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Foto: wroclaw.pl
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Seit fast vier Jahren kam wieder ein Zug aus Berlin in Breslau an.  Am Samstag, den 30. April war es soweit und der Zug fuhr in Breslau ein. Es handelte sich dabei um einen Sonderzug mit dem deutsche Touristen zu den Wochenendveranstaltungen der Europäischen Kulturhauptstadt 2016 kamen.

Die ersten Fahrgäste sollten am Bahnhof Wroclaw Główny um 13.03 Uhr aussteigen, nach einer kleinen Verspätung erreichten sie ihr Ziel. „Es ist sehr wichtig für uns, dass die ständige Bahnverbindung zwischen Berlin und Südpolen wieder bestehen wird“ - sagt Grzegorz Roman, der für den Transport zuständige Berater des Präsidenten der Stadt Breslau. – „Und das ist ein guter Weg in diese Richtung“.

Der Zug Berlin - Breslau wird über die schnellste Strecke verkehren, die noch vor dem Krieg gebaut wurde, mit Zwischenstationen in Żagan und Żary. Die Reise wird vier ein halb Stunden dauern. Der Zug besteht aus drei deutschen Schienenfahrzeugen, die bis zu 420 Fahrgäste aufnehmen können. Die Verbindung bleibt bis Ende September bestehen. Das einfache Ticket kostet 19 Euro. Der Zug verlässt Berlin um 8.21 Uhr und erreicht Breslau um 13.03 Uhr, zurück nach Berlin fährt er um 16.30 Uhr und kommt kurz nach Mitternacht an.

- „Der Zug wird durch die Bundesländer Brandenburg und Berlin finanziert, der Betreiber ist die polnische Bahngesellschaft Koleje Dolnośląskie. Insgesamt kostet das Projekt 300 Tsd. Euro. Aus Deutschland bekam man 200 Tsd. Euro für dieses Projekt und Wroclaw zahlte 30 Tsd. Euro dazu. Die fehlenden 70 Tsd. sollen von deutsche Seite übernommen werden - sagt Grzegorz Roman.

Im Zug soll Material über die Veranstaltungen in Wroclaw im Rahmen der KHE in deutscher Sprache erhältlich sein und außerdem steht ein Catering mit niederschlesischen Produkten zur Verfügung.

- „Die ersten 420 Tickets waren schnell ausverkauft“ - sagt Grzegorz Roman.

- „Die deutschen Touristen interessieren sich für die Veranstaltungen im Rahmen der KHE“ - erzählt Arkadiusz Foerster, Pressesprecher von Breslau 2016. – „Zahlreiche Veranstaltungen stehen auch mit Deutschland in Verbindung, z.B. das Projekt Luneta (Fernrohr), bei dem man in der Echtzeit einen Blick nach Berlin werfen kann oder einen Blick in die Amtszeit des Stadtschreibers Marko Martin werfen kann.

Die Touristen, die die Stadt mit dem "Zug zur Kultur" besucht haben, konnten an dem Wochenende öffentliche Verkehrsmittel (nach Vorzeigen des Zugtickets) und das City-Fahrrad kostenlos benutzen.

 

Quelle: wroclaw.pl 

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