Reisen mit Hund in der polnischen Bahn. Das müssen Sie mit Vierbeinern im Zug beachten

Die Reise mit einem Hund im Zug ist ein großes Abenteuer, sowohl für den Vierbeiner als auch für den Besitzer. Doch wie sieht das in Polen aus? Was muss man vor der Fahrt machen?

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Sonntag, 17. Oktober 2021
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Justyna Kopińska Autor: Lisbeth1983 (Praca własna) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], Wikimedia Commons
Justyna Kopińska Autor: Lisbeth1983 (Praca własna) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], Wikimedia Commons

Justyna Kopińska, Journalistin der Tageszeitung „Wyborcza“ und des Magazins „Duży Format“ wurde mit dem European Press Prize, auch bekannt unter den Namen der europäische Pulitzer-Preis, ausgezeichnet. Somit ist sie die erste polnische Journalistin, die es geschafft hat.

Den Preis verdankt Kopińska ihrer Reportage „Oddział chorych ze strachu“ („Station der Kranken aus Angst“), in welcher sie das System der grausamen Strafen auf der Station einer psychiatrischen Klinik in Starogard Gdański beschrieben hat. Die Strafen sollen von Chefärztin Anna M. vollzogen worden sein. Die Ärztin sorgte für eine Atmosphäre des Grauens, indem sie ihre Patienten erniedrigte und sie mit körperlicher Gewalt bestrafte. Populär sollen auch Übermaße an Beruhigungsmittel gewesen sein. Fünf Jahre lang hat die Staatsanwaltschaft ermittelt, doch die Ärztin durfte ihren Beruf weiterhin ausüben. Und nicht nur das – sie arbeitete weiter als Gutachterin in demselben Bezirk, in dem ihr die Vorwürfe der Patientenmisshandlung vor den Kopf geworfen wurden.

Erst nach der Veröffentlichung der Reportage von Kopińska in „Duży Format“ am 22. Juli 2015, verfasste die Staatsanwaltschaft eine Anklageschrift gegen Anna M., die im Dezember 2015 vor Gericht zur Verantwortung gezogen wurde. 

Der European Press Prize wird seit 2012 von sieben europäischen Medienstiftungen, u.a. The Guardian Foundation und The Reuters Foundation, verliehen. Dieses Jahr nahmen mehr als 500 Länder teil. Kopińska gewann u.a. mit Paul Raymond („Guardian”) und Jonathan Stock („Der Spiegel”).

Die Jury lobte die „meisterhafte Wortverwendung” und Vielseitigkeit des Textes, der zugleich ein „fertiges Drehbuch“ ist. Die Reportage wurde auch im Buch „Polen odwraca oczy“, einer Sammlung der wichtigsten Strafverfahren der vergangenen Jahre, veröffentlicht.

Justyna Kopińska wurde 2014 mit dem Journalistenpreis Amnesty International für die Verteidigung der Menschenrechte ausgezeichnet. 2015 erhielt sich u.a. den Grand Preis, den Preis der Polnischen Presseagentur und den Newsweek-Preis. 

 

Quelle: tvp.info

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