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Montag, 10. Dezember 2018
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Die Agentur Fitch beließ das Rating der Kreditwürdigkeit bei A- mit einem stabilen Ausblick.

A- ist die siebtbeste Note, die von der Ratingagentur Fitch ausgestellt werden kann. Ähnlich wird Polen auch von S&P benotet - mit BBB+ also der achtbesten und von Moody's mit A2 also der sechstbesten Note. 

Mit der Einstufung dürfte man sich zufriedengeben, denn es wurden keine negativen Signale von Fitch gesendet, auch den Ausblick hat man bestätigt. Darauf setzten auch Wirtschaftler ihr Geld, denn diese Bonitätsnote bleibt bereits seit mehr als 10 Jahren für Polen unverändert. 

Die Analytiker der Ratingagentur haben auch Polens Rating widergespiegelt, die soliden makroökonomischen Grundlagen, die durch eine gesunde Geldpolitik und einen fundierten Banksektor gefördert werden. Die Bonitätseinstufung ist durch den schwachen BIP-Pro-Kopf begrenzt, der unterhalb des Medians bei Ländern mit ähnlicher Note liegt, sowie durch die hohe netto Auslandsverschuldung  (32% des BIP im Quartal 2017) - informierte Fitch in seiner Aussendung.

Auch eine Wachstumsprognose für 2017 und die kommenden Jahre wurde von der Ratingagentur abgegeben. Laut den Fitch-Analytikern wird heuer das polnische BIP um 4,4% wachsen - vor allem dank der starken Inlandsnachfrage und den Investitionen, die mit Hilfe der EU-Fördermittel finanziert werden. Die kommenden Jahre dürften aber eine Wachstumsverlangsamung mit sich bringen. 2018 soll das polnische Bruttoinlandsprodukt um 3,6% und 2019 um 3,2% wachsen. Der Risikofaktor für das Wachstum ist laut Fitch der Arbeitskräftemangel, sowie die steigende Inflationsrate. Die Ratingagentur geht auch davon aus, dass die polnische Nationalbank ab dem kommenden Jahr regelmäßig anheben wird.

Laut Fitch wird heuer zwar das Haushaltsdefizit 1,8% des BIP erreichen, bei 2,5%, die 2016 verzeichnet wurden, doch in den kommenden Jahren dürfte sich dies durch die steigenden Ausgaben für Pensionen und Infrastruktur ändern. 2018 soll das Haushaltsdefizit bei 2,3% und 2019 bei 2,5% des BIP liegen. Trotzdem dürfte sich die Schuldenquote gegenüber dem BIP bei 53% stabilisieren.

 Es wurde außerdem darauf hingewiesen, dass der aus November stammende Antrag zum Strafverfahren gegen Polen, das von der EU-Kommission eingeleitet wurde, zusammen mit angespannten Verhältnissen zu den anderen EU-Regierungen, das Risiko der Begrenzung von EU-Fördermitteln für Polen zwischen 2021-2027 erhöhen. Hier könnte ein Domino-Effekt eintreten, was sich schlecht auf die öffentlichen Finanzen auswirken könnte.

Fitch warnte, dass jegliche Zeichen für Abklingung der Beteutung der Defizitgrenze, die bei 3% des BIP liegt, negatives Handeln der Agentur beim Rating nach sich ziehen könnte. Auch die Verschlechterung des Investitionsklimas könnte Einfluss auf die Bonitätseinstufung haben. 

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