Comeback einer Legende

Ursus meldet sich nach Insolvenz zurück

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Der polnische Traditionshersteller Ursus will nach mehreren Jahren Pause wieder eigene Traktoren produzieren. Nach finanziellen Problemen, einer Restrukturierung sowie einem Eigentümerwechsel signalisiert das Unternehmen erneut die Bereitschaft zur Aufnahme einer Serienfertigung.

In der Branche ist von mehreren neuen Modellen und konkreten Plänen für die kommenden Monate die Rede. Damit strebt Ursus die Rückkehr in ein Marktsegment an, das in Polen stark umkämpft ist.

Erste Signale der Wiederbelebung – Messeauftritt und Homologation

Ursus bereitet die Rückkehr mit eigenen Konstruktionen vor. Das Unternehmen kündigte die Teilnahme an der Fachmesse AgroTech in Kielce an. Dieser Schritt gilt als erstes deutliches Signal für die Reaktivierung der Produktionssparte.

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Parallel dazu laufen Homologationsverfahren für neue Traktoren. Die Maschinen durchlaufen damit die notwendigen Zulassungsprozesse für den europäischen Markt. Ohne abgeschlossene Homologation ist eine Serienproduktion nicht möglich.

Inoffiziellen Informationen zufolge umfasst das Projekt mehrere Modelle. Diese sollen schrittweise in das Angebot aufgenommen werden.

Neue Ursus-Traktoren mit 60 bis 150 PS

Die geplante Modellpalette könnte bis zu fünf Traktoren mit einer Leistung von 60 bis 150 PS umfassen. Dieses Segment ist für polnische Familienbetriebe besonders relevant. Dort dominieren mittelstarke Maschinen, die sowohl für Feldarbeiten als auch für Transportaufgaben eingesetzt werden.

Der Leistungsbereich von 60 bis 150 PS deckt die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Betriebe ab. Gleichzeitig herrscht hier starke Konkurrenz durch Hersteller aus Westeuropa und Asien. Ursus muss daher wettbewerbsfähige Preise, solide technische Parameter und hohe Zuverlässigkeit anbieten.

Konkrete Angaben zu Motoren, Getrieben oder Ausstattungsvarianten liegen derzeit nicht vor. Das Unternehmen konzentriert sich zunächst auf den Aufbau der Produktions- und Verwaltungsstrukturen.

Neuer Eigentümer und Investitionen in die Produktion

Im Oktober 2024 übernahm die ukrainische Gesellschaft M.I. Crow den Hersteller Ursus. Präsident des Unternehmens ist Oleg Krot.

Der neue Eigentümer kündigte den Wiederaufbau der Produktionskapazitäten und Investitionen in moderne Montagelinien an. Für 2025 stellte das Management die Installation neuer Produktionssysteme in Aussicht, darunter eine Linie für die Montage von Elektronikkomponenten.

Darüber hinaus plant Ursus die Entwicklung eigener Antriebssysteme. Diese sollen sowohl Verbrennungsmotoren als auch elektrische Antriebe umfassen.

Parallel treibt das Unternehmen Projekte im Bereich der Präzisionslandwirtschaft voran. Dazu zählen Drohnen zur Überwachung von Anbauflächen. Künftig sollen diese Systeme mit den neuen Ursus-Maschinen zusammenarbeiten und ein integriertes technologisches Ökosystem bilden.

Gesättigter Markt und große Herausforderungen

Die Rückkehr nach mehreren Jahren Produktionspause gilt als anspruchsvoll. Der polnische Traktorenmarkt ist stark gesättigt. Landwirte können aus einem breiten Angebot west- und osteuropäischer sowie asiatischer Hersteller wählen.

Zudem steigen die Produktionskosten. Gleichzeitig verschärfen sich die Emissionsvorschriften. Auch die Anforderungen an Elektronik und Fahrerkomfort nehmen kontinuierlich zu.

Die neuen Ursus-Modelle müssen aktuelle technische Standards erfüllen, um mit den Marktführern konkurrieren zu können. Entscheidend wird außerdem die Preispolitik sein. Ohne wettbewerbsfähige Preise und ein stabiles Servicenetz dürfte es schwierig werden, verlorenes Vertrauen bei den Kunden zurückzugewinnen.

Quelle: interia

Foto: pixabay

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