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Wo Goethe und Chopin sich erholten

Schon vor Jahrhunderten kannte man die heilsame Wirkung der Mineralquellen in den niederschlesischen Sudeten. Die heute zu Polen gehörende Mittelgebirgsregion zeigt sich in neuem Glanz und zieht wieder zahlreiche Gäste aus Deutschland an. 

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Montag, 23. Oktober 2017
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Eine kurze Geschichte solcher Kultmarken wie Gerlach, Wedel oder W.Kruk.

Konditorei A. Blikle


Im Jahre 1869 hat Antoni Kazimierz Blikle hat seine Konditorei auf der Warschauer Nowy Swiat Straße 31 eröffnet (heute befindet sie sich auf der Nowy Swiat 35 Straße). Sein Vater ist nach Polen aus der Schweiz ausgewandert. In der Zwischenkriegszeit ist der Laden sehr beliebt gewesen. Die Firma war damals für ihre luxuriösen Süßwaren bekannt gewesen, und hat sich auch mit der Lieferung der Kuchen und Kekse beschäftigt und auf dem Markt etabliert. In den 20ern hat in Inneren der Konditorei sogar ein Orchester gespielt. Nach dem Ende des Warschauer Aufstandes ist der Altbau, in den sich die Konditorei befand, abgebrannt und wurde abgerissen.

Dem Enkel des Gründers (Jerzy Blikle) gelang es jedoch das Familiengeschäft neu zu eröffnen, hatte aber mit den kommunistischen Machthabern zu kämpfen, denn die Kommunisten in Polen wollten die ganze Wirtschaft verstaatlichen. Für Privates gab es damals keinen Platz. Sein Sohn Andrzej, der gleichzeitig Kontitormeister und Mathematik Professor ist, übernahm die Leitung 1990. Seit dem Jahr 2011 war Familienbetrieb in den Händen der fünften Konditoren-Generation. Die Firma schrieb jedoch rote Zahlen bis sich schließlich Vertigo Investments übernahm und bis heute für die Weiterentwicklung des Unternehmen sorgt. A. Blikle hat neben Warschau auch Konditoreien in Lodz, Kattowitz, Posen, Danzig, Gdingen und Tschenstochau.

Foto: 4028mdk09 (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Foto: 4028mdk09 (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Bunzlauer Keramik


Die ersten Keramikwaren entstanden in Boleslawiec (dt. Bunzlau) schon im Mittelalter. 1897 wurde hier die erste Keramikschule gegründet, die mehrere Keramiker-Generationen ausbildete und neue Herstellungsmethoden entwickelte. Vor dem 2. Weltkrieg wirkten hier Firmen wie Reinhold & Co., die sich nach dem Krieg in die Bunzleuer Keramikwerke umwandelten. 1980 entstanden aus ihnen die Keramikwerke Boleslawiec.

Die Bunzlauer Keramikwerke sind heute der größte Keramikhersteller der Region. Die 1980 begonnene Wiedergeburt der Bunzlauer Steinzeugs wird bis heute fortgesetzt. Die Keramikwerke der größte Hersteller handgeformten und gemalter Geschirrkeramik, die man mit der weltweit einzigartigen Stempelmethode dekoriert. Boleslawiec ist auch für ihre Keramiktöpfe bekannt.

Ćmielów und Chodzież


Das Porzellan aus Cmielów und Chodzież, steht für Qualität und Tradition. Tassen, Teekannen, Wasserkesseln, Zuckerdosen und viele andere hochwertige Waren sind mittlerweile fast schon legendär. Die Porzellanfabrik entstand 2012 aus einer Fusion zweier traditionsreicher Porzellanhersteller. Die Anfänge der Fabrik in Ćmielów reichen bis 1790 als eine Manufaktur, die Leimtöpfe und Fayence herstellte, gegründet wurde. Der Betrieb in Chodzież wurde wiederum in 1852 gegründet.

Ćmielów bleibt bei der Herstellung seiner Waren dem klassischen und traditionellen Still, der so beliebt unter den einst mächtigsten Personen im Lande beliebt war, treu. Chodzież wird dagegen als eher elegant und funktionell dargestellt. 2013 wurde das Ćmielów Design Studio geschaffen, das sein Angebot eher an die jüngere Generation richtet. Im September 2016 in Krakau wurden die offiziellen Salons der Polnischen Porzellanfabriken eröffnet. Die Produkte kann man ebenfalls bei lokalen Hersteller oder im Internet finden.

Foto: Silar (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons
Foto: Silar (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

Gerlach


Gerlach stellt heute hauptsächlich Besteck, Messer, Töpfe und anderes Küchenzubehör her. Die besten Zeiten erlebte die Firma noch in der Volksrepublik Polen. Doch die Kultmarke hat eine über 250 Jahre lange Tradition. Im Jahr 1760 gründete Filip Szeniawski den ersten Produktionsbetrieb. Im Jahr 1824 eröffnete Samuel Gerlach ein Unternehmen das sich mit der Produktion von Messern und chirurgischen Geräten beschäftigte. 1829 hat der Zar Nikolai I, die Qualität zu schätzen gewusst und hat der Firma das signieren der Wertmarke mit der Krone erlaubt. Nach zahlreichen Schwierigkeiten brachte der Firma Samuel Kobylanski - der Enkel Samuel Gerlachs - den verlorenen Glanz zurück.

Die Firma nahm den Betrieb wieder 1875 auf. Ein Jahr später hat Kobylanski zusammen mit seinem Bruder einen Betrieb in Drzewica gekauft und die Produktion dort verlegt. Die Firma hat sich mit den Jahren weiterentwickelt. Nach dem II Weltkrieg wurde sie verstaatlicht und 1951 hat sie ihren Namen auf Fabryka Wyrobów Nożowniczych Gerlach geändert. Im Jahr 2001 wurde sie privatisiert und ist jetzt in den Händen der Geschäftsfrau Hanna Wilk. 2013 wurde die Strategie geändert; man hat sich auf den Verkauf konzentriert und die Produktion nach Außen beantragt. Das Angebot vergrößerte sich um u.a. Töpfe und Pfannen.

Hefra


Die Warschauer Fabrik für plattiertes Geschirr Hefra ist der einzige polnische Produzent für silbernes Besteck und Accessoires, die ganz aus Sterlingsilber gefertigt sind, mit Feinsilber plattiert und aus Edelstahl hergestellt werden. Die Firma ist 1965 durch eine Fusion von zwei Betrieben die Platter produzierten - Henneberg und Fraget entstanden. Beide Firmen wurden schon im XIX Jahrhundert gegründet. Das Unternehmen Fraget in 1824 in Warschau und Henneberg wurde 1856.

Heutzutage hat Hefra in seinem Angebot Besteckt in 13 verschiedenen Mustern und Tischaccessoires u. a. Zuckerdosen, Butterfässer, Paternas, Schöpflöffeln und sogar Leuchter. Die Bestecksets sind 24, 48 oder 81 teilig erhältlich. Es sind auch kleinere Sets erhältlich die nur z. B. aus Obstmessern, Kuchengabeln oder Fischbesteck beinhalten.

Foto: Travelarz (Praca własna) [CC BY-SA 3.0 pl (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/pl/deed.en)], Wikimedia Commons
Foto: Travelarz (Praca własna) [CC BY-SA 3.0 pl (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/pl/deed.en)], Wikimedia Commons

Krosno


Krosno Glas ist ein Produzent das Wirtschaftsglas produziert. Das Markenzeichen der Firma ist immer noch handgefertigtes Glas, obwohl sie im Assortiment auch automatisch gefertigte Produkte haben. Im Angebot sind Schnapsgläser, Gläser und Sets verschiedener Alkoholgetränke, Vasen und Kannen. Die Handelskette betreibt über 120 Verkaufsstellen in den größten Einkaufsgalerien des Landes.

Die Glashütte in Krosno ist 1923 entstanden. Die Produktion wurde ein Jahr später aufgenommen. 1958 wurde der Betrieb formal als Krossener Glashüten ins Leben gerufen. Anfang der 90er wegen dem politischer und wirtschaftlichen Veränderungen im Land sind Krossnauer Glashütten Krosno GmbH entstanden.

Das Unternehmen ist ein der ersten gewesen, die an der Warschauer Börse notiert waren. In den folgenden Jahren dauerte der Privatisierungsprozess an, es traten auch Probleme auf. Im Jahr 2009 hat das Amtsgericht in Krosno die Insolvenz der Firma verkündet. Es wurde jedoch weiter produziert. Im August 2016 hat der globale Beteiligungsholding Coast2Coast Capital die Kontrolle über die Firma übernommen.

 

W. Kruk

W. Kruk ist der älteste polnische Schmuckhersteller. Die erste Werkstatt wurde 1840 in Posen durch Leon Skrzetuski eröffnet und sie hat vor allem sakrale Gegenstände und Schmuck für die Kirche angefertigt. Später wurde die Werkstatt durch seinen Neffen übernommen. Den ersten Juwelier-Laden hat die Firma Anfang der 90er Jahren in Posen eröffnet und ihre Tätigkeit auf  das ganze Land ausgebreitet. Im Jahr 2004 hat W. Kruk einen Vertrag mit Rolex unterschrieben und wurde zum Vertreter der Firma in Polen. Vier Jahre später wurde der Traditionsbetrieb durch Vistula & Wólczanka übernommen. Noch im selben Jahr ist es zu Fusion gekommen und die Firma hat ihren Namen in Vistula Group. geändert. Die Familie Kruk hat mittlerweile die Kontrolle über den Betrieb verloren.

Im Angebot von W. Kruk befinden sich u.a. Ringe, Ohrringe, Halsketten, Armbänder, Anhänger aus paar verschieden Erze und Uhren. Die Läden der Firma befinden sich in über 36 polnischen Städten.

Opoczno


Die Firma Opoczno produziert nicht nur Fliesen, Steingut aber auch Keramik und Badmöbeln. Die Anfänge der keramischen Werkstätten in Opoczno reichen bis 1883 zurück. Damals eröffnete man die erste Fabrik. Man hat anfangs rote Ziegelsteine und andere Keramikwaren hergestellt. Später wurde das Assortiment um Steinzeugfliesen erweitert. Die Entwicklung der Werkstätten wurde durch den I. Weltkrieg stark gebremst. Erst 1924 hat der Betrieb seine Arbeit wiederaufgenommen.

In den 50er Jahren wurde das Unternehmen verstaatlicht. So entstanden die Opoczno Keramik Werkstätte. Anfang des 21. Jahrhundert wurde die Firma privatisiert. Gleichzeitig wurde auch die modernste Produktionswerkstatt in Polen eröffnet. 2007 wurde der Betrieb von der Aktiengesellschaft Cersanit S.A - heute Roverse S.A.- übernommen. Die Steinzeugfliesen sind ein polnisches Exportgut - auch die aus Opoczno. Sie verkaufen sich ziemlich gut in Deutschland, Tschechen, der Slowakei und Ukraine.

Foto: I, Gophi [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons
Foto: I, Gophi [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons

E. Wedel


Der deutsche Konditor Karol Wedel eröffnete 1851 in Warschau eine Konditorei und eine kleine Schokoladenfabrik, die an den Laden angegliedert gewesen ist. Im Jahr 1872 hat sein Sohn Emil Wedel die Firma als Hochzeitsgeschenk bekommen. Er wollte seine Waren vor Fälschung bewahren und beschloss jede seiner Schokoladentafeln zu signieren. Seine Unterschrift funktioniert noch heute als Markenzeichen des Unternehmens. Im Jahr 1936 hat man mit der Produktion der berühmten Vogelmilch (pol. Ptasie mleczko begonnen). Die Firma wurde durch den II Weltkrieg und seine Folgen betroffen. Der damalige Besitzer, Jan Wedel hat den Einwohnern während des Krieges geholfen. Nach dem Krieg wurde der Betrieb nationalisiert und Jan Wedel Zutritt zur eigener Firma verwehrt. Später änderte das Unternehmen seinen Namen und wurde Teil eines speziellen Konzerns zusammen mit Syrena, Milanówek und Płońsk. 1989 ist man zu dem alten Markenamen zurückgekehrt. Am Kauf war Nestle interessiert. Die Firma wurde jedoch von Pepsi & Co gekauft. Nach einiger Zeit wurde es jedoch klar, dass der Investor nur ein Anliegen an den Snacks hat und Wedel wurde geteilt. Leaf übernahmen Syrena, Cadbury die Schokoladenfabrik und Płońsk wandelte nach Danone.

2010 wurde Wedel durch den amerikanischen Konzern Kraft Foods gekauft. Die Europäische Kommission, die einen Monopol auf den Schokoladenmarkt fürchtete, hatte den Verkauf an ein anderes Witschaftssubjekt angeordnet. Der neue Käufer wurde die koreanisch-japanische Gruppe Lotte.

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