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Samstag, 21. Oktober 2017
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Foto: Alfista33 (Own work) [CC BY-SA 3.0 pl (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/pl/deed.en)], via Wikimedia Commons
Foto: Alfista33 (Own work) [CC BY-SA 3.0 pl (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/pl/deed.en)], via Wikimedia Commons

Das einstige Führerhauptquartier „Wolfsschanze“ bei Gierłoż (Görlitz) soll auch künftigen Generationen als Mahn- und Gedenkstätte erhalten bleiben. In einem ehemaligen Bunker können Besucher nun eine kleine dreisprachige Ausstellung zur Geschichte des Nationalsozialismus sehen.

Erst im Frühjahr wurden die Hoheitsrechte für das rund neun Kilometer östlich von Kętrzyn (Rastenburg) gelegene Areal an die Forstverwaltung Srokowo (Drengfurth) zurückübertragen. Seitdem dauern die Aufräum- und Säuberungsarbeiten an, in deren Zuge Wildwuchs entfernt wird, um die Wege wieder passierbar zu machen und die Sicht auf die Ruinen der Bunkeranlagen freizugeben. Eine neue Beleuchtung soll es Besuchern künftig ermöglichen, die Wolfsschanze auch nach Einbruch der Dämmerung noch zu besichtigen. Besser informieren möchte man die Besucher auch über die Tier- und Pflanzenarten, die in den gesprengten Bunkeranlagen einen geeigneten Lebensraum gefunden haben. So nutzen etwa zahlreichen Fledermausarten die höhlenartigen Bunkerreste als Winterquartier.

Die dreisprachige Ausstellung zur Geschichte des Nationalsozialismus entstand in Zusammenarbeit mit dem neu eröffneten Museum des Zweiten Weltkriegs in Gdańsk (Danzig). Sie soll der Grundstein für eine umfassende museale Schau zur Geschichte des Ortes und des dort am 20. Juli 1944 gescheiterten Attentats auf Adolf Hitler sein. Zum Einsatz kommen sollen neben Originaldokumenten auch audiovisuelle Materialien. Schon zur nächsten Sommersaison soll zudem ein neuer Info-Weg über die einzelnen Objekte der früheren militärischen Anlage informieren, die ab 1940 gut getarnt in den masurischen Wäldern bei Gierłoż (Görlitz) errichtet wurde.

Die Ausstellung ist gleichzeitig ein Teil der neuen Natur- und Kulturroute „Wielki Szlak Leśny“ (Große Waldroute). Sie ist ein neues polenweites Netzwerk von Lehrpfaden, das einzigartige Natur- und Kulturgüter Polens in einen größeren Kontext stellen und erlebbar machen soll. Darüber hinaus soll sie neue Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten in den polnischen Wäldern schaffen. Der erste Teil, die „Wolfsroute“, führt zu acht Orten im ganzen Land, die eng mit dem bedrohten Raubtier verbunden sind. Neben der Wolfsschanze ist auch die Pflegestation für kranke und verletzte Wölfe im masurischen Olsztynek (Hohenstein) Teil der Route. 

Informationen zur Wolfsschanze unter www.wilczyszaniec.olsztyn.lasy.gov.pl (nur PL).
Allgemeine Informationen zu Reisen nach Polen beim Polnischen Fremdenverkehrsamt, www.polen.travel 

 

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