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Parawaning an der Ostsee

Ausländische Urlauber sind oft verwundert, wenn sie die polnischen Strände zum ersten Mal sehen. Auf denen kann man nämlich wegen der vielen Windschütze – Parawan, nur wenig Sand sehen. Was für die Bewohner Polens völlig normal ist, ist für Ausländer ziemlich verrückt. Was haben also die Polen mit dem Parawan? 

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Sonntag, 25. August 2019
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Altstadt in Lublin, das Krakauer Tor | Foto: polskapogodzinach.pl
Altstadt in Lublin, das Krakauer Tor | Foto: polskapogodzinach.pl

Zusammen mit dem Frühling und den grün werdenden Blättern, werden unsere Urlaubspläne immer konkreter. Das Urlaubsziel Polen erfreut sich stets größerer Beliebtheit. Doch hat das Land neben den Klassikern und Orten, die aus Reiseführern allgemein bekannt sind, noch mehr zu bieten? Selbstverständlich!

Touristen aus aller Welt entscheiden sich immer öfter, ihren Urlaub in Polen zu verbringen. Das verdeutlichen auch Statistiken. Laut den Daten, die vom Statistischen Hauptamt GUS veröffentlicht wurde, haben 2018 rund 33,9 Mio. Touristen Übernachtungsobjekte mit 10 und mehr Übernachtungsplätzen genutzt. Insgesamt wurden 88,9 Mio. Übernachtungen gebucht. In Vergleich zu 2017 bedeutet das einen Anstieg um +6% und +5,9%. Ins Auge fallen auch die Daten, die im Bericht von IPK International veröffentlicht wurden. Während der Reiseverkehr in Europa um 5% gestiegen ist, verzeichnete Polen ein doppelt so hohes Wachstum. In dieser Hinsicht ist das Land an der Weichsel der Spitzenreiter auf dem Kontinent. Warum? Die Antwort auf diese Frage ist alles andere als einfach und eindeutig, denn das Wort “Urlaub” hat für jeden von uns eine andere Bedeutung. 

Warum Urlaub in Polen?

Die Liste der Gründe, warum man seinen Urlaub in Polen verbringen sollte, ist wahrscheinlich mindestens so lang, wie man diesem Wort Bedeutungen zuschreiben könnte. In dieser Zusammenstellung finden wir auf jeden Fall eine moderne Infrastruktur, ein breites Angebot sowie gute Preise. “Die breit gefasste touristische Infrastruktur in Polen ist recht modern. Viele Touristen entscheiden sich für diese Richtung auch aus finanziellen Gründen. In Polen sind in den vergangenen Jahren viele Objekte entstanden, die sehr gut bewertet werden. Sie bieten einen hohen Standard zu vorteilhaften Preisen. Man muss jedoch vor allem unterstreichen, dass die Verwalter der einzelnen polnischen Regionen immer bewusster werden und sich bemühen, damit ihr Angebot komplex und vielfältig ist. Den Trends im Tourismus kommen auch Sehenswürdigkeiten entgegen. Interaktive Objekte und Museen sind fast in jeder Stadt präsent, was die Entwicklung von Städte- und Kulturtourismus fördert” - erklärt Grzegorz Cendrowski, der Sprecher der Polnischen Tourismus Organisation. “Das Wichtigste ist jedoch die Tatsache, dass die Anzahl der Unterkünfte mit unterschiedlichem Standard immer höher wird. Dadurch kann jeder von uns in solchen Bedingungen übernachten, die er für entsprechend hält. Im Grunde genommen kann sich jede Region mit eleganten Hotels und Spa & Wellnessobjekten auf europäischem Niveau rühmen. Zu Verfügung stehen auch Pensionen und Urlaubshäuser, die für einen günstigen Preis ein Dach über dem Kopf bieten” - fügt Ewa Kubaczyk aus der Polnischen Tourismuskammer hinzu. 

Neben den Übernachtungsquartieren und den interaktiven Tourismusobjekten haben wir es mit einer Revolution auch im Rahmen des sog. Aktivtourismus zu tun, was Kasia Łaskawiec und Tomasz Sawirski aus dem Blog Polska Po Godzinach gegenüber PolenJournal.de bestätigten. “Die Infrastruktur in Polen entwickelt sich in einem beeindruckenden Tempo. Nach dem Erfolg von GreenVelo - dem Megaradwanderweg, der entlang der polnischen Ostgrenze führt - setzen auch andere Regionen auf die Entwicklung in diesem Bereich. Zuletzt wurden die Arbeiten an modernen Radwanderwegen entlang der schönsten polnischen Flüsse beschleunigt - am Weichsel-Radwanderweg und am Velo Dunajec in Kleinpolen. Viel los ist auch in Pommern und Westpommern, wo die Konzepte für den BlueVelo und die Kaschubische Marschroute ausgearbeitet werden. Die Entwicklung der Straßen- und Bahninfrastruktur ermöglicht ein problemloses Reisen und in den modernen Zügen ist es einfacher das Fahrrad zu transportieren”- sagen die Globetrotter. 

Die Attraktivität Polens hinsichtlich der Preise bestätigte auch die Onlinebefragung, die von PolenJournal.de durchgeführt wurde. Die Mehrheit der Befragten bezeichnete das Preis-Leistungsverhältnis als “gut” oder “sehr gut”. Die Aussage von Ewa Kubaczyk aus der Polnischen Tourismuskammer, bestätigte u.a. Elisabeth Wassermann, die zugegeben hat, dass die Preise zwar noch günstiger als beispielsweise in Deutschland sind aber langsam steigen. “Man kann günstig spartanisch übernachten, andererseits gibt es auch recht teure Hotels auf sehr hohem Niveau” - fügt die PolenJournal.de-Leserin hinzu. 

Unabhängig davon, für welches Hotel wir uns entscheiden, können wir auf jeden Fall auf die polnische Gastfreundlichkeit hoffen. Diese wurde sogar von dem Portal Booking.com preisgekrönt. In der PolenJournal.de-Befragung hat darauf u.a. Wiebke Harlis hingewiesen. Auf die Frage: “Was hat Polen, was andere Länder nicht haben?” schrieb sie: “Sehr freundliche und hilfsbereite Menschen […]”. 

 

Schloss in Krasiczyn | Foto: Wiktor Baron, podkarpackie.travel

Polnische Klassiker

Auf die Frage nach den “polnischen Klassikern” zählten die Tourismusexperten meistens Ballungsgebiete auf. “Touristen aus dem Ausland wählen meistens Großstädte wie Krakau, Warschau, Breslau, Danzig und Posen als ihre Urlaubsziele. Die meistbesuchten Sehenswürdigkeiten sind z.B. das Salzbergwerk in Wieliczka oder das Museum des Warschauer Aufstandes. Eine Rekordpopularität genießen auch die baltischen Kurstädte inklusive Spitzenreiter Kolberg, mit über zwei Millionen gebuchten Übernachtungen im ersten Halbjahr 2018. In dieser Hinsicht musste man nur Warszawa/Warschau und Kraków/Krakau weichen, also den beliebtesten Städten unter den ausländischen Touristen. Sehr beliebt waren im vergangenen Jahr auch die Kurorte in Świnoujście/Swinemünde, Sopot/Zoppot sowie Gdańśk/Danzig und Szczecin/Stettin - die Hauptstädte der beiden Ostseeregionen” - bestätigte Grzegorz Cendowski aus der Polnischen Tourismusorganisation. Kasia Łaskawiec und Tomasz Sawirski aus dem Reiseblog Polska Po Godzinach fügen zu dieser Liste noch Lublin, Sandomierz/Sandomir, Kazimierz Dolny und Tarnów/Tarnow hinzu. “Es sind zweifellos beachtenswerte Orte, wo man sich nicht nur in toller Stimmung ausruhen, sondern auch mit polnischer Geschichte und Kultur in Berührung kommen kann. Es werden mehrere Festivals veranstaltet und jeder kann im breiten Angebot etwas für sich finden - beginnend bei dem Breslauer Filmfestival, durch Wein- und Käseveranstaltungen, bis zum Carnaval Sztukmistrzów und dem Danziger Shakespeare Festival” - fügen sie hinzu. 

Interessante Statistiken führt auch Ewa Kubaczyk aus der Polnischen Tourismuskammer an. Aus ihnen geht hervor, dass fast jede Woiwodschaft einen Anstieg beim Fremdenverkehr gegenüber dem Vorjahr verzeichnete. “Den Übernachtungsportalen zufolge bleiben Berge und die Ostsee die am meisten gewählten Destinationen. Einen Anstieg sieht man aber auch in den Woiwodschaften: Karpatenvorland, Schlesien, Ermland-Masuren. Ganz oben auf der Liste bleiben Pommern, Kleinpolen und Masowien sowie die Woiwodschaft Westpommern” - fügte die Expertin hinzu. 

“Polen hat sich als sog. City-Trip-Destination etabliert, bleibt jedoch unerschlossen außerhalb der Großstädte. Es gibt vieles zu erkunden, denn die unberührte Natur, Holzarchitektur oder das volkstümliche Klima bilden eine interessante Abwechslung für die Touristen aus Westeuropa” - erklären wiederum Kasia Łaskawiec und Tomasz Sawirski aus dem Blog Polska Po Godzinach.

 

Orte, die darauf warten, um entdeckt zu werden

Polen hat 312 679 km² Fläche. Man kann also kühn annehmen, dass es an Orten nicht mangelt, die darauf warten, entdeckt zu werden. “Wir raten abseits der Großstädte zu reisen und die bemerkenswerten Kultur- und Naturvorzüge der polnischen Regionen zu erkunden. Die Kaschubei wird wegen ihrer sanften postglazialen Landschaft und wunderschönen Seen als die “polnische Schweiz” bezeichnet. Kulturelle Entdecker können versuchen, die kaschubische Sprache zu lernen oder den traditionellen kaschubischen Tabak einzunehmen. Podlachien ist wiederum das Land der wilden Nationalparks - im Nationalpark Biebrza und Nationalpark Narew fliegen zweimal im Jahr zahlreiche Vogelschwärme ein, während ihrer Migration vom Norden in den Süden. Warum sollte man also sich an der Vogelbeobachtung probieren? Außerdem handelt es sich eine multikulturelle Landschaft, wo jüdische, litauische und sogar tatarische Einflüsse vorzufinden sind! Sie spiegeln sich in der regionalen Küche wieder - solche Spezialitäten, wie der Sękacz-Kuchen, oder die Marcinek-Torte zusammen mit dem Kartoffelkuchen muss man einfach probieren. Wir empfehlen auch die Bieszczady und die niederen Beskiden - niedrige und noch sehr wilde Berge, mit alten orthodoxen Gotteshäusern aus Holz und der Hirtenkultur” - zählen Kasia und Tomek auf. 

Nach Orten, die man sicherlich besuchen sollte und die nicht nur das Auge erfreuen aber auch gut auf Fotos aussehen, haben wir Sławomir Wilczyński (Wilczym Okiem) und Małgorzata Pawelczyk (Wędrówki Wiatrem Podszyte) gefragt, die oft wunderschöne Plätze in Podlachien und Ostpolen fotografieren. Welche von ihnen warten, um noch entdeckt zu werden? “Sokółka-Hügel sowie der Knyszyn-Urwald mit ihren Sümpfen” - sagt Sławomir Wilczyński, der als Klassiker Augustów, Masuren und Kruszyniany bezeichnete. Małgorzata Pawelczyk nannte wiederum den Białowieża-Urwald, die Synagoge in Tykocin sowie das Kloster Mariä Verkündigung (Supraśl). Ihrer Meinung nach, sollte man auch Überflutungsgebiete von Biebrza und den Nationalpark Narew ins Visier nehmen.

 

»  Bunte Vielfalt im Karpatenvorland

Darauf, entdeckt zu werden, wartet auch das Karpatenvorland [KLICK!], das für seine Schlösser und Burgen berühmt ist und viel mehr als nur die Bieszczaden zu bieten hat. Erwähnenswert ist beispielsweise die Synagoge und das Schloss in Łańcut - eine der schönsten Adelsresidenzen in Europa - zusammen mit dem Schloss Krasiczyn, der Festung Przemyśl oder dem Museum der Öl- und Gasindustrie in Bóbrka [KLICK!]. Liebhaber des Militärstourismus sollten wiederum den Militärtunnel in Stępina, (Teil der Anlage Süd) oder den neu eröffneten Bunker “Marysieńka” in Rzeszów/Reichshof für sich entdecken. Empfehlenswert ist ebenfalls die unterirdische Route unter der Stadt sowie das Historische Museum in Sanok, zusammen mit seiner Ausstellung der Werke des berühmten polnischen Malers, Bildhauers, Grafikers und Designers - Zdzisław Beksiński. In Sanok befindet sich auch eins der größten Freilichtmuseen Europas - das Museum der Volksbauweise. Jeder der bereits Krakau/Kraków besucht hat, sollte auch den Kleinen Wawel in Baranów Sandomierski live erleben, der von dem PolenJournal.de-Leser Dieter Neckerauer empfohlen wurde. 

 

» Oppeln - eine kleine Region mit großem Potenzial

Viel zu bieten hat auch die kleinste Woiwodschaft auf der polnischen Karte. Neben den bekannten und beliebten Reisezielen, wie dem Dinopark in Krasiejów/Krascheow, der Stadt Nysa/Neisse sowie den Schlössern in Moszna/Moschen und Niemodlin/Falkenberg sowie der Hauptstadt der Woiwodschaft - Opole/Oppeln [KLICK!], verführt das Oppelner Land die Touristen nicht nur mit weniger bekannten Orten und Sehenswürdigkeiten, sondern auch mit Schauergeschichten. “Ein Ort der noch darauf wartet, um entdeckt zu werden, ist der Landschaftspark Stobrawa. In seinem Gebiet liegen viele Ortschaften, die reich an materiellem Kulturerbe sind. Eine von ihnen ist Pokój/Carlsruhe, die Mitte des 18. Jahrhundert von Herzog Carl Christian Erdmann von Württemberg-Oels gegründet wurde. Ein weiterer Vorteil dieser Region sind zweifellos die Paddeltouren auf dem Fluss Stober/Stobrawa. Die Routen fallen größtenteils ins Gebiet des Landschaftsparks. Es lohnt sich auch die Roboterfabrik in Lonschnik/Łączniku [KLICK!], wo Skulpturen aus Schrott mit Leidenschaft entstehen, zu besuchen. In Ozimek/Malapane kann man wiederum die restaurierte Kettenbrücke, die als eine der ältesten Hängebrücken auf dem europäischen Festland gilt, bewundern. Nur wenige wissen, dass wir im Oppelner Land auch unser eigenes Pyramidengrab in Rożniów/Ober Rosen sowie eine in der Kirche in Laskowice ruhende Mumie haben” - sagt Anna Zieleń-Kołoczek aus der Regionalen Tourismusorganisation in Oppeln (OROT). 

 
Oppelner Venedig | Foto: Regionale Tourismusorganisation in Oppeln (OROT)

» Kujawien-Pommern: Eine Konstellation interessanter Orte

Eine sehr interessante Option bleibt nach wie vor ein Besuch in der Woiwodschaft Kujawien-Pommern, die wegen ihrer zentralen Lage nicht nur eine perfekte Ausflugsbasis darstellt, sondern auch wortwörtlich eine Konstellation von interessanten Orten bietet, die darauf warten, entdeckt zu werden. Die polnische Astroregion, beliebt bei Urlaubern vor allem durch die Stadt Toruń/Thorn zusammen mit Nikolaus Kopernikus und traditionellem Lebkuchen, begeistert auch mit der Tucheler Heide oder der ethnografischen Region Pałuki [KLICK!] mit dem sog. “polnischen Pompeji” also Biskupin. Die kujawischen Kurorte Ciechocinek und Inowrocław/Inowrazlaw öffnen ihre Pforten für Kurgäste aus dem Ausland, die eine Luft voll mit essenziellen Spurenelementen einatmen wollen. Chełmno/Culm wird mit seinen gotischen Kirchen, im Renaissance-Stil aufgebauten Rathaus und der längsten Stadtmauer Europas verzaubern. Die Konstellation der kujawisch-pommerschen Städte, die einen Besuch wert sind, vervollständigen Grudziądz/Graudenz mit seinem wunderschönen Weichselpanorama und Bydgoszcz/Bromberg, mit der im Herzen der Stadt gelegenen pittoresken Mühleninsel, zusammen mit den alten Schleusen des Bromberger Kanals und der Bebauung im Jugendstil, begeistern die Besucher. Darauf entdeckt zu werden wartet auch die Seenplatte in Brodnica, die immer für einen Aktivurlaub in der unberührten Natur gut ist. Fahrräder, Paddelboote, Geocaching und dazu noch die omnipräsenten Vögel und die Chopin-Musik, die in Szafarnia ertönt. Was will man mehr?

 

» Niederschlesien ist mehr als nur Wrocław/Breslau!

Touristen aus Westeuropa besuchen immer gerne Wrocław/Breslau und die Woiwodschaft Niederschlesien [KLICK!]. Neben der Stadt mit über tausend Jahren Tradition und die Urlauber, wie ein Magnet anzieht mangelt es auch hier an Sehenswürdigkeiten und Plätzen, die (noch) alles andere als selbstverständlich sind, nicht. “Die Militscher Teiche in Niederschlesien, rund 60 km nördlich von Wroclaw/Breslau entfernt, ist ein Ort mit großem Potenzial. Perfekt für Radtouren auf den Dämmen zwischen den Teichen. Die Fischzucht wird auf diesem Gelände seit mehr als 500 Jahren betrieben, als Zisterzienser sich auf diesem Gebiet niedergelassen haben. Eine so lange Zucht hat dazu beigetragen, dass die Teiche zum festen Element des Ökosystems wurden und ihn bereichern. Heute ist es ein riesiges Wasservogelreservat” - sagte Jakub Feiga. Die Liste interessanter Orte in dieser Region endet jedoch an dieser Stelle nicht. “Zu entdecken bleiben in Niederschlesien noch viele Objekte. Jeder findet etwas für sich. Aufmerksamkeit sollte man bei dieser Entdeckungstour Krzeszów/Grüssau– der barocken Perle - schenken, die zwischen dem Waldenburger Bergland und dem Riesengebirge versteckt ist. Naturliebhabern empfehlen wir das weniger bekannte aber sehr schöne Eulengebirge oder Glatzer Schneegebirge, die nicht weit vom Nationalpark Heuscheuergebirge entfernt sind. Diese Orte stellen sogar die ausgewiesensten Wanderer zufrieden” - fügt der Vertreter der Niederschlesischen Tourismusorganisation hinzu. 

 

Landgebiete warten auf Touristen

Laut den Aussagen von Kasia Łaskawiec und Tomasz Sawirski aus dem Blog Polska Po Godzinach, die früher angeführt wurden, bleibt Polen außerhalb der Städte weitgehend von den Touristen und Urlaubern unerschlossen. Mit dieser Tatsache ist nur schwer zu polemisieren, denn die Metropolen sind gewöhnlich gut mit Transportmitteln vernetzt, was eine sorgenlose Besichtigung ermöglicht, ohne einen zusätzlichen Zeitaufwand, der mit der Planung der Reise und dem Verkehr nötig wäre. Abenteurer die keine Scheu vor polnischen Straßen haben, sollten Urlaub auf einem Ferienbauernhof in Betracht ziehen. Warum erklärt Grzegorz Cendrowski: “Wir ermuntern immer öfter Touristen zu einem Besuch auf dem polnischen Land, das mit lokaler Küche, lebendigen Traditionen, Natur und Gastfreundlichkeit begeistert. Heutzutage verfügt der Agrotourismus über ein sehr komplexes Angebot, dass eine Antwort auf die Anforderungen der Touristen aus dem Ausland darstellt. Wir empfehlen vor allem das Urlaubsangebot der Preisträger des Wettbewerbs „Am besten auf dem Land - 12 gute Praktiken im Agrotourismus / Na wsi najlepiej – 12 dobrych praktyk w turystyce wiejskiej”. Urlaub auf dem polnischen Land bringt sicherlich viele Vorteile mit sich, die auch Ewa Kubaczyk bemerkt: “Ein Vorteil vom Agrotourismus besteht darin, dass die Attraktivität des Urlaubs nicht durch die geografische Lage bedingt wird, sondern von dem was der Ferienbauernhof zu bieten hat. Es geht also nicht nur um die Übernachtung, um die Küche, die auf natürlichen Zutaten basiert, sondern auch um die Urlaubsaktivitäten, wie Workshops zum Brotbacken, zum Hauseingemachten, zum Kennenlernen von Kräutern oder zum Flechten von Körben und Korbwaren sowie vielen anderen, die von der Ortsspezifik abhängig sind.” Die Expertin der Polnischen Tourismuskammer weist darauf hin, dass diese Erholungsart besonders häufig vor allem von Familien mit Kindern gewählt wird, die ihren Urlaub nicht nur interessant, aber auch gesund und aktiv verbringen möchten. Die polnischen Landgebiete sind vollgespickt mit Traditionen, die manchmal in der Stadt nur schwer anzutreffen sind und deswegen einen zusätzlichen Pluspunkt und eine zusätzliche Bildungsfunktion für Kinder darstellen. So darf man sich auch nicht wundern, dass solche Orte, wie die Lavendelsiedlung Lawendowa Osada [KLICK!] oder die Kräuterecke Ziołowy Zakątek [KLICK!] nicht nur an Beliebtheit gewinnen, aber auch bei verschiedenen Wettbewerben und touristischen Empfehlungen preisgekrönt werden.

 

2018 war erst der Anfang

Polen als Reiseziel genießt einen immer besseren Ruf bei den Urlaubern. Das bestätigen u.a. solche Auszeichnungen wie die European Best Destination für Wrocław/Breslau oder eine sehr hohe Platzierung von Poznań/Posen im selben Wettbewerb. Nicht zu vergessen sind auch die Lobeshymnen von Journalisten oder Bloggern aus wortwörtlich allen Kontinenten. Trotz der steigenden Beliebtheit hat jedoch das Weichselland viel zu bieten und eine ganze Reihe von Orten und Sehenswürdigkeiten warten immer noch darauf, entdeckt zu werden. So können wir uns auch nicht wundern, dass die von PolenJournal.de befragten Tourismusexperten sich einig waren, dass das Tourismusjahr 2019 noch besser als das Vorjahr wird. “2018 war ein sehr gelungenes Jahr. Wir erwarten für dieses Jahr eine ähnliche Wachstumstendenz sowohl bei Touristen aus dem Ausland als auch beim Inlandstourismus” - sagt der Sprecher der Polnischen Tourismusorganisation. “Für viele Touristen bleibt Polen nach wie vor überraschend. Das betrifft sogar die Polen selbst. Beim Empfang der Gäste in unserer Region, hören wir, dass sie einen so guten Service und so viele Sehenswürdigkeiten und Attraktionen nicht erwartet hatten. Das Wachstumspotenzial für Niederschlesien als auch ganz Polen ist enorm” - bestätigt Jakub Feiga. Es steht also nichts im Wege um ins Auto, in den Zug oder Flugzeug zu steigen und sich selbst zu überzeugen, dass der Urlaub an der Weichsel eine außergewöhnliche Erfahrung ist, die lange in Erinnerung bleibt. Schlussendlich, wie weit und breit Polen ist, so ist es auch auf Schritt und Tritt faszinierend. Was macht es so außergewöhnlich? “Die Kombination macht es - Berge, Meer, eine bunte Volkskultur, eine tolle Sprache, wunderschöne Altstädte,  bewegende, tragische und spannende Geschichte” - meint Elisabeth Wassermann. Dem haben wir nichts hinzuzufügen.

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