1. Warszawa
  2. Wroclaw
  3. Poznan
  4. Krakow
  5. Opole
  6. Gdansk
  7. Lublin
leicht bevölkt

9.65°C

Warszawa

leicht bevölkt
Luftfeuchtigkeit: 88%
Wind: NNWbei0.45 M/S
klarer Himmel

11.06°C

Wroclaw

klarer Himmel
Luftfeuchtigkeit: 96%
Wind: Wbei2.06 M/S
aufgelockerte Wolken

11°C

Poznan

aufgelockerte Wolken
Luftfeuchtigkeit: 93%
Wind: SWbei2.06 M/S
stark bevölkt

9.34°C

Krakow

stark bevölkt
Luftfeuchtigkeit: 94%
Wind: WSWbei2.06 M/S
stark bevölkt

8.58°C

Opole

stark bevölkt
Luftfeuchtigkeit: 86%
Wind: Wbei2.4 M/S
leicht bevölkt

10.87°C

Gdansk

leicht bevölkt
Luftfeuchtigkeit: 93%
Wind: WSWbei4.12 M/S
leicht bevölkt

8.09°C

Lublin

leicht bevölkt
Luftfeuchtigkeit: 100%
Wind: Wbei3.09 M/S

Ein Stück Ägypten in Polen - die bekanntesten Pyramiden an der Weichsel

 

 

Die riesigen Pyramiden aus Ägypten kennt jeder. Doch kaum einer weiß, dass auch in Polen solche Bauwerke  zu finden sind. Manche sind sogar älter als die weltbekannten Sehenswürdigkeiten. 

Weiterlesen ...
Donnerstag, 23. September 2021
Hauptmenü
Anzeige

Pixabay
Pixabay

Der Giewont ist ein besonderer Ort in Polen. Das unzertrennliche Symbol mit ihm ist das Kreuz. Doch wieso wurde es dort angebracht?

Das Kreuz wurde auf dem Giewont 1901 platziert und am 19. August 1901 geweiht. Auf die Idee, das Kreuz dort anzubringen, ist der Pfarrer von Zakopane, Kazimierz Kaszelewski und die lokalen Bergbewohner gekommen. Kaszelewski nahm sich ein Beispiel an Italien, wo auf Bergspitzen Kreuze angebracht wurden.

Obwohl Polen damals auf der Landkarte nicht existierte, fühlten sich Schöpfer und Politiker in Zakopane mit Polen verbunden. Zu dieser Zeit herrschte ein sehr starkes Gefühl, dass ein bestimmter Teil der Tatra zu Polen (offiziell Galizien) gehörte, wovon der sogenannte Meerauge-Streit vielleicht der stärkste Ausdruck war. 1902 wurde der Konflikt gelöst und das Meerauge gehört dank dessen zu Polen.

Anfangs gab es 2 Orte, wo das Kreuz aufgestellt werden sollte – der Giewont und Czerwone Wierchy. Letztendlich hat man sich für Ersteres entschieden. Gründe dafür gab es viele. Unter anderem ist der Giewont deutlich höher über Zakopane und ist somit vom Weiten aus sichtbar. Sein charakteristisches Massiv zieht die Aufmerksamkeit auf sich und ist auch mit Legenden verbunden, die unter den Bergbewohnern mindestens seit Ende des 18. Jahrhunderts bekannt sind. In den Höhlen auf dem Giewont sollten Ritter schlafen, welche Polen in der größten Not zu Hilfe kommen. Das Bild eines schlafenden Ritters befindet sich auch in der Silhouette des Bergmassivs.

Das Kreuz, welches sich auf dem Giewont befindet, wurde 1900 in Krakau/Kraków bestellt. Ein Jahr später mussten ab Anfang Juli sämtliche Materialien auf die Bergspitze transportiert werden. Bis zum Tal Kondratowa hat man es mit den Pferden gemacht, danach zu Fuß. Insgesamt mussten 1,8 Tonnen schwere Kreuzelemente und 400 Kilogramm Zement auf die Spitze getragen werden. Rund 500 Menschen waren daran 6 Tage lang beteiligt. Dank der ganzen Mühe konnte das Kreuz schon am 19.08.1901 geweiht werden. An dem Gottesdienst nahmen ca. 300 Menschen teil.

Auf dem Kreuz befindet sich die Überschrift Jesu Christo Deo, restitutæ per ipsum salutis MCM (Für Jesus Christus, Gott zum 1900. Jahrestag seiner Wiederherstellung der Erlösung). Diese Überschrift wurde vom Papst für alle Jubiläumskreuze angeordnet, welche damals in ganz Europa entstanden. 1975 wurde das Kreuz auf dem Giewont gründlich renoviert und sein Sockel gesichert. Im Jahr 2000 wurden 2 Glasfenster in die Konstruktion eingebracht - Jesus Christus, der Barmherzige mit der Überschrift "Jesus, ich vertraue auf dich" und das Auge der Vorsehung. Am 6. September 2007 wurde das Kreuz in das Register der Denkmäler von Kleinpolen eingetragen.

Immer öfter wird es darüber laut, dass dieses Kreuz abgebaut werden soll. Vor allem nach dem tragischen Unglück, als 2019 der Blitz ins Kreuz eingeschlagen hat und dadurch 4 Personen gestorben und 100 verletzt wurden, wollten viele das Kreuz abschaffen. Öfters haben auch LGBT-Angehörige hier manifestiert und auf dem Kreuz eine Regenbogen-Flagge angebracht. Es kommt auch regelmäßig vor, dass jemand auf das Kreuz klettert und dabei einen Sturz oder sogar sein Leben riskiert.

 

Das Kreuz auf dem Giewont erinnert seit Jahren an das christliche Erbe Polens. Es hat sich fest in der Tatra-Landschaft verankert. Trotz hin und wieder aufkommender Gerüchten, dass dieses Kreuz entfernt werden soll, wird dies gar nicht so einfach sein.

FB


Twiter


Youtube