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Foto: Adam Lipko/Facebook
Foto: Adam Lipko/Facebook

In den letzten drei Tagen im Dezember spazieren bunt verkleidete Männer mit Bärten und Stöcken durch die Straßen von Schlawatitz/Sławatycze und besuchen die Bewohner zu Hause. Was hat es damit auf sich?

Seit Mittwoch (29.12.) sind die bekannten Bartträger in Schlawatitz/Sławatycze unterwegs. Es ist eine langjährige Tradition, die dieses Jahr auf die nationale Liste des nicht materiellen Kulturguts geschrieben wurde. Doch worum handelt es sich dabei?

Dieser Brauch ist vor allem mit dem Zelebrieren des neuen Jahres verbunden. Als alte Bartträger verkleiden sich junge Männer, die eine Maske, einen Schafpelzmantel mit Fell an der Außenseite, einen langen Stock, eine bunte Kopfbedeckung, einen Buckel und lange Bärte haben. Sie spazieren durch die Dorfstraßen, singen Weihnachtslieder und besuchen die Bewohner, um ihnen alles Gute fürs Neue Jahr zu wünschen.

Jedes Element der Kostüme hat dabei eine wichtige symbolische Bedeutung. Wichtig ist das Schafsfell, das mit dem Fell nach außen gedreht wird. Das Fell wird mit einer Vielzahl assoziiert, da es so viele Haare hat, dass es unmöglich ist, alle aufzuzählen. Die Vielzahl wiederum ist mit Wohlstand und Vermehrung verbunden.

Früher sah dieser Brauch jedoch etwas anders aus. Damals hat sich ein Mann als das alte Jahr verkleidet und ein anderer als das sog. Junge Jahr. Dabei war es oft auf dem Pferd unterwegs. So haben die Dorfbewohner symbolisch das alte Jahr verabschiedet und das neue begrüßt. 

 

 

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