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Großer Andrang bei der Wiedereröffnung des Theaters in Glogau. Foto: M. Krzeszewski
Großer Andrang bei der Wiedereröffnung des Theaters in Glogau. Foto: M. Krzeszewski

Vor 220 Jahren war das Stadttheater in Glogau, dem heutigen Głogów eröffnet worden. Die zur Festung erklärte Stadt an der Oder wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zerstört und auch von dem Theater blieben nur Mauerreste erhalten. Nun erlebte die nach dem Glogauer Barockdichter Andreas Gryphius benannte Einrichtung ihre wundersame Wiederauferstehung. Mehrere Tausend Bewohner der Stadt nutzten kürzlich den Tag der offenen Tür, um das neue Schmuckstück der Stadt zu besichtigen.  

Mehr als sieben Millionen Euro hat sich die Stadt den Wiederaufbau des historischen Theaters kosten lassen, das einst als erstes in Niederschlesien über eine Drehbühne verfügte. Beim Wiederaufbau orientierte man sich an den historischen Gebäudeformen. Das neue Theater verfügt über 300 Plätze im Erdgeschoss und auf der Empore. Es soll auch für Konzerte, Tagungen und andere Veranstaltungen genutzt werden und wird vom Städtischen Kulturzentrum betrieben. Über dem von zwei Säulen flankierten Eingang empfängt eine neu angefertigte Büste des Namensgebers Andreas Gryphius die Besucher.

Die Oderstadt Głogów hatte erst Anfang der 1990er Jahre damit begonnen, die vollständig zerstörte Altstadt wiederaufzubauen. Rund um den Marktplatz wurden Schritt für Schritt die Straßenzüge neu bebaut. Bei den Grundstücksgrößen orientierte man sich an den früheren Gebäuden, die Häuser selbst entstanden in einem modernen Stil. In klassizistischer Form war bereits vor einigen Jahren das alte Rathaus mit seinem 81 Meter hohen Turm wiedererrichtet worden. Mehrere Jahrzehnte dauerten auch die Rekonstruktionsarbeiten an der außerhalb des Stadtzentrums auf der Dominsel gelegenen Stiftskirche Maria Himmelfahrt.

www.glogow.pl

 

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