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Der goldene Oktober in Polen

Das wunderschöne Farbenspiel und die Natur in ihrer vollen Pracht kann man besonders gut im Herbst bewundern. 

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Dienstag, 24. Oktober 2017
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Andrzej Buła, Marschall der Woiwodschaft Oppeln
Andrzej Buła, Marschall der Woiwodschaft Oppeln


Mit Andrzej Buła, dem Marschall der Woiwodschaft Oppeln, spricht Krzysztof Świerc

 

Bereuen Sie nicht, dass MKS Kluczbork – also der Sportverein, dessen Vorsitzender Sie jahrelang waren – unvermeidlich auf die zweite Liga zusteuert?

Das sportliche Ergebnis ist die Auslegung von bestimmten Fähigkeiten und Möglichkeiten, über die ein Sportverein verfügt. Genauso ist es auch im Falle von MKS Kluczbork. Andererseits wiederhole ich aber ständig seit einigen Monaten, dass die Niederlagen sowohl zum politischen als auch zum sportlichen Alltag einfach dazugehören. Deshalb ist es wichtig, sich auf eventuelle Misserfolge vorbereiten zu können und sich dann mit ihnen abzufinden. Gleichzeitig sollten wir schon daran denken, wie unser Leben danach aussehen kann. Im Falle von MKS Kluczbork geht es um das Spiel in der zweiten Liga, die meiner Meinung nach eine sehr gute Spielklasse ist.

Vielleicht würde es gelingen, in der ersten Liga zu bleiben, wenn MKS einen deutschen, österreichischen oder schweizerischen Investor hätte?

Zweifelsohne wären die Chancen viel größer, dessen sich auch die Leitung von MKS bewusst war. Der Effekt? Die ganze Saison lang haben die Fußballspieler aus Kluczbork T-Shirts mit dem Spruch “Platz für den Sponsor!” getragen. Wie die Praxis zeigt, ist es jedoch nicht leicht, einen Spender zu finden. Zwar kommen viele Unternehmen auf den Markt der Woiwodschaft Oppeln, aber ich muss leider feststellen, dass sie kein Interesse an der Zusammenarbeit mit der lokalen Gesellschaft und den lokalen Sportvereinen haben. Ihre Tätigkeit erinnert mich eher an eine Art der Ausschöpfung. Wenn wir sie fragen, warum sie so vorgehen, erhalten wir meist die Antwort, dass die Vorgaben des Vorstands und der Geschäftsführung es nicht ermöglichen, sich zu engagieren und zum Beispiel Sportprojekte zu fördern.

Das ist aber traurig.

Sehr traurig! Umso mehr, dass ich und meine Mitarbeiter aus dem Marschallamt uns mit aller Kraft darum bemühen, ihnen zu helfen, indem wir alles geben und sogar nach dem Feierabend bis spät in die Nacht arbeiten. Wir unterstützen sie, organisieren Treffen und Schulungen für Unternehmer und potentielle Investoren. Letztendlich bemerken wir aber, dass es auf der anderen Seite an Empathie oder gegenseitigem Verständnis fehlt. Schade…

Wenn wir schon über Investoren aus den deutschsprachigen Ländern sprechen, muss man bemerken, dass die Anzahl von solchen Firmen (insbesondere aus Deutschland) in der Oppelner Region immer größer wird. Warum entscheiden sich die ausländischen Investoren hier zu investieren? Wo steckt die Attraktivität dieser Region und welche Rolle spielen Sie dabei als der Marschall der Woiwodschaft?

Meiner Meinung nach resultiert unsere Attraktivität in hohem Maße aus der Nähe der deutsch-polnischen Grenze. Wichtig ist auch die Autobahnverbindung, wodurch wir über äußerst gute Verkehrsverbindungen verfügen. Dazu kommt noch ein Vorteil in Form von relativ billigen Grundstücken - billiger als zum Beispiel in Niederschlesien, was auch ein bedeutendes Element für viele Investoren ist. Davon überzeugte ich mich während der letzten Messe in Hannover, wie auch davon, wie groß die Unterstützungen der Unternehmer in den Sonderwirtschaftstonen sein können. Dies beweist auch, dass die letztendliche Wahl, in welcher Region sich der gegebene Investor niederlassen will, hauptsächlich auf seiner Seite liegt.

Bemühen Sie sich aber, den Erwartungen der Investoren entgegenzukommen?

Natürlich, aber ich mache das nicht allein. Mir helfen das Oppelner Zentrum für Wirtschaftsentwicklung, das Zentrum für Bedienung von Investoren und Exporteuren und vor allem unsere Mitglieder der Selbstverwaltung: die Gemeindevorsteher, Bürgermeister und Stadtpräsidenten, die eine investitionsfördernde Einstellung repräsentieren. Wenn es dann zum Treffen der Unternehmer mit den zu ihnen genauso positiv eingestellten Mitarbeitern unseres Marschallamts und der mit uns zusammenarbeitenden Organisationen kommt, werden die meisten von ihnen gut, sogar vorbildlich, bedient. Das spiegelt sich in einer immer größer werdenden Anzahl der Investoren in unserer Region wieder, da sie sich bei uns einfach wohl fühlen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich an die Unternehmer appellieren: „Ich lade Sie zu uns ein, Sie werden es nicht bereuen!”.

Was gewährleisten also die Behörden der Woiwodschaft Oppeln potentiellen Investoren, wenn es beispielsweise um die Steuerermäßigungen geht?

Gerade dies gehört nicht zu den Kompetenzen des Marschalls der Woiwodschaft. Ich kann aber garantieren, dass jede lokale Selbstverwaltung gemäß ihren Beschlüssen bestimmte Steuersätze hat und sich diese Vorteile sowohl auf die Beträge als auch Fristen beziehen. Außerdem weiß ich, dass jeder Investor außer der Unterstützung seitens der Sonderwirtschaftszonen auch auf eine lokale Förderung zählen kann. Kurz gesagt, ist das Spiel der Mühe wert.

Können auch die ausländischen Unternehmer auf die Zuschüsse zählen? Wenn ja,  in welcher Höhe und welche Voraussetzungen müssen dabei erfüllt werden?

Die Zuschüsse werden insbesondere im Bereich der innovativen Projekte gewährt, die von einem Unternehmer etwas mehr als nur die Produktion verlangen. Zum einen soll ein wissenschaftliches Forschungsprogramm mit den Forschungspartnern geschaffen werden, zum anderen muss die letztendliche Form des Produkts innovativ sein und beide Seiten müssen ihre Verpflichtungen einhalten. Von unserer Seite her garantieren wir einen maximalen Zuschuss in Höhe von 10 Millionen Zloty im Investitionsteil und bis zu 5 Millionen Zloty im Forschungsteil. An dieser Stelle möchte ich sagen, dass die Firmen die Unterstützung sehr gern in Anspruch nehmen und deshalb bin ich der Meinung, dass das Innovationspotenzial der in unserer Region funktionierenden Unternehmen ständig steigt und weiterhin steigen wird. Mich freut es auch, dass das deutsche Unternehmen ifm ecolink daran teilnimmt und der nächste Zuschussempfänger höchstwahrscheinlich die Fa. IFA sein wird, die auch aus der BRD stammt und sich Ujazd niedergelassen hat. Das sind die Unternehmen, die zu uns kamen, um nicht nur zu produzieren, sondern auch um die Produkte „made in Poland” zu erzeugen. Ich verberge es nicht, das freut…

Man kann sich aber nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen, nur weil es gut ist! Wie kämpft also die Woiwodschaft Oppeln um weitere Investoren und wo erwirbt man diese?

Es kann keine Rede von Selbstzufriedenheit und einer Tempoverlangsamung sein. Das Rezept für den jetzigen Erfolg sind unsere sehr guten Mitarbeiter aus dem Marschallamt, die zu einer solchen Arbeit motiviert und in ihren Branchen schon einige Jahre tätig sind. Aus diesem Grund haben sie sehr gute Fremdsprachenkenntnisse und pflegen ständig ihre Kontakte mit anderen, auch die ausländischen Institutionen aus dem Unternehmensumfeld. Ohne sie hätten wir keinen Schritt nach vorne gemacht. Meine Rolle in diesem Unterfangen besteht hingegen darin, ihre Arbeit zu organisieren und dafür zu sorgen, dass in unseren Büros in Mainz oder in Brüssel die richtigen Personen arbeiten. Sie müssen im Stande sein, die nächsten Beziehungen zu bauen, wie zum Beispiel mit der Wirtschaftskammer Luxemburg, der Deutsch-Polnischen Wirtschaftskammer, mit den Wirtschaftspartnern aus Rheinland-Pfalz oder Sachsen. Ein wichtiges Element dieses Puzzles unter dem Titel „Kampf um Investoren” ist auch die Anwesenheit an Orten, die von den Unternehmern besucht werden, also beispielsweise auf den Ausstellungen oder Branchenmessen. Sonst erfährt niemand von uns! Für solche Tätigkeiten braucht man nicht nur Geld, sondern auch eine Idee, wie man sich dort zeigen soll, da die Reise allein nicht reicht, um seine Präsenz aufzubauen.

Als die Woiwodschaft Oppeln sollten wir also unsere Vorzüge noch schwungvoller und deutlicher präsentieren.

Ja, genau…. und so handeln wir auch. Bei jeder Gelegenheit betonen wir, dass wir über fleißige, gut organisierte Menschen verfügen und dass wir - positiv gemeint - eine kleine Woiwodschaft sind, wo wir uns alle kennen, wodurch die Elemente der Zusammenarbeit noch dynamischer und effizienter sein können.

Zum Schluss noch eine Frage: Gibt es Voraussetzungen dafür, dass das nächste Halbjahr oder Jahr im Hinblick auf Investitionen aus den deutschsprachigen Ländern noch erfolgreicher für die Woiwodschaft Oppeln wird?

Ja, aber wir brauchen auch Unterstützung seitens der Regierung. Außerdem wollen wir, dass unsere Investitionsgebiete, die die Selbstverwaltungen der Oppelner Region an die Wirtschaftszone anschließen möchten, möglichst schnell angenommen werden. Zurzeit warten wir in manchen Fällen sogar 2 Jahre. Nach den Gesprächen, die ich neulich auf den Messen in Hannover durchgeführt habe, weiß ich und wiederhole es ständig, dass die Unternehmen auf den an die Wirtschafszonen angeschlossenen Investitionsgebieten die 35-prozentige Förderung erwarten. Dies wird sogar ein Muss und es ist nötig, sich dessen bewusst zu werden, was vor allem die Inhaber der Sonderwirtschaftszone Wałbrzych (WSSE) betrifft. Zum Glück haben wir im Vorstand von WSSE unseren Vertreter, der uns dabei helfen muss. Er muss das tun, da uns potentielle Investoren ohne diese Unterstützung einfach meiden und in den Westen Polens fahren werden, wo die Förderung in den Sonderwirtschaftszonen heutzutage etwa 50% beträgt.

 

E-Paper #7/2017

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