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Parawaning an der Ostsee

Ausländische Urlauber sind oft verwundert, wenn sie die polnischen Strände zum ersten Mal sehen. Auf denen kann man nämlich wegen der vielen Windschütze – Parawan, nur wenig Sand sehen. Was für die Bewohner Polens völlig normal ist, ist für Ausländer ziemlich verrückt. Was haben also die Polen mit dem Parawan? 

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Sonntag, 25. August 2019
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Symbolbild / Pixabay
Symbolbild / Pixabay

Der Platz für die Fabrik ist fast gewählt, in den nächsten 5 Jahren werden dort polnische Elektroautos produziert. Diese Informationen gab Energieminister, Krzysztof Tchórzewski bekannt. Dazu soll nächstes Jahr ein Ladestationsnetz fertig sein.

Der Energieminister besuchte die Motor Show in Posen, wo auch der Elektromobilitätskongress MOVE Mobility & Vehicles stattfand. Dort versicherte er, dass die Entwicklung der Elektromobilität eine der Prioritäten der polnischen Regierung ist. „Zum ersten Mal haben wir einen konkret präzisierten Finanzierungsplan – es entstand ein Fonds des emissionsarmen Transportes. Eine der Aufgaben, die man dem Fonds stellte, ist, dass er helfen wird, den Bau des Ladestationsnetzes zu finanzieren. Wir haben einen ambitionierten Plan, dass dieses Netz bis Ende 2020 gebaut wird. Es ist möglich, dass es erst Mitte 2021 vollendet sein wird, doch wir wollen es schneller schaffen“ - erläuterte Tchórzewski.

Seiner Meinung nach, gibt es in Polen wenige Elektroautos, weil es keine Ladestationen gibt. Es werden hingegen keine Ladepunkte gebaut, weil es keine Elektroautos gibt. Um diesen Kreis zu durchbrechen, entschied man sich ein Ladestationsnetz zu bauen. Der Energieminister betonte auch, dass in den nächsten Jahren die Produktion von Elektroautos in Polen starten soll. Daran arbeitet die in 2016 entstandene Gesellschaft,  ElectroMobility Poland, die von vier Energiekonzernen (Polnische Energiegruppe PGE, Kapitalgruppe Energa, Enea und Tauron Polska) kontrolliert wird. „Autokonzerne tun viel im Bereich der Elektromobilität, doch ihre Basiseinkünfte kommen immer noch aus dem Verkauf von Verbrennungsautos. Wir haben beschlossen, dass wir in Polen einen gewissen Bruch durchführen werden – es wird eine neue Elektroautofabrik entstehen. Die Gesellschaft ElectroMoblility Poland arbeitet die ganze Zeit daran, um diesen Moment zu erreichen und ich hoffe, dass in 5 Jahren, vielleicht früher, dort ein Auto vom Band fahren wird.“, sagte Tchórzewski.

Der Vorsitzende von ElectroMobility Poland gab bekannt, dass der Bau der Fabrik ganze 2 Mrd. Zloty kosten und 2-3 Jahre dauern wird. Es werden 17 Standorte in Betracht gezogen. Die Fabrik soll 3 Tsd. Arbeitsplätze schaffen. Die Massenproduktion der polnischen Elektroautos wird wahrscheinlich in den Jahren 2022-2023 in Gang kommen, wenn erstmals 100 Tsd. Kraftwagen jährlich produziert werden. Langfristig werden ungefähr 200 Tsd. Autos im Jahr produziert. Es wurde auch bereits ein technischer Partner gewählt, das deutsche Unternehmen EDAG Engineering.

 

Der Bau der Fabrik bedeutet auch die Rückkehr des Landes zur Automobilindustrie. „Wir sind ein Land ohne einen Markt, wenn es, um die Produktion von Eigenmarkenautos geht – diese Lücke wollen wir füllen. In anderen Ländern ist es so, dass, wenn es eine Eigenmarke gibt, dann verkauft sie sich meistens am besten“ erläuterte der Energieminister.   

FB


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