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Bibliotheken in Polen: Von Kulturschätzen bis zu Wunder der Architektur

Bibliotheken sind Jahrhunderte lang ein Hort des Wissens gewesen. Oft beherbergen sie kostbare Kulturgüter und sind Beispiele höchster architektonischer Errungenschaften. Heute werden sie auch zu Treffpunkten von Tradition und Moderne.

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Samstag, 20. April 2019
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Foto: Rafał Konieczny / via Wikimedia Commons
Foto: Rafał Konieczny / via Wikimedia Commons

Während der Renovierungsarbeiten an der Burg Tzschocha (poln. Zamek Czocha) hat man in einem der vielen Geheimfächer einen von Josephine Gütschow geschriebenen Brief entdeckt.

Die Burg Tzschocha ist ein Ort voller Geheimnisse und Geschichten. Bei den Renovierungsarbeiten ist man durch Zufall auf eines der sich im Schloss befindenden Geheimfächer gestoßen. In dem Geheimfach, das sich auf dem Dachboden befindet, hat man Dokumente, Fotos und einen außergewöhnlichen Brief gefunden. In dem Brief richtet sich Josephine von Gütschow, die Ehefrau des damaligen Schlossbesitzers an ihre Bida - eines ihrer Dienstmädchen. Im Brief, der in Dresden geschrieben, wurde bittet sie die Empfängerin um das Zusenden von, für die Jagd und das spätere Abendessen, benötigte Kleidung  und Schmuck.

In dem sehr sorgfältig geschriebenen Brief, bittet sie das Dienstmädchen Bidie nicht nur um das Zusenden der benötigten Kleider, aber gibt ihr auch Anweisungen, wo sie die Schlüssel zum Tresorraum finden kann, damit sie - wohl sehr wertvolle für die Absenderin - Ringe und ein Armband aus Diamanten zusammen mit den Kleidern nach Dresden schickt. Sie gibt dem Dienstmädchen auch die Anweisung, die Schüssel zum Tresorraum bis zu ihrer Rückkehr bei sich zu behalten.

Vom Ton des erhaltenen Briefes kann man schlussfolgern, dass die Beziehungen zwischen den Schlossbesitzern und dem Gesinde von Vertrauen und Herzlichkeit geprägt waren. Der Brief wurde höchstwahrscheinlich in der Zwischenkriegszeit geschrieben, wer den Brief versteckt hat und warum ist noch unklar. Nach der Konservierung wird er Teil der Schlossausstellung werden.

 

Quelle: Radio Wrocław

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