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Wo Goethe und Chopin sich erholten

Schon vor Jahrhunderten kannte man die heilsame Wirkung der Mineralquellen in den niederschlesischen Sudeten. Die heute zu Polen gehörende Mittelgebirgsregion zeigt sich in neuem Glanz und zieht wieder zahlreiche Gäste aus Deutschland an. 

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Samstag, 21. Oktober 2017
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Die meisten europäischen Top-Ligen haben ihre Winterpause bereits hinter sich. In Polen warten die Fans bis Februar in Spannung auf den ersten Anpfiff und das erste Ligaspiel nach der Winterpause. Warum wird die Ekstraklasa so geliebt? Versuch einer Erklärung.

Seien wir mal ganz ehrlich, ein durchschnittlicher europäischer Fußballfan kann vielleicht bis zu fünf aktive polnische Spieler nennen. Nur wenige könnten mehr als drei oder vier Vereine aus der polnischen Liga aufzählen. Trotzdem hat sie an der Weichsel schon fast einen Kult-Status. Verwunderns Wert vor allem deswegen, weil auf der Vereinsebene international in den letzten Jahren nicht viel passierte. Aber der Reihe nach.

Gründe die Eksktraklasa zu lieben gibt es einige. Erstens der Name. Seit kurzem heißt der Wettbewerb Lotto Ekstraklasa. Warum weise ich darauf hin? Die Liga ist immer für eine Überraschung gut. Hier kann wirklich jeder gegen jeden gewinnen. Es ist eine dermaßen ausgeglichene Fußballiga, dass man bei Wetten sein nur Geld verlieren kann. Wie im Lotto.

Das Niveau der höchsten polnischen Spielklasse kann man erst gar nicht mit der Bundesliga vergleichen, doch von Langeweile kann hier keinesfalls die Rede sein. Die sog. ESA 37-Reform, die 2014 eingeführt wurde, lässt die Fans bis zum Saisonende um den Platz ihres Vereins zittern. Die Plätze 1-8 kämpfen ums internationale Geschäft (Meisterrunde) und für den Rest ist ein harter Abstiegskampf vorgesehen (Abstiegsrunde). Dazu kommt noch die Punkteteilung nach der Vorrunde – einmalig in Europa.

Einmalig ist auch die Stimmung in den Stadien. Überhaupt, nach der EM 2012 wurden die Arenen immer moderner und schöner. Dazu kommen noch die fanatischen Fans, die ihre Teams lautstark anfeuern und immer für eine tolle Choreographie gut sind. Leider muss an dieser Stelle auch darauf hingewiesen werden, dass es immer wieder zu Ausschreitungen kommt. Doch der Fußballverband versucht zusammen mit der Liga alles zu tun, um diese zu vermeiden. Mit Erfolg. Mittlerweile hört man nicht mehr so oft von Randalen, als es noch vor einigen Jahren der Fall war.

Die Ekstaklasa liebt man auch für ihre Persönlichkeiten. Hierzulande gibt es einen polnischen Mourinho und einen polnischen Guardiola. Czeslaw Michniewicz und Michal Probierz mögen sich im Gegensatz zu ihren Trainerkollegen aus England, was sie immer wieder betonen. Persönlichkeiten gibt es jedoch nicht nur auf der Trainerbank, sondern auch in der Klubführung. Vor ein paar Jahren probierte man in Stettin ein Team zu formen, dass aus Brasilianern bestand, jedoch komplett in die Hose ging. In Warschau wechselte Jozef Wojciechowski die Trainer öfters als seine Socken und neulich behauptete man in Krakau, dass man heutzutage keine Scouting-Abteilung braucht um gute Spieler zu holen, sondern nur einen Internetanschluss benötigt. Und was ist mit den erwähnten Ballkünstlern, die auf dem Platz stehen?  In Danzig spielt beispielsweise ein gewisser Milos Krasic, der sein Geld einst bei Juventus Turin oder Fenerbahce verdiente. In der Vorsaison gelang Korona Kielce noch ein echter Coup – kein anderer als Olivier Kapo trug das gelbrote Trikot. Früher kickte noch Danijel Ljuboja oder Marco Reich in Polen.

Allerdings ist die Liga nicht für die ganz großen Namen bekannt, eher für gute Nachwuchsspieler. Linetty, Kapustka, Dragowski oder Stepinski, die bereits alle Richtung Ausland abwanderten, sind nur einige davon. Die Ekstraklasa wird auch von vielen als ein Platz betrachtet, wo man seine Karriere wieder auf Kurs bringen kann – bestes Beispiel – Vadis Odjidja-Ofoe. Der Belgier konnte weder in der Bundesliga (HSV) noch in England (Norwich) überzeugen, wurde in Warschau nicht nur zum Stammspieler, sondern entwickelte sich zum einen den besten Mittelfeldspieler der Liga, der mit einem Wechsel zum europäischen Topverein nach Saisonende liebäugeln kann.

Polnische Vereine sind auch dafür bekannt, dass sie mehrere europäische Topspieler abgewiesen haben, denn sie hielten diese für zu schwach oder erkannten deren Talent nicht. Es handelt sich z.B. um solche international bekannte Akteure wie Michael Essien, Dimitar  Berbatov, Branislav Ivanović oder Aljaksandr Hleb.

Und wenn wir schon beim Thema internationales Geschäft sind. Die Ekstraklasa wird auch dafür geliebt, dass erstmals seit 20 Jahren ein Team es in die Gruppenphase der Königklasse schaffte, erst zwei bittere Klatschen gegen den BVB kassierte und später noch den ganz großen Real Madrid Angst eingejagt hat (in Warschau spielte man 3-3 unentschieden). Kurios – mit einer Torbilanz von -15 erreichte Legia in der Gruppenphase Platz 3. und qualifizierte sich noch für die KO-Phase der Europa League.

Insofern ist in vielen Hinsichten die polnische Liga und der polnische Fußball kurios, man könnte behaupten sogar Lächerlich. Doch diese Kuriosität, dieser eigenartige Wahnsinn hat Methode. Die Zuschauerzahlen wachsen ständig, die Fernsehübertagungen haben einen neuen, professionellen Umschlag bekommen und spätestens mit der Teilnahme in der CL blicken immer mehr Spieler und Vereine Richtung Polen, was der Liga nur guttun kann. Wie könnte man diesen Wahnsinn nicht lieben?

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