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Bibliotheken in Polen: Von Kulturschätzen bis zu Wunder der Architektur

Bibliotheken sind Jahrhunderte lang ein Hort des Wissens gewesen. Oft beherbergen sie kostbare Kulturgüter und sind Beispiele höchster architektonischer Errungenschaften. Heute werden sie auch zu Treffpunkten von Tradition und Moderne.

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Samstag, 20. April 2019
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Bild: Pressematerialien
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Vom 26. bis zum 30. April findet in Wrocław (Breslau) das diesjährige Festival Jazz nad Odrą (Jazz an der Oder) statt. Zur 55. Ausgabe haben sich internationale Stars wie Marshall Belford Allen mit dem Sun Ra Arkestra, Jazzmeia Horn oder Keyon Harrold angekündigt. Aber auch bekannte polnische Musiker sind von der Partie, darunter der künstlerische Leiter des Festivals, Leszek Możdżer, sowie Kuba Stankiewicz und Piotr Wojtasik. Mit zwei Konzerten wird an den polnischen Ausnahmekomponisten Krzysztof Komeda erinnert, dessen Tod sich 2019 zum
50. Mal jährt.

Auf vier Bühnen können Besucher die verschiedenen Konzert- und Performanceveranstaltungen erleben. Eine davon befindet sich unter freiem Himmel vor dem Veranstaltungszentrum Impart am Zusammenfluss von Oława (Ohlau) und Oder. Den Auftakt der fünftägigen Veranstaltung macht ein echtes Urgestein des Avantgarde- und Free-Jazz. Der 94-jährige Saxophonist Marshall Belford Allen leitet seit 1995 das legendäre Arkestra von Sun Ra. Mit der US-amerikanischen Sängerin Jazzmeia Horn, die 2015 den renommierten Thelonius-Monk-Wettbewerb gewann, kommt am selben Abend eine eindrucksvolle Stimmkünstlerin auf die Bühne, die Allens Urenkelin sein könnte.

Den krönenden Abschluss des Eröffnungstages bildet die Musik von Krzysztof Komeda. Der 1969 an den Folgen eines Unfalls verstorbene Jazzmusiker erlangte bereits zu Lebzeiten mit seinen Filmmusiken zu Hollywood-Kassenschlagern wie Rosemary’s Baby oder Tanz der Vampire Weltruhm. Im zu Ehren wird der Pianist Andrzej Jagodziński gemeinsam mit seinem Trio sowie den Sängerinnen Grażyna Auguścik und Agnieszka Wilczyńska Komedas bekannteste Kompositionen in neuen Arrangements präsentieren. Am 27. April wird es ein weiteres Konzert geben, das dem früh verstorbenen Ausnahmekünstler gewidmet ist. Der Pianist Sławek Jaskułke präsentiert mit seinem Sextett unter dem Titel „Komeda recomposed“ Eigenkompositionen, die von Komedas Werken inspiriert sind.

Jazzfreunde können am 27. April noch zwei weitere interessante Konzerte erleben. Zunächst wird das Nachwuchsensemble Weezdob Collective aus Poznań (Posen) gemeinsam mit Musikern des Philharmonischen Orchesters ihrer Heimatstadt und dem Festivaldirektor Leszek Możdżer am Piano vor das Publikum treten. Im Anschluss kommt mit dem Trompeter Keyon Harrold einer der führenden Crossover- und Clubmusiker der letzten 20 Jahre nach Wrocław. Możdżer wird sein Können noch einmal am folgenden Tag unter Beweis stellen. Dann begleitet er gemeinsam mit dem schwedischen Bassisten Lars Danielsson die US-amerikanische Saxophonistin Tia Fuller. Sie wird am letzten Festivaltag nochmals mit ihrem eigenen Quartett spielen.

Zu den weiteren Höhepunkten des Festivals zählen der Auftritt der skandinavischen Supergroup Rymden mit Magnus Öström, Bugge Wesseltöft und Dan Berglund sowie die Konzerte von Kuba Stankiewicz und Piotr Wojtasik, mit denen die Veranstaltung am 30. April zu Ende geht. Der Pianist Stankiewicz und der Trompeter Wojtasik zählen seit Jahren zu den bekanntesten polnischen Jazzmusikern. Eine feste Instanz des Festivals ist die allabendliche Jam-Session, die ab 23 Uhr im Festival-Club stattfindet.

 

Infos zum Programm unter www.jazznadodra.pl Weitere Informationen über Kulturprogramme in Polen unter www.polen.travel

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