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Seit ihrem fünften Lebensjahr lebt die Polin in den Vereinigten Staaten. Mit 21 Jahren schreibst sie ihr erstes Drama. Jetzt wird sie für das Theaterstück „Cost of Living“ mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

Am 16. April fand die Verleihung des Purlitzer-Preises statt. Seit 1917 werden mit den angesehenen Preis Journalisten, Schriftsteller und Musiker in 21 Kategorien ausgezeichnet. Die Dramatikerin Martyna Majok schafft es in die Gruppe der Besten.

Die aus Bytom (Beuthen) stammende Polin wuchs in New Jersey und Chicago auf und führte das gerade nicht einfache Leben einer Emigrantentochter. Ein Besuch im Theater führte aber dazu, dass die realistisch denkende junge Majok ernster über das Schreiben zu denken begann. Wie sie selbst zugibt, sei ihre Mutter ihre unterschöpfte Inspirationsquelle – doch als sie ihr erstes Theaterstück eben über ihre Familie schreibt, habe ihre Mutter mit ihr das ganze Jahr nicht gesprochen.

Martyna Majok schafft es an die renommierte Universität Yale und dies bestärkte sie in der Überzeugung, Dramatikerin zu werden. Auf die Ergebnisse ihrer harten Arbeit musste man nicht lange warten. Die Theaterstücke „Mouse in Jar“, „Queens“ und „Ironbound“ bringen ihr Anerkennung und zahlreiche Auszeichnungen. Majok interessieren die einfachen Menschen, die recht „königliche Probleme“ haben. Oft sind sie arm, aber ihre Einstellung ist nie depressiv.  „Meine Protagonisten streben immer etwas an. Sie sind keine Opfer. Ihre Träume sind anspruchsvoll, aber es ist die Umgebung, die ihre Erfüllung unmöglich macht. Es gibt aber immer Hoffnung“, kommentiert Majok. Die Künstlerin gibt auch zu, sie glaube nicht denjenigen, die sagen, sie seien immer glücklich. Ihre politischen Dramen weisen immer einen persönlichen Charakter auf.

 

Das neulich ausgezeichnete Theaterstück „Cost of Living“ sei ein Versuch, eine Geschichte über interpersonelle Kontakte und ihre Notwendigkeit, zu erzählen. „Es ist ein sehr ehrliches Werk. Die Zuschauer werden dazu aufgefordert, Schlüsse über die Sonderrechte und zwischenmenschliche Verhältnisse zu ziehen, während sie zwei Paare beobachten – einen ehemaligen Taxifahrer mit seiner neulich gelähmten ehemaligen Ehefrau und einen arroganten jungen Mann mit infantiler Zerebralparese mit seinem Pfleger“, ist auf der Homepage von Pulitzer zu lesen.

Zurzeit arbeitet Majok an zwei weiteren Produktionen. Eine von ihnen ist ein Musical über Tschernobyl. Genaueres wird noch nicht verraten.  

Best. Day. Ever.

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Quellen: pulitzer.org, rp.pl, wprost.pl, onet.pl

 

 

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