Ein Stück Ägypten in Polen - die bekanntesten Pyramiden an der Weichsel

 

 

Die riesigen Pyramiden aus Ägypten kennt jeder. Doch kaum einer weiß, dass auch in Polen solche Bauwerke  zu finden sind. Manche sind sogar älter als die weltbekannten Sehenswürdigkeiten. 

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Donnerstag, 16. September 2021
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Das belgische Huelgas-Ensemble gehört zu den Teilnemern der Wratislavia Cantans. Foto: Archiv des Ensembles
Das belgische Huelgas-Ensemble gehört zu den Teilnemern der Wratislavia Cantans. Foto: Archiv des Ensembles

Die polnische Metropole Wrocław (Breslau) lädt zu einer Festivalwoche mit hochkarätigen Konzerten ein, die sich der „Musik der Grenzüberschreitung“ verschrieben haben. Das Thema der diesjährigen Ausgabe der Wratislavia Cantans hat der künstlerische Direktor Giovanni Antonini nicht zufällig gewählt. Im vergangenen Jahr musste das renommierte Festival rund um die menschliche Stimme anders als gewohnt stattfinden. Die Corona-Pandemie setzte nicht nur der physischen Veranstaltung Grenzen, auch die Einreise ausländischer Gäste war nicht mehr möglich. 2021 ist das anders.

Bereits das Eröffnungskonzert zeigt, wie weltberühmte Komponisten die Grenzen zwischen klassischer und Volksmusik haben verschwimmen lassen. Unter der Leitung von Duncan Ward werden Chor, Solisten und Orchester des Nationalen Musikforums Werke von Lutosławski, Ravel, Bartók und weiteren bedeutenden ostmitteleuropäischen Komponisten präsentieren. Als Stargäste werden die Mezzosopranistin Magdalena Kožená sowie der Organist Tomasz Głuchowski erwartet.

Ein weiteres Thema ist die Konfrontation von gesprochener Sprache mit konzertanter Musik. So findet am 3. und 4. September jeweils eine Aufführung von Pugnanis „Werther“ statt. Der italienische Violonist war der erste, der Goethes Briefroman musikalisch illustrierte. Die Rekonstruktion der 22 Stücke wird vom Barockorchester Wrocław unter Leitung von Jarosław Thiel präsentiert.

Am 5. September wird sich Festivaldirektor Antonini mit seinem Ensemble für historische Aufführungspraxis „Il Giardino Armonico“ die Ehre geben. Nachdem er feierlich eine Ehrentafel anlässlich seiner mehrjährigen Zusammenarbeit mit dem Nationalen Musikforum enthüllt hat, wird er Beethovens einziges Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus“ als Konzertversion dirigieren. Unterstützt wird er vom Chor des Musikforums.

Die Grenzüberschreitungen im Bereich der Chromatik seit dem 16. Jahrhundert thematisiert das Konzert des Belgiers Paul van Nevel mit seinem Huelgas Ensemble am 8. September. Daran knüpft das Konzert des Nationalen Radiosymphonieorchesters aus Katowice (Kattowitz) unter der Leitung von Lawrence Foster am 10. September an. Mit Debussy und Berg werden zwei Komponisten zu hören sein, die zwischen alter und moderner Musiktradition stehen. Der Abend bietet zudem Werke von Schönberg und Ligeti, die mit ihrem Schaffen den musikalischen Horizont ihrer Zeit radikal erweiterten. Zum krönenden Abschluss des Festivals wird der Chor des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Howard Arman Werke von Schubert, Cornelius und Brahms präsentieren.

Veranstaltungen des Festivals werden nicht nur im Nationalen Musikforum von Wrocław stattfinden, sondern auch in anderen Orten der Woiwodschaften Dolnośląskie (Niederschlesien) und Opolskie (Oppelner Land). So sind Konzerte unter anderem in der Keramikstadt Bolesławiec (Bunzlau) und dem Kurort Szczawno-Zdrój (Bad Salzbrunn) geplant.

Konzerttickets mit Platzreservierungen können über die Homepage des Musikforums online erworben werden: www.wratislaviacantans.pl Weitere Informationen über kulturelle Veranstaltungen in Polen beim Polnischen Fremdenverkehrsamt, www.polen.travel

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