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Große Aufregung herrscht gerade in Polen. Der politische Rundumschlag im Land an der Weichsel erhitzt die Gemüter in Europa. Auch an diesem Wochenende sind alle Augen auf Polen gerichtet, diesmal jedoch aus einem ganz anderen Grund. Und über den dürfen wir uns freuen.

Eine der schönsten Städte Polens, Breslau, ist europäische Kulturhauptstadt. Sie teilt den Titel in diesem Jahr mit der spanischen Stadt San Sebsatian. „Im Rahmen der Kulturhauptstadt haben wir 300 Projekte und über 1000 Veranstaltungen“, sagt Managerin Magdalena Babiszewska. Obwohl schon im letzten Jahr die ersten Kunstprojekte anliefen, geht es erst heute richtig los mit dem Projekt Europäische Kulturhauptstadt. Zahlreiche Ausstellungen und Konzerte stehen für Besucher offen.

Großes Theater-Spektakel

Highlight des Eröffnungswochenendes ist am Sonntag das von Theatermeister Chris Baldwin konzipierte Spektakel „Erwachen“. Aus vier Richtungen machen sich vier Geister auf den Weg, um sich am Breslauer Ring, dem Herzen der Stadt, zu begegnen: „Der erste Geist berichtet vom Wiederaufbau nach der Verwüstung durch den zweiten Weltkrieg, der zweite Geist verkörpert die Religionsvielfalt und die Multikulturalität vor dem zweiten Weltkrieg, die anderen Geister zeigen das moderne Breslau“, erklärt Magdalena Babiszewska. Ein Brückenschlag also zwischen Geschichte und Moderne – denn genau das ist Breslau gelungen. Dieses Jahr ist die Gelegenheit, sich selbst davon zu überzeugen.

Geschichte steht im Mittelpunkt

Die wechselhafte Geschichte Breslaus gehört zu den zentralen Themen der Kulturhauptstadt. „2016 ist Zeit und Raum, um über die Metamorphose Breslaus zu sprechen“, sagen die Veranstalter. So gibt es weitere geschichtlich-kulturelle Projekte wie das des schlesischen Filmemachers Ronald Urbanczyk, der zu Breslau eine ganz besondere Verbindung hat: „Mein Opa war hier Opernsänger. Deshalb hat Breslau  für mich eine ganz besondere Bedeutung und ich wollte mich engagieren.“ Die Idee von Ronald Urbanczyk ist es, eine Lichtinstallation auf dem Dach des Breslauer Rathauses aufzubauen und von dort oben die Geschichte des Rathauses und der Stadt zu zeigen: „Alles, was das Rathaus in den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten betrifft, hab ich gesammelt. Und ich würde gern die Bilder auf das Rathaus selbst projizieren, untergelegt mit Interviews von Deutschen, Polen und Juden, weil diese bunte Bevölkerung das Stadtbild geprägt hat.“ Urbanczyks Projekt gibt es aber erst im Herbst zu sehen.

Anlaufpunkt für alle Besucher: Café Barbara

 

Für alle Besucher ist ein erster guter Anlaufpunkt das Café Barbara im Zentrum der Stadt. Das gläserne Gebäude mit dem gewöhnungsbedürftigen  Innendekor in sterilem weiß und betont geschäftiger Atmosphäre ist eine  Art Café-Büro-Mix. Es wurde eigens für die Kulturhauptstadt entworfen. Von hieraus koordiniert auch Magdalena Babiszweska die Projekte zur europäischen Kulturhauptstadt. Hier gibt es wertvolle Tipps zu Kunst und Kultur, modern oder traditionell – im Kulturhauptstadtjahr 2016, das heute an den Start geht!

 

Foto: privat

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