Hauptmenü

Foto: Promocjaart/Facebook
Foto: Promocjaart/Facebook

Sie war eines der bekanntesten Gesichter der Kunstströmung des Art déco in den 1920er und 30er Jahren. Nun widmet sich erstmals eine umfassende Werkschau in ihrem Heimatland Polen der Malerin Tamara Łempicka, die außerhalb des Landes bekannt ist als Tamara de Lempicka.

Vom 18. März bis 14. August zeigt die Ausstellung im Nationalmuseum des Lubliner Königsschlosses die bedeutendsten Werke der vor 42 Jahren verstorbenen Künstlerin. Der Titel „Eine Frau auf Reisen“ spiegelt den illustren Lebensweg Łempickas wider.

Ihre Geschichte klingt wie ein einziges großes Abenteuer. Als Tochter in einem wohlhabenden jüdischen Elternhaus geboren, kommt Tamara Gurwicz-Górska in Warszawa (Warschau) schon früh mit Kunst und wichtigen Persönlichkeiten wie dem Pianisten Artur Rubinstein in Berührung. In der Schweiz und Italien lernt sie als Kind die Malerei der Renaissance kennen und lieben. Jung verheiratet zwingt sie die Oktoberrevolution zur Flucht nach Frankreich, wo sie in den 1920er Jahren zu einer der begehrtesten Künstlerinnen der neuen Strömung des Art déco avancierte.

Sie inszeniert sich als Diva, umgibt sich mit Legenden, führt ein ausschweifendes Leben. Bisexuelle Liebschaften lassen die erste Ehe scheitern, später heiratet Łempicka einen ungarisch-jüdischen Baron. Der Nationalsozialismus zwingt sie zur erneuten Flucht, dieses Mal in die USA, wo sie an die früheren Erfolge nicht mehr anknüpfen kann. Am 18. März 1980 stirbt sie in Mexiko und verfügt, dass ihre Asche über dem Popocatepetl verstreut wird.

Bis heute finden sich ihre Werke in privaten und öffentlichen Sammlungen rund um den Globus. Die gezeigten Bilder stammen unter anderem aus dem Pariser Centre Pompidou und dem Musée André Malraux in Le Havre. www.zamek-lublin.pl 

 

FB


Twiter


Youtube