrengend, der Arbeitstag dauert manchmal 12-16 Stunden. Es ist nicht einfach. Die Vergütung ist prima, aber die Arbeit schwierig. Man arbeitet mit unterschiedlichen Menschen.

Spüren Sie den Einfluss ihrer Arbeit, wenn Sie sich jetzt Filme ansehen? 

Schwer zu sagen... Wenn ich mir die Filme anschaue, an denen ich auch gearbeitet habe, spüre ich eine Distanz. Die Betrachtungsweise verändert sich.

Also es gibt doch einen Unterschied?

Ja, man ist nicht mehr so emotionell. 

MovieBird-Kamerakran auf dem Set von Fakty po Faktach, Foto: MovieBird

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Was ich für die Zukunft plane... Das Unternehmen auf dem chinesischen Markt ausbauen. Wir sind schon in China präsent, müssen jetzt vermeiden, kopiert zu werden. Wir wollen konkurrenzfähig und vor Ort sein. Ich habe gute Verhältnisse zu vielen chinesischen Unternehmen, die uns über die Lage und neue Möglichkeiten auf dem dortigen Markt informieren. Man muss aber aufpassen, denn dort werden die Produkte schnell kopiert. Wir müssen am Ball bleiben. Viele europäische Firmen, die auf diesem Markt ihre Tätigkeit beginnen, tun es meiner Meinung nach falsch. Sie haben keine Vertretung vor Ort. Als Beispiel - sie verkaufen Produkte für großes Geld und wenn dann etwas schiefgeht, gibt es niemanden, der schnell reagieren könnte. Der Kunde ärgert sich dann, denn er kann mit der Arbeit wegen Kleinigkeiten nicht fortfahren. Wir sind für den Kunden da, wir haben Menschen, die die Mängel gleich beseitigen. Somit übertreffen wir andere europäische Firmen. 

Vielen Dank für das Gespräch.

Danke sehr.

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