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Magdalena Abakanowicz würde der Ausstellungsplatz gefallen: die evangelische St. Elisabeth Kirche, ein monumentales, schmuckloses Gebäude mit sichtbarer Ziegelstruktur und Faktur. Genauso sind die Werke von Abakanowicz, die dort ihren Platz einnahmen („Plecy“/“Rücken“ (1976) und „Bambini“ (1998-99).

Die St. Elisabeth Kirche ist eins von vielen Werken des Architekten Karl Friedrich Schinkel, welcher der Hauptstadt Preußens am Anfang des 19. Jahrhunderts ein neues Gesicht gab. Charakteristisch sind der klassizistische Ernst, preußischer Prunk und griechische Größenverhältnisse. Schinkel starb überarbeitet (1841), was aus ihn einen Pionier des Workoholismus macht. Auch Abakanowicz (85 Jahre alt) ist ein künstlerischer Titan.  

Ihre teilweise Skulpturen, teilweise Kunstanlagen verändern ihre Aussage je nach der Szenerie oder Reihenfolge. Diesmal ist die Assoziation einfach: sacrum-profanum. 

Die Ausstellung in der Kirche ist ein Teil des Gallery Weekend Berlin. Die Präsentation dauerte vom 30. April bis 5. Mai, ein bisschen länger als die anderen Veranstaltungen und repräsentierte die Galerie Żak/Branicka, genau wie die Ausstellung der Videos von Agnieszka Polska. Die Galerie von Monika Branicka und Joanna Żak fördert konsequent die polnischen Künstler unterschiedlichen Generationen. 

Magdalena Abakanowicz ist eine bedeutende Künstlerin Polens, obwohl sie ein wenig in Vergessenheit geraten ist. Agnieszka Polska (geb. 1985) vertretet die jüngere Generation und zählt zu den interessantesten Künstlerinnen Polens. Während Gallery Weekend Berlin wurde das Filmtriptychon „The Body of Words“ präsentiert, welches das Problem der Wortmaterie anspricht. 

Quelle: culture.pl

 

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