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Die stürmische Geschichte des Schlosses Kamenz

In Kamenz/Kamieniec Ząbkowicki in Niederschlesien befindet sich ein neugotisches Schloss. Beeindruckend, mysteriös und in vieler Hinsicht außergewöhnlich. Mit einer faszinierenden Geschichte über eine verbotene Liebe, die sich für einen Roman oder ein Drehbuch eines Netflix-Filmes eignet. Jahrelang vergessen und verkommen. Jetzt hat es die Chance auf eine bessere Zukunft. 

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Dienstag, 02. März 2021
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Die Behörden der Stadt haben das Ziel, diese historische Perle der postindustriellen Architektur käuflich zu erwerben.

Der Präsident von Beuthen/Bytom bot dem Eigentümer (die Gesellschaft Rezonator SA) des historischen Denkmals einen Kaufpreis in Höhe von 814 000 zl an, also so viel, wie der private Investor 2016 für das Objekt bezahlt hat. Es ist bereits ein weiterer Versuch der lokalen Behörden, das Kraftwerk zu übernehmen. Den Behörden ist die  Zukunft dieses Objektes sehr wichtig. Aus diesem Grund versuchen sie es schon seit zwei Jahren zu übernehmen. Sie möchten das Denkmal vor dem Niedergang beschützen.  Das Kohlekraftwerk ist untrennbar mit der Geschichte der Industrie der Stadt verbunden. Durch die Vernachlässigung des jetzigen Besitzers ist die Zukunft dieses Objektes ungewiss. Die Stadt bereitet Projekte zur Entwicklung von postindustriellen Gebieten und Einrichtungen vor, für die sie im Rahmen des Fonds gerechter Transformation (pl.Funduszu Sprawiedliwej Transformacji) die benötigten Geldmittel aufbringen will. Die Übernahme des Kraftwerks Szombierkierki durch die Gemeinde würde es ermöglichen, diese Mittel zu nutzen, auch um eine neue Funktion für das Objekt zu finden. Die Behörden führen auch Gespräche mit der Stiftung Europa Nostra, die dieses Kraftwerk als eines der sieben am stärksten gefährdeten Objekte des europäischen Kulturerbes erachtet

Da die Versuche das Kraftwerk kostenlos zu übernehmen, nichts brachten, haben die Behörden dem Eigentümer angeboten, es zu dem Preis zu kaufen, zu dem er es 2016 gekauft hat, d.h. 814 000 zl, damit das Denkmal erhalten bleibt. Schon letztes Jahr wurde bei dem Schlesischen Woiwodschaftsdenkmalpfleger die Überprüfung des Zustands des Kraftwerks und seiner Ausstattung beantragt. Die Inspektion fand dann im Februar 2020 statt. Der schlesische Konservator wies auf die Notwendigkeit hin, folgende Arbeiten bis zur Renovierung des Objekts durchzuführen: Sicherungsarbeiten des Uhrenturmdachs, des Maschinenraumdachs, des Pumpwerkdachs, des Heizungskellerdachs und des äußeren Fassadenbelags. Das alles sollte bis zum 31. Oktober 2020 gemacht werden. Am 19. November fand dann wieder eine Kontrolle statt. Der Besitzer ist aber nicht erschien.

Dominika Kściuczyk, die lokale Konservierungsbeauftragte, betonte, dass bei der Inspektion vor Ort nicht nur ein schlechter technischer Zustand einiger der Gebäude festgestellt wurde, sondern auch ihr unzureichender Schutz.

Historisches Denkmal

Das Kraftwerk Szombierki ist eine der größten und ältesten Industrieanlagen in Beuthen/Bytom. Es begann am 29. November 1920 zu arbeiten. Der Gebäudekomplex wurde im modernistischen Stil von Emil und Georg Zillmann entworfen, die u.a. die historische Arbeitersiedlung Nikiszowiec in Kattowitz/Katowice erschufen.

Die Architektur ist von mittelalterlichen preußischen Burgen inspiriert. Das Gebäude hat massive Ziegelmauern, emporstrebende Fenster und einen Innenhof sowie die drei charakteristischen 120 Meter hohen Schornsteine und einen Uhrenturm. Das Kraftwerk war jahrzehntelang eine der wichtigsten Industrieanlagen in Schlesien. Im Jahr 1998 stellte man die Stromerzeugung ein, und die Wärmeproduktion wurde 2011 abgeschlossen. Aufgrund seiner Architektur wurde das Kraftwerk Szombierki einige Zeit lang für die Organisation verschiedener Veranstaltungen genutzt.

Im Jahr 2013 wurde das Objekt, das sich damals im Besitz der Gesellschaft Fortum SA befand, in das Denkmalregister eingetragen. Aufgelistet wurden: Heizungskeller, Pumpwerk, Maschinenraum, Stromschaltanlage, Verwaltungsgebäude, Uhrenturm, Kohlenturm, drei Schornsteine, das Wachhaus und die Umgebung dieser Einrichtungen. Im Oktober 2016 verkaufte Fortum die Anlage an einen neuen Eigentümer - Rezonator SA aus Gleiwitz/Gliwice. Am 26. Oktober 2020 wurde der Umfang der Eintragung in das Denkmalregister zusätzlich um die Umgebung des historischen Heizkraftwerkskomplexes von Szombierki erweitert.

 

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