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Von den Verstorbenen trennt uns nur die Zeit - Die Schädelkapelle von Czermna

 

Sie lockt heran, ruft Unheimlichkeit hervor, bringt zum Nachdenken. Dieses einmalige Werk der religiösen Kunst ist ein besonderes Bild der Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit des Menschen. Über die Schädelkapelle in Czermna erzählte PolenJournal.de der Reiseführer Sławomir Stasiak.

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Donnerstag, 13. Mai 2021
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Königsschloss in Warschau
Königsschloss in Warschau

Kein anderes Gebäude steht so für den Wiederaufbau Polens nach dem Zweiten Weltkrieg wie das Königsschloss in der polnischen Hauptstadt Warszawa (Warschau). Während des Warschauer Aufstandes machten deutsche Truppen von SS und Wehrmacht den frühbarocken Bau dem Erdboden gleich. Vor 50 Jahren, im Januar 1971, begannen die Rekonstruktionsarbeiten an dem Prachtbau. Das Jubiläum ist für die Weichselmetropole ein Anlass, um ihr historisches Juwel zu feiern. Bis zum 40. Jahrestag der Wiedereröffnung im Jahr 2024 sind zahlreiche Veranstaltungen geplant.  

Das gesamte Ensemble von Altstadt und Königsschloss ist so wertvoll, dass es 1980, noch vier Jahre vor Vollendung des Schlossaufbaus, zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde. Als Vorbild für die Arbeiten dienten Bilder des venezianischen Malers Canaletto, der das Leben in Warschau Ende des 18. Jahrhunderts in zahlreichen Gemälden festhielt. Die 23 erhaltenen Bilder des Malers sind bis heute im Schloss zu sehen. 


Warschaus Schlossplatz im Jahr 1945. Foto: UMWarszawa

Die Anfänge des Gebäudes reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück. Den heutigen Bau ließen die Fürsten von Masowien im 15. Jahrhundert als neuen Sitz anlegen. Als die polnische Hauptstadt Ende des 16. Jahrhunderts von Kraków (Krakau) nach Warschau verlegt wurde, erhielt das Schloss den Status der königlichen Hauptresidenz. König Sigismund III. Wasa ließ den Renaissancebau zu einem fünfflügeligen Barockschloss umgestalten. Sein Sohn Władysław IV. Wasa ließ ihm zu Ehren 1644 eine Statue vor dem Schloss errichten, das erste weltliche Denkmal Warschaus. Ebenfalls während des Warschauer Aufstandes zerstört, wurde es bereits 1949 wieder aufgestellt. Seitdem ist es ein beliebter Treffpunkt und Fotomotiv für Einheimische wie Touristen.

Das zweite Leben des Schlosses begann vor genau 50 Jahren. Am 26. Januar 1971 tagte erstmals das Bürgerkomitee für den Wiederaufbau, gut zwei Monate später begannen die Vorbereitungen für die Bauarbeiten, am 17. September 1971 wurde symbolisch der erste Ziegelstein gesetzt. An der Finanzierung beteiligte sich die gesamte polnische Bevölkerung: Im ganzen Land, bei den Gesellschaften der Auslandspolen und sogar auf Transatlantikschiffen waren riesige Spardosen aufgestellt, die schnell mit Geld und Wertgegenständen gefüllt waren. 1977 war die erste Gruppe von Innenräumen fertiggestellt, 1981 fand in den Kellerräumen die erste Ausstellung statt und am 31. August 1984 wurde in einer offiziellen Zeremonie das Schloss der Öffentlichkeit übergeben. In den folgenden Jahren wurden die Arbeiten Schritt für Schritt weitergeführt. Erst vor wenigen Jahren wurden die eindrucksvollen Terrassengärten oberhalb des Weichselufers und die Kubicki-Arkaden restauriert. 


Großer Saal im Warschauer Königsschloss (Foto: Ring/Tropilo)

Das Königsschloss ist heute ein wichtiger Treffpunkt für Bewohner und Gäste der Stadt. Das Schlossmuseum lädt zum Besuch ein, in den Sälen finden regelmäßige Kulturveranstaltungen statt und Heiratswillige können dort den Bund fürs Leben schließen.  Wie vor 50 Jahren ist nun die Bevölkerung anlässlich des Jubiläums aufgerufen, sich an einer neuerlichen Spendenaktion zu beteiligen. Ziel ist es, die wertvollen Stickereien des Königsthrons wiederherzustellen. König Stanisław August ließ die mit Gold- und Silberfäden durchwirkten Arbeiten ebenso wie die gesamte Wandstickerei des Thronsaals 1785-1786 in Lyon anfertigen. Die Wandbehänge wurden bereits seit den 1990er Jahren wiederhergestellt. Nun soll der letzte Königsthron bis 2024 wieder seinen Schmuck mit Silberadlern zurückerhalten. Eine Original-Spardose von 1971 soll dazu im Schlosshof für Spenden aufgestellt werden. 

In Zeiten von Corona fallen die offiziellen Feierlichkeiten des Jubiläums bescheiden aus. Das Schloss selbst ist für Besucher derzeit geschlossen, doch ab dem 26. Januar wird es Visualisierungen an der Schlossfassade und Ausstellungen in den Schlossgärten geben. In den kommenden Jahren bis 2024 sind vier große Ausstellungen geplant, die sich der Geschichte des Schlosses und seinen Sammlungen widmen. Geplant sind zudem wissenschaftliche Konferenzen und Veröffentlichungen.

Infos zum Schloss unter www.zamek-krolewski.pl, touristische Infos über Warschau unter www.warsawtour.pl, zum Reiseland Polen unter www.polen.travel 

 

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