Wissenswertes über den Polnischen Unabhängigkeitstag

Am 11. November feiert man in Polen den Unabhängigkeitstag. Dies ist ein Nationalfeiertag zum Anlass der Wiedererlangung der Unabhängigkeit durch Polen nach 123 Jahren Teilung.

Weiterlesen ...
Sonntag, 27. November 2022
Hauptmenü

Symbolbild/Depositphotos
Symbolbild/Depositphotos

Der Boykott von Firmen, die sich nach der Invasion auf die Ukraine noch nicht aus Russland zurückgezogen haben, nimmt an Fahrt auf.

Viele Kunden in Polen haben sich nach der Entscheidung französischer Firmen wie Leroy Merlin, sich nicht aus Russland zurückzuziehen, vorgenommen ihre Einkäufe dort einzuschränken oder ganz einzustellen. Es könnte sich für diese Unternehmen oder zumindest für ihre Tochtergesellschaften in Polen als schmerzhaft erweisen. Dies geht aus den von Analysten der PKO BP erhobenen Daten von Zahlungskarten hervor.

Die von den Experten der PKO BP erstellten Diagramme zeigen deutlich, dass sich seit Anfang März die Schere der Umsatzdynamik zwischen den Einzelhandelsketten, die sich aus Russland zurückgezogen haben, und denen, die beschlossen haben, ihre Tätigkeit im Land aufrechtzuerhalten, erweitert hat.

"Der Boykott von Einzelhandelsketten, die sich nicht aus Russland zurückgezogen haben, ist mehr als nur Slogans in den sozialen Medien. Die Kartenzahlungsdaten der PKO BP zeigen, dass die Ketten, die in Russland aktiv geblieben sind, eine geringere Umsatzdynamik aufweisen als ihre Konkurrenten", schreiben die Analysten der PKO BP.

Die Daten sprechen für sich

Um herauszufinden, ob der Verbraucherboykott funktioniert, verglichen die Analysten die Kartenzahlungsdaten von vier Einzelhandelsketten, die in Russland geblieben sind, und einer, die sich aus dem Land zurückgezogen hat.

Im ersten untersuchten Fall war der Umsatz der Geschäfte der in Russland verbliebenen Kette rückläufig, während der Konkurrent, der den russischen Markt verließ, gleichzeitig wuchs. Im zweiten Fall ging die Umsatzdynamik ab etwa dem 10. März bei beiden Unternehmen zurück, bei der in Russland verbliebenen Kette jedoch wesentlich schneller.

Boykotte können wirksam sein

Die Daten sind insofern interessant und aussagekräftig, da die Geschichte des Verbraucherboykotts nicht gerade reich an wirksamen Aktionen ist.

- Leider kann man diese Fälle an den Fingern einer Hand abzählen, denn die meisten Boykotte sind wirkungslos", sagte Professorin Agata Gąsiorowska von der Warschauer Hochschule für Sozial- und Geisteswissenschaften in einem Interview mit BI Polska.

- Das heißt aber nicht, dass wir gegen die großen Konzerne machtlos sind. Was wir mit unserem Geld tun, wie wir es ausgeben, ist ein Werkzeug, das die Realität gestaltet. Noch vor 10 Jahren sprach kaum jemand über Kosmetika, die nicht an Tieren getestet wurden. Heute achten immer mehr Menschen darauf, sie kaufen keine in China hergestellten Kosmetika und die Marken kommunizieren, dass ihre Produkte frei von Tierquälerei sind - fügte die Expertin hinzu.


FB


Twiter


Youtube