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  • 20 Aug 2019

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Parawaning an der Ostsee

Ausländische Urlauber sind oft verwundert, wenn sie die polnischen Strände zum ersten Mal sehen. Auf denen kann man nämlich wegen der vielen Windschütze – Parawan, nur wenig Sand sehen. Was für die Bewohner Polens völlig normal ist, ist für Ausländer ziemlich verrückt. Was haben also die Polen mit dem Parawan? 

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Montag, 19. August 2019
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Monika Muskala (rechts) und Thomas Weiler (links) / Foto: (c) Jan Zappner
Monika Muskala (rechts) und Thomas Weiler (links) / Foto: (c) Jan Zappner

Die Robert Bosch Stiftung GmbH und das Deutsche Polen-Institut zeichnen 2019 zum neunten Mal exzellente polnische und deutsche Übersetzer aus. Dieses Jahr geht der Karl-Dedecius-Preis an Monika Muskala aus Salzburg und Thomas Weiler aus Leipzig.

Eine unabhängige Jury wählte die beiden Preisträger aus. Der Preis würdigt ihre herausragenden Leistungen sowie ihre Vermittlungsarbeit zwischen den Nachbarländern. Er ist mit jeweils 10.000 Euro dotiert und wird am 17. Mai 2019 in der Ev. Stadtkirche in Darmstadt verliehen. Der Karl-Dedecius-Preis wird in diesem Jahr zum letzten Mal vergeben.

Monika Muskala arbeitet seit Anfang der 1990er Jahre als freie Übersetzerin deutschsprachiger Dramen für polnische Bühnen. Ihre Bibliografie umfasst dabei etwa 40 renommierte Werke von der Klassik bis zur Gegenwart, von Friedrich Schiller bis Elfriede Jelinek, Thomas Bernhard, Werner Schwab, Peter Turrini, Urs Widmer und Heiner Müller. Mehr als ein Dutzend polnischer Theater verwendete die von Muskala übersetzten Fassungen für (Ur-)aufführungen, darunter die wichtigsten Regisseure des polnischen Theaterlebens wie Krystian Lupa, Krzysztof Warlikowski und Jan Klata. Zugleich übersetzte Muskala auch anspruchsvolle Romane von Thomas Bernhard, Stefan Heym, Gerhard Roth und Stefan Gabriel. Muskalas Stil kennzeichnet ein sicherer Umgang mit der gesprochenen polnischen Sprache, die bei der Interpretation von Dialogen entscheidend ist. Ihre mutige, kreative Haltung erlaubt es der Übersetzerin, vom Original abzuweichen und ihm trotzdem treu zu bleiben. Dabei wird ihr Sinn für Humor und Ironie sowie gleichzeitig die Selbstironie der übersetzten Autoren spürbar.

Thomas Weiler studierte Übersetzen an der Universität Leipzig, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Staatlichen Universität St. Petersburg. Seit 2007 ist er als freiberuflicher Übersetzer aus dem Polnischen, Russischen und Belarussischen tätig. Die Kinderliteratur hat sich dabei zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit entwickelt. So übersetzte er u.a Kinderbücher von Piotr Socha („Bäume“, „Bienen“) und den Bestseller „Alle Welt“ von Aleksandra und Daniel Mizieliński. Außerdem hat Weiler wichtige Texte von Ziemowit Szczerek, Maria Janion, Marcin Szczygielski und Józef Wilkoń ins Deutsche übertragen. Darüber hinaus zeichnet sich der Preisträger dadurch aus, dass es ihm gelingt, die von ihm übersetzten Autoren und Autorinnen in der deutschen Verlagslandschaft zu etablieren. Thomas Weiler ist außerdem bei Literaturfestivals, Buchmessen und Übersetzerforen aktiv und setzt sich als Mentor für Nachwuchsübersetzer und -übersetzerinnen bei der Berliner Übersetzerwerkstatt im Literarischen Colloquium Berlin (LCB) ein.

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