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Montag, 18. Oktober 2021
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Foto: Świat Alpak, Nikola Baron
Foto: Świat Alpak, Nikola Baron

Die Welt ist verrückt nach Alpakas. Im Internet kann man Tausende Bilder dieser Tiere finden. Es entstehen immer mehr Zuchten. Auch in Polen ist es schwer, sich dem Alpakawahn zu entziehen. 

Zuckersüß, weich und flauschig. So werden Alpakas von Personen beschrieben, die das Glück bereits hatten, diesen Tieren zu begegnen. In den letzten Jahren ist die Welt wortwörtlich verrückt nach den kuscheligen Vierbeinern geworden. Jeder will sie kuscheln, streicheln und ein Selfie für Instagram schießen. Der Alpakawahn ist sogar an die Weichsel gekommen, wo immer mehr von diesen Tieren leben. Laut dem polnischen Alpakazuchtverband (pl. Polski Związek Hodowców Alpak) sind es bereits fast 2 Tsd. Einige der polnischen Alpakazüchter haben sich entschieden, mir etwas über das Leben mit diesen Tieren zu erzählen. 

Alpakas, die etwas leichter in der Zucht als Schafe oder Pferde sind, erfordern eine große Fürsorge. Vor allem dürfen sie nicht einsam sein. Alpakas sind nämlich Herdentiere, sie sind nicht imstande, alleine zu leben. Die Folge von Einsamkeit ist unter anderem eine Fehlentwicklung. Zum Glück wissen das die polnischen Züchter sehr gut und vergrößern ihre Herden immer öfter, was nicht nur die Tiere selbst freut, sondern vor allem die Menschen, die mit ihnen Zeit verbringen. “In Europa haben Alpakas außer der Alpakaverwertung, also der Verwertung der Wolle der Tiere, die gleich genannt wird, eine zusätzliche Marktnische gefüllt - die Erholung und tiergestützte Therapie. Sie sind wundervolle Gefährten und viele Menschen wollen außer der Wollproduktion, sie einfach um sich herum haben, sie mögen ihre Gesellschaft. Die Tiere sind wunderschön, sehr intelligent, sanft, drollig… Man sagt, dass sie eine therapeutische Wirkung haben, ihre Nähe und Ruhe verbessert die Stimmung und erlaubt, etwas locker zu lassen”, erzählt Agata Raczyńska vom Alpakarium Rudka 13. 

Die Reise der Alpakas durch die Welt

Polen und Europa sind nicht das natürliche Umfeld der Zotteltiere. “Alpakas kommen aus Südamerika, genauer leben sie in den Anden, an der Schneegrenze, also auf der Höhe von 4-5 Tsd. m ü. d. M. Sie kommen mit dem dortigen, strengen Wetter dank ihres Rosshaars zurecht, das außergewöhnliche Eigenschaften hat. Vor allem sprechen wir hier von der Thermoisolation, aber auch der konkreten Veranlagungen ihrer Körper, wie z. B. dünnflüssigem Blut. Um Vlies zu gewinnen, wurden die Tiere an verschiedene Orte auf der ganzen Welt gebracht. Seit vielen Jahren leben Alpakas auch in Europa. Wichtige Züchter mit langjährigen Traditionen sind Deutschland, Großbritannien, Spanien”, erklärt Agnieszka Pawłowska, die den Hof Alpaki na Okęciu leitet. 

Hingegen Grzegorz Kuliś, der Vorsitzende der Stiftung Alpaki na Kaszubach erinnert, dass die ersten Alpakas nach Polen bereits im Jahr 2004 kamen. Gleichzeitig betont er, dass die Gründe dafür in ihrer Wolle, Fortpflanzung, Alpakatherapie und Touristik lagen. Das bestätigt Daniel Firla vom Alpakaland Królowe - “Die Gründe der Alpakazucht sind verschieden. Einige begeistern diese Tiere und sie sehen es als ein Hobby an, andere bieten den Kontakt mit den Tieren in Form eines ländlichen Tourismus an. Personen mit den entsprechenden Qualifikationen nutzen das ruhige Wesen der Alpakas und führen eine Alpakatherapie. Die letzte Gruppe züchtet die Tiere zu Fortpflanzungszwecken oder um ihr Vlies zu bekommen.”


Foto: Świat Alpak, Nikola Baron

Die eigene Alpakawelt

Viele träumen von einer eigenen kleinen Schar Alpakas. Vor ein paar Jahren, als noch wenige Menschen von der Möglichkeit einer Alpakazucht wussten, kam die Entscheidung sehr oft spontan und manchmal sogar zufällig. Meine Gesprächspartner bestätigten, dass sie davon von Freunden oder aus dem Internet erfuhren. “Die Idee kam völlig spontan. Als ich im vierten Jahr meines Biologiestudiums war, haben wir mit Freunden besprochen, was wir nach dem Studium machen werden. Eines der Mädchen erwähnte etwas über eine Alpakazucht. Ich fand es so interessant, dass ich in die nächstgelegene Alpakazucht fuhr, um die Tiere kennenzulernen und… Ich habe mich verliebt. Von diesem Moment an wusste ich, dass es etwas war, was ich in meinem Leben machen wollte. Natürlich ist viel Zeit zwischen der Idee und ihrer Umsetzung vergangen, weil ich mich auf dem Gebiet der exotischen Tiere sachkundig machen und ihnen die entsprechenden Lebensbedingungen garantieren musste”, erinnert sich Estera Juzwenko. 

“Ich habe jahrelang eine Reitschule geleitet. Doch über die Jahre veränderte sich das Stadtviertel Okęcie bis zur Unkenntlichkeit. Acker verwandelten sich in Bauinvestitionen, auf Wiesen sind Lager und Bürohäuser in die Höhe gewachsen. Uns ist das Reitgelände ausgegangen. Vor dem Jahr 2013 mussten wir die meisten Pferde verkaufen, doch auf dem Hof blieben die Gebäude und Pferdeställe. Die Idee kam im Grunde genommen spontan, man kann sagen durch Zufall. Als ich im Internet surfte, fand ich ein Bild von einem Alpaka. Die vertrauensvollen und lächelnden Mäulchen haben mich verzaubert. Ich begann nach Informationen zu suchen, woher sie kommen, welche Lebensbedingungen sie brauchen, wie die Alpakazucht aussieht. Es stellte sich heraus, dass sie zum Greifen nahe waren. Sie akklimatisieren sich fast überall. Ihre Alpaka-Faser, nicht ohne Grund ‘Wolle der Götter’ genannt, ist das Hauptziel einer Zucht. Ich kaufte die ersten 4 Weibchen, die aus Chile eingeflogen wurden. Die Bilder lügen nicht, meine Mädels haben zu 100% all das bestätigt, was ich im Internet über Alpakas gelesen habe. Es sind unheimlich intelligente Tiere, die sich schnell an neue Orte gewöhnen. Die Qualität ihres Fells ist bei der Berührung einfach ausgezeichnet und die Alpaka-Faser - das beste, was man gewinnen kann - unvergleichlich besser als Schafwolle”, begeistert sich für die Tiere Agnieszka Pawłowska. 


Foto: Alpaki na Okęciu, Magdalena Kuzar

Auf eine ähnliche Art kam Daniel Firla auf diesen Gedanken. “Die Idee einer Alpakazucht war vollkommen zufällig. Vor ein paar Jahren suchte ich bei Google nach Jersey-Kühen und fand ein Bild eines Alpakas. Als ich das Tier in Wirklichkeit sah, habe ich beschlossen, zwei zu nehmen. Nach 2 Wochen kamen die Alpakas zu uns, nach 3 Wochen kauften wir eine weitere. Aktuell besitzen wir bereits 7 Tiere.”

“Meine Eltern kommen aus Podlachien und haben sich entschieden, dorthin im Ruhestand zurückzukehren. Sie kauften ein altes Holzhaus am Rande eines Waldes mit 5 ha Land. Sie säten die Wiesen aus und erträumten sich dort Tiere. Meine Eltern haben sich für Alpakas aus verschiedenen Gründen entschlossen. Vor allem lag die Entscheidung in der Tatsache, dass Alpakas nicht geschlachtet werden”, erinnert sich wiederum Agata Raczyńska. 

Auch im Fall von Grzegorz Kuliś entschied der Zufall. “Wir bekamen 1,5 ha Land und hatten die Idee von einem Ferienbauernhof und Alpakas”, so der Züchter. 


Foto: Grzegorz Kuliś, Alpaki na Kaszubach 

Alpakas für Klein und Groß

Wieso ist Polen jedoch so verrückt nach den flauschigen Tieren? Es ist schwer eindeutig auf die Frage, was Menschen an Alpakas anzieht, zu antworten. Die Mischung von einem süßen Aussehen, großen Augen und einer ruhigen Wesensart macht die Menschen sicherlich abhängig. Einer ähnlichen Meinung ist auch Agata Raczyńska - “Tagtäglich sehen wir, dass, wenn Menschen Alpakas zum ersten Mal vom Nahen kennenlernen, Kontakt mit ihnen haben, sie von ihnen besessen werden. Vielleicht ist es ihr Aussehen und die ruhige Natur. Sie sind wunderschön, sanft, schüchtern und gleichzeitig unterhaltsam. Sie haben es in sich, ziehen an, erfreuen und entspannen.”

In einer von Arbeit und Eile überfüllten Welt erlaubt ein Moment mit den flauschigen Tieren etwas abzubremsen und die ständigen Probleme zu vergessen. Alpakas haben nämlich nicht nur Einfluss auf Kinder, sondern auch auf ihre Eltern. “Der Umgang mit Alpakas ist eine garantierte Flucht von Alltagsproblemen und Stress, hilft das innere Gleichgewicht wiederzufinden und regt den Körper zur Glücksgefühlsproduktion an”, findet Agnieszka Pawłowska. 

Trotzdem haben Alpakas Kinder viel lieber als Erwachsene. “Alpakas sind in der Regel sehr ruhige und freundliche Tiere. Gegenüber Kindern sind sie vertrauensvoller als zu den Erwachsenen. Das hängt wahrscheinlich mit ihrem Gesichtspunkt zusammen. Wenn jemand kleiner als sie ist, sind sie ruhiger. Die meisten Kinder verlieben sich auch auf den ersten Blick in die Alpakas”, erzählt Daniel Firla. Aus diesem Grund sind die Tiere perfekt für eine therapeutische Arbeit. “Die Alpakatherapie ist eine Kontakttherapie, die auf der Zusammenarbeit des Therapeuten und des Patienten mit Alpakas beruht. Sie beeinflusst positiv die motorische, emotionale, kognitive und soziale Entwicklung sowohl bei Kindern, wie auch bei Erwachsenen. Sie ist besonders Menschen mit Entwicklungsmängeln, Dysfunktionen und körperlichen Beeinträchtigungen gewidmet. Man muss jedoch hinzufügen, dass die Alpakatherapie nur andere Formen von Rehabilitationen und Therapien unterstützt, sie jedoch nicht ersetzt. Eine Therapie mit Alpakas verursacht, dass die Teilnehmer lieber an den Aktivitäten teilnehmen, aktiver und engagierter sind und ihre Konzentration länger anhält, als bei Aufgaben, die ohne die Anwesenheit der Tiere gelöst werden. Das Alpaka motiviert zu Tätigkeiten, die dem Kind Schwierigkeiten bereiten. So eine Therapie hilft, die therapeutischen Übungen durchzuschmuggeln, denn aus Sicht des Patienten ist die Tätigkeit ein Spiel und keine Pflicht”, erklärt Estera Juzwenko. 

Trotzdem muss man beachten, dass es echte Tiere sind und keine Spielzeuge. Ihre Geduld kann zwar größer sein, als bei anderen Tieren, trotzdem hat sie ihre Grenzen. Grzegorz Kuliś betont, dass es keine Hunde sind. Man kann sagen, dass Alpakas uns Menschen eher tolerieren, als zu behaupten, dass sie ein freundliches Verhältnis zu uns haben. “Gut vorbereitete Alpakas sollten dem Menschen kein Leid zuzufügen. Man muss dabei im Kopf behalten, dass es immer noch ein Tier ist und man sich entsprechend im Verhalten distanzieren sollte”, betont der Vorsitzende der Stiftung Alpaki na Kaszubach. 

Wie sollte man sich also in der Anwesenheit von Alpakas verhalten? Agata Raczyńska erklärt, dass die meisten Alpakas sich vor plötzlichen, unerwarteten Bewegungen fürchten, sie mögen es nicht, wenn man sie am Kopf, Mäulchen oder Beinen berührt. Das sind ihre sensiblen Stellen. “Alpakas sind gegenüber Menschen nicht aggressiv. Mit Ausnahme von Situationen, in denen sie sich wirklich bedroht fühlen. Dann können sie nämlich treten und spucken. Sie mögen es nicht, wenn man hinter ihnen läuft und sie zu etwas zwingt. Sie zeigen es durch geschickte Ausweichmanöver. Dann sollten wir sie auch nicht drängen. Wenn wir sehen, dass das Alpaka offen für Kontakte ist, zu uns kommt, sollte man sie am besten am Hals und Oberkörper streicheln”, betont die Expertin. 


Foto: Alpakaland, Judyta Palarz-Radecka

Das Leben mit Alpakas

Bevor Touristen und Gäste die Alpakas treffen dürfen, müssen die Tiere ein Haus finden und ein spezielles Training absolvieren. Ihre Besitzer müssen ihnen hingegen optimale Lebensverhältnisse zusichern. Dies betrifft nicht nur einen Schlafplatz und Auslauf, sondern auch ihre Fütterung, Nahrungsergänzung, tierärztliche Pflege und viele andere Sachen. “Die Alpakazucht kann schwierig für Menschen werden, die ihr Abenteuer mit Tieren erst anfangen. Ohne Zweifel lohnt es sich gut vorzubereiten, an einer Schulung teilzunehmen, erfahrene Züchter zu treffen, Zeit in Zuchten zu verbringen und etwas Erfahrung zu sammeln. Vor allem muss man drei Sachen beachten: Erstens - es sind Herdentiere, die unter allen Umständen die Gesellschaft der eigenen Gattung brauchen. Mit einer großen Wahrscheinlichkeit kann man sagen, dass ein einsames Alpaka nicht überleben wird. Alpakas brauchen so viele Impulse von anderen Alpakas wie möglich. Die zweite wichtige Sache ist das Bewusstsein, dass diese Tiere in Polen nicht in ihrer natürlichen Umgebung leben. In unserem Klima gibt es ein anderes Vitamin- und Spurenelementangebot, weswegen man unter allen Umständen regelmäßig eine Nahrungsergänzung durchführen muss. Wichtig ist die Fütterung, ein ständiger Zugang zu Weiden und Heu und vor allem ein spezielles Futter. Das heißt, dass sie ein Rau- und Energiefutter reich an unerlässlichen Nährstoffen bekommen müssen. Die letzte Sache, was nicht heißt, dass sie am wenigsten wichtig ist, ist der Zugang zu Weiden. Man nimmt einen Umrechnungsfaktor von 5-6 Alpakas pro 10 Ar. Je mehr, desto besser. Alpakas brauchen keine speziellen, isolierten Gebäude. Es reicht ein Holzhäuschen, das vor Regen und Wind schützt. Drinnen müssen sie stets Wasser und Heu haben. Es sind sehr saubere Tiere”, erklärt die Besitzerin von Alpaki na Okęciu. 

Die flauschigen Tiere haben keine Probleme mit der Anwesenheit anderer Tiere “Auf unserem Bauernhof leben außer Alpakas auch Ponys, Zwergziegen, Kamerunschafe, Walliser Schwarznasenschafe, Hühner und Enten. Manchmal grüßen unsere Haustiere die Gäste - zwei Labradore und Katzen”, erzählt Daniel Firla vom Alapakaland. Des Weiteren betont die Eigentümerin von Alpaki na Okęciu, dass vieles von anderen Tieren abhängt. Wenn diese freundlich auf Alpakas gesinnt sind, werden sie auch keine Probleme bereiten. 

Grzegorz Kuliś erklärt, dass die größte Ausgabe mit dem Kauf des Alpakas verbunden ist, was einige Dutzend Zloty kosten kann. Auch die tierärztliche Betreuung ist eine ziemliche Belastung fürs Portemonnaie. Zusätzlich ist es schwer, in Polen auf Alpakas spezialisierte Tierärzte zu finden. “Alpakas sind Tiere, die an spezifische Krankheiten erkranken. Ich glaube, es ist eine meiner größten Sorgen, wenn es um die Alpakazucht geht, wegen der Probleme mit dem Zugriff auf Alpakas spezialisierte Tierärzte in unserer Umgebung”, betont Estera Juzwenko. 

Foto: Alpaki na Okęciu, Katarzyna Pawłowska

Ein Nachmittag mit Alpakas

Alle, die einen der polnischen Alpakahöfe besuchen möchten, müssen sich auf eine riesengroße Menge Süßes vorbereiten. Die großen Augen der flauschigen Tiere versetzten bereits viele ins Entzücken. Man kann mit ihnen Zeit auf verschiedene Art verbringen. Die größte Unterhaltung für die Besucher ist immer das Füttern. Alpakas lieben es, Leckerbissen zu bekommen. “Das Füttern mit Möhren ist ein Fixpunkt, egal ob bei Spaziergängen oder beim Besuch im Kindergarten. Es ist der liebste Leckerbissen und der größte Motivator”, kommentiert die Besitzerin von Świat Alpak. Man darf jedoch nicht eigenes Futter mitbringen. Dies kann für die Alpakas gesundheitsschädigend sein. 

“Das Alpakarium ist außer unserer Zuchtarbeit auch ein Treffpunkt mit den Alpakas. Man kann vorab einen Termin vereinbaren, dann führen wir die Gäste auf unserer Farm herum, stellen alle Alpakas vor, erzählen verschiedene Geschichten. Es besteht die Möglichkeit, mit den Alpakas auf dem Gras etwas zu entspannen und in unserer Anwesenheit zu füttern. So ein Besuch dauert normalerweise ungefähr eine Stunde. Wir organisieren auch Spaziergänge mit Alpakas in unserer Gegend. Man kann auch für mehrere Tage kommen, für ein verlängertes Wochenende oder Ferien, sich in unserem Gasthaus aufhalten und dann hat man die beste Gelegenheit, um mit den Alpakas mehr Zeit zu verbringen, zu sehen, wie sie leben und wie das Leben in einer Zucht aussieht”, ermuntert zum Besuch im Alpakarium Rudka 13 Agata Raczyńska. 

Grzegorz Kuliś betont, dass die größte Attraktion der Stiftung Alpaki na Kaszubach das Alpaka- und Lamatrekking ist. Hingegen Geburtstage und Lehrveranstaltungen im Alpakaland sind der perfekte Zeitvertreib für alle Kinder. Die flauschigen Tiere von Świat Alpak besuchen sogar Kindergärten, Krippen oder Pflegeheime.

“Der Gegenstand meiner Tätigkeit ist vor allem die Alpakazucht, also die Steigerung der Qualität der Tiere, ihre Vermehrung und die Gewinnung von Vlies. Doch wenn man Alpakas in einer Stadt hält, kann man nicht unbemerkt bleiben. Deswegen, um die Alpakas den interessierten Gästen näherzubringen, erlauben wir für Besuche und Spaziergänge zu uns zu kommen. Über die Jahre nahmen unsere Tiere an Familien-, Verlobungs- und Hochzeitsfotoshootings teil. Bei uns wurden Geburtstage und Junggesellenabende veranstaltet. Die Tiere waren mehrmals an Filmsets bei Werbespotdrehs dabei, sie nahmen auch an Wohltätigkeitskampagnen teil”, erzählt über ihre Tätigkeit Agnieszka Pawłowska, die ihre zweite Alpakazucht eröffnete - Puszysta Hodowla. 

Trotz der Pandemie lässt das Interesse an Besuchen bei den Alpakas in Polen nicht nach. Die Züchter klagen nicht über wenige Kunden und Alpakas über weniger Leckerbissen. Mit Sicherheit wird die Zahl der Alpakas in Polen in den nächsten Monaten und Jahren anwachsen. Grzegorz Kuliś betont, dass die Tiere noch nicht den Höhepunkt ihres Ruhmes im Land erreicht haben und die Tiere immer noch eine Exotik auszeichnet. Die Bewohner und Touristen werden also immer mehr Möglichkeiten haben, die Alpakas kennen und lieben zu lernen. Wer nämlich ein Mal den flauschigen Tieren begegnet ist, kann sie nicht so leicht vergessen. Und das kann sogar ich bestätigen. 

Dieser Artikel stammt aus dem PolenJournal-Magazin (Onlineausgabe 1/2021) 

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