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Neue Verjährungsfristen in Polen

Bisher waren sehr lange Verjährungsfristen ein enormes Problem in Polen. Die regelmäßige Verjährungsfrist betrug 10 Jahre. Dies führte dazu, dass in diesem Zeitraum keine Rechtssicherheit und kein Rechtsfrieden geboten waren. Während dieser Frist konnte man jeder Zeit seine Ansprüche geltend machen. Um gegen dieses Problem vorzugehen wurde ab dem 9. Juli 2018 die regelmäßige Verjährungsfrist verkürzt. Der Gesetzgeber entschloss sich aber auch, manche andere Verjährungsfristen zu verlängern und auch andere Änderungen vorzunehmen. 

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Donnerstag, 16. August 2018
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Teschen (Cieszyn)

Die Stadt an der polnisch-tschechischen Grenze war ehemals die Hauptstadt des gleichnamigen oberschlesischen Herzogtums. Sie ist Zentrum des oberschlesischen Protestantismus und seit dem Ersten Weltkrieg zwischen Polen und Tschechien (ehem. Tschechoslowakei) geteilt.

Gemäß einer alten Sage wurde die Stadt Teschen im Jahre 810 von den drei Söhnen des polnischen Königs Leszek III. gegründet. Die Brüder sollen sich an einer Quelle der Olsa überraschend wiedergetroffen und dort eine Stadt gegründet haben, die sie „Cieszyn“ (vom poln. „cieszyć się“ / sich freuen) nannten. Tatsächlich ist bereits im Jahre 1155 eine Kastelanei Teschen als Grenzburg des zum Königreich Polen gehörigen Bistums Breslau urkundlich belegt. Die vorgeschichtlichen Funde auf dem Burgberg der Stadt gehen jedoch bis ins 9. Jahrhundert zurück. Hier steht bis heute die Nikolauskirche, eine vorromanische Rundkapelle des 11. Jahrhunderts. Sie ist das älteste erhalten gebliebene Gebäude Schlesiens. Im Jahre 1223 wird dann auch ein Suburbium, also eine altpolnische Stadt unter der Teschener Burg urkundlich erwähnt.

Im Jahre 1163 kam Teschen an das neu gegründete Herzogtum (Oppeln-)Ratibor. 1281 wurde das Herzogtum – damals noch mit dem Auschwitzer Gebiet verbunden - bei der Teilung des Oppeln-Ratiborer Gebietes unabhängig. 1327 unterstellten sich die Teschener Piastenherzöge dem Königreich Böhmen. Diese Linie beherrschte das Teschener Gebiet sowie andere Teilherzogtümer in Schlesien bis ins 17. Jahrhundert hinein. Ihr Sitz war die Teschener Burg.

 

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Unter der Burg legte Herzog Wladislaus I. von Oppeln (1246 – 1281) eine deutschrechtliche Stadt an. Der älteste Hinweis darauf ist die Erwähnung eines Dominikanerklosters aus dem Jahre 1263. Eine „civitas Tessin“ erscheint 1284 erstmalig in den Urkunden. Von Teschen aus wurde auch das Beskidenvorland in der Folgezeit deutsch besiedelt. Mit 162 Bürgerhäusern zählte die Stadt zu den größeren Gründungen der damaligen Zeit. Im Mittelalter war die Stadt zweisprachig, deutsch und polnisch. Einen wirtschaftlichen Aufschwung nahm die Stadt dann v.a., als der Fugger-Thurzo-Konzern, der „Gemeine Ungarische Handel“, die Straße über den Jablunka-Pass ausbaute und Teschen zu einer Handelsstation machte.

Von besonderer Bedeutung für Teschen ist bis heute die Reformation, die bis 1545 umgesetzt wurde. Obwohl der Landesfürst, Adam Wenzel, 1610 zum Katholizismus übertrat, kam die Gegenreformation doch erst mit der Errichtung einer Jesuitenresidenz im Jahre 1670 in Gange. Erst 1683 war die Stadt wieder vollkommen katholisch. Ein Teil der Evangelischen wanderte aus. Als heimgefallenes Lehen unterstand die Stadt dann seit 1653 direkt dem Kaiser. Eine geistige Wende brachte die nach der Altranstädter Konvention 1709 errichtete evangelische Gnadenkirche, die bis 1740 die einzige protestantische Kirche Oberschlesiens war. Von hier aus betreuten fünf Pastoren an die 40.000 protestantische Gläubige. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg verblieb das Teschener Land beim Königreich Böhmen. Teschen wurde so nach dem Toleranzpatent von 1781 Sitz des evangelischen Konsistoriums für die ganze K&K Monarchie. Im 18. Jahrhundert kam Teschen als Lehen an die Herzöge von Lothringen, die 1837 auf dem Schlossberg ein neues Schloss errichten ließen.

Im 19. Jahrhundert wurde Teschen zu einem Mittelpunkt der nationalen Gegensätze. Zwischen den nationalpolnischen und deutschnationalen Bestrebungen waren insbesondere die „Schlonsaken“, die polnischsprachigen aber deutsch gesinnten Protestanten des Teschener Gebietes, umkämpft. Durch den Anschluss an das habsburger Eisenbahnnetz kam es in Teschen im 19. Jahrhundert parallel zu einem wirtschaftlichen Aufschwung. Zahlreiche Neubauten entstanden in der Stadt. Nach dem Zusammenbruch der K&K Monarchie am Ende des Ersten Weltkrieges wurden die Stadt Teschen und  das alte Teschener Herzogtum zwischen Polen und der Tschechoslowakei vom Völkerbund geteilt. Während der polnische Teil von Teschen daraufhin schnell polonisiert wurde, hielt sich im tschechoslowakischen Teil der Stadt noch eine deutsch-schlonsakische Mehrheit. Die Besetzung des Olsa-Gebietes durch Polen 1938 brachte noch einmal eine kurze Wiedervereinigung der Stadt, die 1945 wieder endete. Erst seit der EU-Mitgliedschaft Polens und Tschechiens im Jahre 2004 ist die innerstädtische Grenze wieder offen, so dass man problemlos die Seiten der Olsa wechseln kann.

Zentrale Sehenswürdigkeit in Teschen ist die Teschener Burg mit der Burgkapelle der Heiligen Nikolaus und Wenzel und dem habsburger Jagdschloss. Der befestigte Burgbau wurde vermutlich unter den Herzögen Kasimir I. und Primislaus I. von Teschen als Rechteckanlage mit vier Türmen ausgebaut. Das Oberschloss wurde 1839 geschleift und stattdessen eine romantische Parkanlage mit künstlichen Ruinen errichtet. Vom gotischen Schloss hat sich lediglich der sog. Piastenturm aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erhalten. Er dient heute als beliebter Aussichtsturm. Die Rotunde der Heiligen Nikolaus und Wenzel gehört zu den wichtigsten Sakaralbauten vorromanischer Zeit im östlichen Mitteleuropa. Sie wurde vermutlich in der Mitte des 11. Jahrhunderts als einziger Massivbau in der damals hölzernen Burg errichtet. Klassizistische Umbauten wurden 1941 wieder beseitigt. Die Kirche hat schmale Rundbogenfenster und Kegeldächer. Im Schiff befindet sich eine säulengestützte Empore. Die Rotunde in Teschen ist damit das älteste Kirchengebäude im heutigen Polen. Am Hang auf der Stadtseite des Burgberges wurde 1838 bis 1840 anstelle der Niederburg ein Spätklassizistisches Jagdschloss für Erzherzog Karl von Habsburg errichtet. Nach 1945 wurde das Schloss zur Musikschule umgebaut.

Besonders elegant wirken in Teschen das Rathaus und der Ring. Das barock-klassizistische Rathaus am Ring wurde im 16. Jahrhundert an der Südseite des Teschener Ringes als Steinbau errichtet. 1726 wurde ein Fest- und Theatersaal angebaut. 1788 wurde das Gebäude teilweise zerstört und um 1800 im klassizistischen Stil wiederaufgebaut. Nach einem erneuten Brand erfolgte der Wiederaufbau ab 1844. Das heutige Gebäude hat ein Walmdach und einen dreigeschossigen Turm. Am Ring gibt es bis heute viele schöne alte Häuser, z.B. Nr. 20, das Hotel „Zum braunen Hirsch“, errichtet 1912 im Neobarock-Jugendstil. Andere Häuser am Ring weisen Renaissance- und Barockelemente auf. Viele Häuser haben Laubengänge. Mitten auf dem Ring steht ein Brunnen mit der Figur des Heiligen Florian. Er stammt vermutlich aus den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts.

Die Stadt Teschen besitzt zudem zahlreiche sehenswerte Kirchen. Dazu gehört die Kath. Pfarrkirche zum Heiligen Kreuz (ehem. Jesuitenkirche). Die Jesuiten kamen bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts zur Gegenreformation nach Teschen. Anfang des 18. Jahrhunderts errichteten sie mit Hilfe von Kaiser Leopold I. östlich des Ringes in Teschen eine Kirche mit Kollegium. Nach der Auflösung des Ordens wurde diese Gymnasialkirche. Heute dienst sie als Franziskanerkirche und das ehem. Kollegium als Kloster dieses Ordens. Die spätbarocke Saalkirche wurde Ende des 18. Jahrhunderts grundlegend umgebaut und in den folgenden Jahrhunderten mehrfach renoviert. Der quadratische Fassadenturm hat eine durchbrochene Barockhaube. Der Hauptaltar ist spätbarock. Das neben der Kirche liegende ehem. Kollegium wurde nach der Auflösung des Jesuitenordens zu einer Bibliothek und zu einem Museum umfunktioniert.

Ebenso sehenswert ist die Kath. Pfarrkirche St. Maria Magdalena. Die ehem. Dominikanerkirche wurde an Stelle eines Holzbaues in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts neben dem Teschner Ring errichtet. Es handelt sich um eine Stiftung der Herzogin Euphemia, der Ehefrau Herzogs Wladislaus von Oppeln. Von ca. 1263 bis zum Stadtbrand 1789 wurde die Kirche von den Dominikanern betreut. Danach wurde sie als Stadtpfarrkirche St. Maria Magdalena im spätbarock-klassizistischen Stil wiederaufgebaut. Seitdem fanden mehrere Renovierungen statt, zuletzt um das Jahr 2000. Die gotische Backsteinkirche enthält Steindetails aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Das einschiffige Langhaus ist barockisiert und mit Kapellen aus dem 17. und 18. Jahrhundert flankiert. Der Hauptaltar stammt aus dem Jahre 1794. Die Kirche enthält das Grabmal von Herzog Primislaus I. (?), Herzog von Teschen aus der Zeit um 1380/90.

Von hervorgehobener Bedeutung ist aber die evangelische Gnadenkirche zum Namen Jesu am Rande der Innenstadt. Ursprünglich außerhalb der Stadtmauern gelegen, wurde sie zwischen 1709 und 1723 als evangelische Gnadenkirche nach der Altranstädter Konvention errichtet. Der Turm stammt aus dem Jahre 1750. Seitdem ist die Kirche Zentrum des Protestantismus in der Region, seit dem Ersten Weltkrieg sogar ganz Polens. Die Kirche enthält drei Emporen, einen Rokoko-Hauptaltar sowie eine spätbarocke Kanzel mit Salvator-Mundi-Figur auf dem Baldachin. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1785.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Dreibrüderbrunnen, der an die Gründung der Stadt erinnert, sowie der Larisch-Palast mit dem Museum des Teschener Schlesien (Muzeum Śląska Cieszyńskiego).

 

 

 

Zum Reiseführer:

Nach seinen wissenschaftlichen Publikationen zur Geschichte und Kultur Oberschlesiens sowie seinen zahlreichen Reisen in die Region stellt Prof. Dr. Ralph Wrobel jetzt einen Überblick über die Geschichte des Landes sowie seine Sehenswürdigkeiten als „Online-Reiseführer Oberschlesien“ ins Internet. Mit vielen farbigen Fotos, Übersichtskarten und Beschreibungen nimmt er Sie mit auf die Reise durch das Land „fern von gebildeten Menschen, am Ende des Reiches“, wie es im ausgehenden 18. Jahrhundert Johann Wolfgang von Goethe noch schrieb. Wie dabei deutlich wird, handelt es sich bei Oberschlesien heute um eine multikulturelle Landschaft im Herzen Mitteleuropas, die eine Reise wert ist.   

Der Reiseführer ist online unter www.orf-oberschlesien.de erreichbar.

 

Groß Rauden (Rudy)

Tief in den oberschlesischen Wäldern östlich von Ratibor war über Jahrhunderte das größte Zisterzienserkloster Oberschlesiens: Kloster Rauden! Nach der Säkularisation im Jahr 1810 wurde die Anlage zum Sitz der Fürsten von Ratibor. Heute ist die alte Klosteranlage frisch renoviert.

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Oppeln (Opole) – die Hauptstadt Oberschlesiens

Wenn Oberschlesien eine traditionelle Hauptstadt hat, dann ist es Oppeln. Die Stadt an der Oder wahr Jahrhunderte Residenz der oberschlesischen Piasten, später Sitz der habsburgischen sowie der preußisch-deutschen Landesregierungen. Heute ist Oppeln Hauptstadt der gleichnamigen Wojewodschaft.

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Plawniowitz (Pławniowice)

Das Schloss der Grafen von Ballestrem, einem oberschlesischem Magnatengeschlecht mit „Migrationshintergrund“. Die Vorfahren kamen im 18. Jahrhundert aus Italien nach Schlesien.

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