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Warszawa

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  • 27 Mai 2018

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Poznan

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  • 27 Mai 2018

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  • 27 Mai 2018

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Sonntag, 27. Mai 2018
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Arbeitnehmer an der Weichsel können alles andere als zufrieden sein, denn der Staat kassiert bei den Löhnen mächtig ab. Das geht aus einer Studie des Beratungsunternehmens PwC hervor.

Aus dem Bericht Arbeit in der EU - Steuern und Sozialbeiträge 2018 (poln. Praca w UE - podatki i składki 2018) geht hervor, dass ein durschnittlicher Alleinstehender in Polen 71% seines Gesamtlohnes erhält. Damit liegt der Nettolohn an der Weichsel unterhalb der EU-Durchschnitts (73%). Auf die verbliebenen 29% setzen sich die Einkommensteuer sowie Beiträge, die der Arbeitgeber im Namen des Arbeitnehmers abführt. Im europäischen Vergleich belegt Polen Rang 15. zusammen mit Rumänien, Lettland und Kroatien. Die Spitzengruppe bilden wiederum Zypern mit einem Nettolohn von 91% des Gesamtlohnes, Malta (81%) sowie Estland, Irland und Großbritannien (80%). Besser als Polen scheidet auch Österreich mit 73% ab. In Deutschland bekommen wiederum die Arbeitnehmer nur 61% von ihren Gesamtlohn.

Wenig Gründe zur Freude haben auch Familien in Polen. Mit einem durchschnittlichen Gehalt können sie zwar auf 77% des Bruttolohnes hoffen (EU-Durchschnitt liegt bei 79%) aber damit liegt das Land an der Weichsel erst auf dem 18. Platz unter allen 28 Mitgliedsländern. In der Analyse von PwC wurden auch Steuervorteile für Kinder und Eheleute berücksichtigt.

Beim Thema Steuervorteile ist auch der Steuerfreibetrag nicht zu vergessen. Polen steht mit nur 6.600 Zloty (ca. 1570 Euro) erst auf dem 21. Platz unter den EU-Ländern schlecht dar. Noch schlechter ist es nur in Italien, Lettland, Tschechien und Rumänien. Hier scheidet wiederum relativ gut Österreich (11.000 Euro) und Deutschland (8.820 Euro) ab.

Experten von PwC haben auch die Löhne der Wohlhabenden unter die Lupe genommen. So wurden Personen definiert, die das Fünffache vom durchschnittlichen Lohn verdienen. Der Nettolohn liegt bei Alleinstehenden bei 67% (Platz 10. in der EU) und bei Familien sind es 73% (6.).  Do Wohlhabende dürften besorgt in die Zukunft schauen, denn die Regierung will eine Solidaritätssteuer für Gutverdiener einführen. Sollte das tatsächlich geschehen, so dürfte Polen noch schlechter im Vergleich zu anderen EU-Ländern abschneiden - prophezeien Experten von PwC.

Quelle: PwC

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