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Foto: Kornelia Głowacka-Wolf
Foto: Kornelia Głowacka-Wolf

Mit der Performance "Niebo" (Himmel) erlebt die niederschlesische Metropole Wrocław (Breslau) am 17. Dezember einen letzten Höhepunkt im Rahmen des Europäischen Kulturhauptstadtjahres. Zuvor findet am 10. Dezember im neuen Nationalen Musikforum die festliche Verleihung des Europäischen Filmpreises statt.

Der britische Theaterkünstler Chris Baldwin präsentiert mit "Niebo" den dritten Teil seiner Performances, die dem Kulturhauptstadtjahr einen Rahmen geben. Sie wird in der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Jahrhunderthalle vor rund 6.000 Zuschauern aufgeführt. Ging es in den ersten beiden Teilen um die wechselhafte Geschichte der Stadt, so soll zum Abschluss ein Blick in die Zukunft gewagt werden. Wie in den vorangegangenen Teilen wird das Flow-Quartett mit jungen Musikern aus Deutschland, Israel, Tschechien und Polen beteiligt sein. Auch die Geister, die zur Eröffnung des Festivals durch die Stadt zogen, werden wieder mit dabei sein. Die Performance bildet den Höhepunkt beim offiziellen Abschluss-Wochenende des Kulturhauptstadtjahres. Zu den weiteren Veranstaltungen an diesem Wochenende gehört die achte Ausgabe des Festivals WROsound, bei dem sich vor allem junge Musiker und Bands aus der Region präsentieren. 

Zuvor erlebt die Stadt einen gesellschaftlichen Höhepunkt. Am 10. Dezember wird erstmals der Europäische Filmpreis in Polen verliehen. Ort des Geschehens ist das Nationale Musikforum, die bedeutendste der neuen Kulturstätten, die in Breslau rund um das Kulturhauptstadtjahr entstanden sind. Erwartet wird unter anderem Pierce Brosnan, der für seine Arbeit vor der Kamera und als Produzent mit dem Ehrenpreis "Europäischer Beitrag zum Weltkino" ausgezeichnet wird. 

Zu den Höhepunkten im November gehört das Festival Jazztopad, das in diesem Jahr seine 13. Auflage erlebt. Vom 17. bis 27. November treten im Nationalen Musikforum Weltstars wie der Pianist Jason Moran, der Saxofonist Wayne Shorter oder die australische Gruppe The Necks auf. Das Festival widmet sich in diesem Jahr besonders der Jazzszene in Ungarn und in Japan. Eine Besonderheit des Festivals sind Konzerte in privaten Wohnungen, die am Sonntag, den 27. November, stattfinden werden. Kinder sollen beim Jazz-Morgen am 26. November an die Musik herangeführt werden. Zeichentrickfilme werden dabei von einer Band live begleitet.

Mit dem Erfolg des Kulturhauptstadtjahres sind die Organisatoren bisher mehr als zufrieden. So sprach Generaldirektor Krzysztof Maj kürzlich in einem Interview von einem Rekordjahr bei der Zahl der Touristen. In den ersten drei Quartalen des Jahres zählte man mehr als drei Millionen in- und ausländische Besucher. Teilweise sei es schwierig gewesen, noch ein freies Zimmer in der Stadt zu finden. Von den Effekten des Kulturhauptstadtjahres haben nicht nur Hotels, Restaurants und Taxifahrer profitiert. Auch andere Institutionen freuten sich über gestiegene Besucherzahlen. So meldete das neue Afrykarium des Breslauer Zoos für den August eine Rekordzahl von 360.000 Besuchern. Mit einer großen öffentlichen Silvesterparty will Breslau nicht nur das Kulturhauptstadtjahr abschließen, sondern die Erfolgsgeschichte fortschreiben. 2017 ist die Stadt unter anderem Gastgeber der World Games, der größten Mehrdisziplinen-Veranstaltung zwischen den Olympischen Spielen.

Informationen zum Kulturhauptstadtjahr unter www.wroclaw2016.pl, umfangreiche Website zu Breslau unter www.visitwroclaw.eu/de 

Informationen über Reisen nach Polen beim Polnischen Fremdenverkehrsamt unter www.polen.travel 

 

 

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