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Foto: Natalia Szefer
Foto: Natalia Szefer

Mehr als 450 Künstler auf der Bühne und mehr als 3,5 Tausend Teilnehmer aus Polen, Deutschland und anderen Ländern: Vorbei ist das VII Kulturfestival der deutschen Minderheit, die größte zyklische Veranstaltung der deutschen Minderheit in Polen.

Nach einer ökumenischen Andacht im Breslauer Dom hat das Festival, schon in der Jahrhunderthalle, mit einem feierlichen gemeinsamen Auftritt von insgesamt fünf Blasorchestern angefangen; gesungen waren dabei polnische und die deutsche Hymne sowie die „Ode an de Freude“, die Hymne der Europäischen Union. Zu diesem Zeitpunkt wurde daran erinnert, dass die Schirmherrschaft über das Festival der Präsident der Republik Polen Andrzej Duda und der Bundespräsident Frank Walther-Steinmeier haben. In diesem Geiste auch, der Völkerverständigung und des Pluralismus, äußerte sich Gastgeber des Festivals: VdG-Vorsitzender Rafał Bartek und die Ehrengäste, die zu der Veranstaltung angekommen sind und ihre Festreden gehalten haben. 

„Die deutsche Minderheit ist ein unverzichtbares Bindeglied − ein Brückenbauer −  zwischen Polen und Deutschland. Sie erfüllt eine wichtige Funktion auf kultureller und zivilgesellschaftlicher Ebene. Durch die Kenntnis von Kultur und Sprache unserer beiden Länder sind die Angehörigen der deutschen Minderheit natürliche Brückenbauer der Verständigung“, deutete in ihrer Rede Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Frau Natalie Pawlik.  

Das Thema der Kürzungen für den Unterricht von Deutsch als Minderheitensprache blieb aber dabei auch wichtig und wurde in den Worten der offiziellen Redner hervorgehoben: "Das schadet [den] Kindern, aber mit dieser Politik fügt die polnische Regierung auch Polen und der europäischen Idee großen Schaden zu. Ich verstehe Ihre Empörung darüber, bedauere diese Entwicklung sehr und ich kann nur gemeinsam mit Frau Pawlik sagen, uns ist dieses Problem bewusst und wir werden tun, was in unserer Macht steht, damit das nicht das letzte Wort bleibt, sondern damit wir dafür eine bessere Lösung finden“, versicherte Dr Thomas Bagger, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Polen, in seiner Rede. 

Zu Wort kamen auch Ryszard Galla, Abgeordneter im polnischen Sejm, Zuzanna Donath-Kasiura, Vizemarschallin des Marschallamtes der Woiwodschaft Oppeln, sowie Krzysztof Bramorski, Vertreter des niederschlesischen Marschalls. 

Nach dem offiziellen Teil begann das künstlerische Programm auf der Hauptbühne: das vielfältige Programm gestalteten Auftritte der Chöre, Tanzgruppen, Orchester und Musikbands, die die Vielfalt der deutschen Kultur, dargeboten von Jung und Alt, präsentiert haben. 

Im Foyer der Jahrhunderthalle warteten auf die Teilnehmer des Festivals Organisationen der deutschen Minderheit und Partnerinstitutionen aus Polen und Deutschland: mithilfe u. a. von Publikationen, Ausstellungen, Auftritten der Künstlergruppen  haben ihre Tätigkeit auf insgesamt 40 Ständen Organisationen der deutschen Minderheit nicht nur aus Polen, sondern auch aus Lettland, aus der Slowakei und aus der Ukraine, präsentiert.

Ein spannendes Punkt des Programms war die Jugenddebatte „Junges Europa 2022 – Herausforderungen für die Zukunft“, die vom Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit vorbereitet wurde und die auf eine spanende, und bei der auf eine moderne Weise die Perspektiven der Jugend im heutigen Europa ansprach. Für die Kinder und Jugendliche wurde auch ein attraktives Begleitprogramm vorbereitet: dafür war der Bund der Jugend der Jugend der Deutschen Minderheit zuständig, der ebenfalls den Einsatz von Ehrenamtlichen koordiniert hat.   

Für die Künstlergruppen Palanok und Singende Herzen aus der Ukraine, für sie der Verband der deutschen Gesellschaften eine öffentliche Spendenaktion organisiert und mithilfe von engagierten Ehrenamtlichen durchgeführt hat, konnte die Summe in Höhe von insgesamt 4006 PLN und 45 Euro gesammelt werden! 

Das vielfältige Programm krönte der Auftritt der Stars des Abends: auf der Hauptbühne traten Anna Carina Woitschack und Stefan Mross, Schlagerstars aus Deutschland, auf. Mit ihren stimmungsvollen Liedern und der hervorragenden Art, auf die sie dem Publikum zukamen, haben sie die Teilnehmer zum gemeinsamen Singen und Tanzen bewegt sowie einen reichlichen Beifall bekommen. 

Das Festival könnte ohne die finanzielle Unterstützung von zahlreichen Institutionen und Sponsoren nicht stattfinden: des Konsulats der Bundesrepublik Deutschland in Oppeln, des polnischen Ministeriums für Inneres und Verwaltung, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, der Selbstverwaltung der Woiwodschaft Oppeln, des Beauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler des Landes Sachsen sowie privaten Sponsoren: Kreon, Smuda Consulting, Fielmann, Stahlbau Stieblich, Bank Spółdzielczy w Krapkowicach, APN und Projektbüro Rudner. Vielen Dank! 

Vollständiger Inhalt der Reden der Ehrengäste des Festivals: VII Festival der deutschen Minderheit: Wir sind hier heute um zu feiern (vdg.pl) 

/Partnerinhalt/

 

 

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