Die polnischen Bergwerke haben im Jahr 2025 insgesamt 42,8 Millionen Tonnen Kohle gefördert. Das entspricht einem Rückgang um 1,2 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahr. Dies geht aus den neuesten Daten der Agentur für Industrieentwicklung (ARP) hervor. Am Montag veröffentlichte die ARP den Bericht für Dezember 2025. Damit liegen nun die vollständigen Jahresdaten vor.
Auch der Verkauf ging zurück. Er erreichte 40,2 Millionen Tonnen und lag damit 2,3 Millionen Tonnen unter dem Niveau von 2024. Die monatlichen Daten zu Förderung und Verkauf werden von der ARP-Niederlassung in Katowice / Kattowitz veröffentlicht und ermöglichen eine detaillierte Analyse der Lage im polnischen Bergbau.
Im Jahr 2025 belief sich die Förderung exakt auf 42,803 Millionen Tonnen. Im Jahr 2024 waren es 43,995 Millionen Tonnen. Der Verkauf sank im gleichen Zeitraum von 42,513 Millionen Tonnen auf 40,196 Millionen Tonnen.
Deutliche Schwankungen im Jahresverlauf
Im Dezember 2025 förderten die Bergwerke 3,356 Millionen Tonnen Steinkohle. Das war deutlich weniger als im November, als die Förderung 4,130 Millionen Tonnen betrug. Gleichzeitig stieg der Verkauf im Dezember auf 4,112 Millionen Tonnen, nach 3,991 Millionen Tonnen im November.
Die Monatsdaten zeigen ein unregelmäßiges Bild. Im Januar lag die Förderung bei 4,026 Millionen Tonnen. In den folgenden Monaten kam es zu Rückgängen. Im Februar und März sank die Produktion auf jeweils 3,590 Millionen Tonnen. Im April fiel sie auf 3,136 Millionen Tonnen, im Mai auf 2,989 Millionen Tonnen.
In der zweiten Jahreshälfte zeigte sich eine gewisse Stabilisierung. Im Juni stieg die Förderung leicht auf 3,093 Millionen Tonnen, im Juli auf 3,557 Millionen Tonnen. Im August folgte erneut ein Rückgang auf 3,089 Millionen Tonnen. September und Oktober brachten wieder Zuwächse auf 3,752 Millionen Tonnen beziehungsweise 4,516 Millionen Tonnen.
Ähnliche Entwicklung beim Kohleverkauf
Die Verkaufstrends verliefen ähnlich. Nach einem Ergebnis von 4,255 Millionen Tonnen im Januar ging der Absatz in den folgenden Monaten zurück. Im Mai erreichte er mit 2,956 Millionen Tonnen seinen aktuellen Tiefpunkt.
Ab Juni setzte ein schrittweiser Anstieg ein. Im Oktober erreichte der Verkauf mit 4,690 Millionen Tonnen seinen Höchstwert im Jahr 2025.
Sinkende Lagerbestände und weniger Beschäftigte im Bergbau
Ende Dezember 2025 beliefen sich die Kohlehalden der Bergwerke auf 4,617 Millionen Tonnen. Im November waren es noch 5,385 Millionen Tonnen. Zum Vergleich: Ende Dezember 2024 lagen die Bestände bei 5,360 Millionen Tonnen, ein Jahr zuvor bei 4,164 Millionen Tonnen.
Auch die Beschäftigung ging zurück. Ende 2025 arbeiteten 71.411 Personen im polnischen Steinkohlebergbau. Im Jahr 2024 waren es 74.114 Beschäftigte. Im Jahr 2023 lag die Zahl noch bei 76.123.
Langfristiger Abwärtstrend im polnischen Bergbau
Die Daten der vergangenen Jahre zeigen einen klaren Abwärtstrend. Im Jahr 2024 lag die Förderung bei 43,995 Millionen Tonnen. Das waren 4,3 Millionen Tonnen weniger als im Jahr 2023, als noch 48,3 Millionen Tonnen gefördert wurden.
Der Rückgang beim Verkauf fiel noch stärker aus. Er sank von 46,2 Millionen Tonnen im Jahr 2023 auf 42,5 Millionen Tonnen im Jahr 2024.
Ein Vergleich mit früheren Jahren verdeutlicht die Entwicklung. Im Jahr 2022 erreichte die Förderung noch 52,8 Millionen Tonnen, der Verkauf 52,4 Millionen Tonnen. Innerhalb von drei Jahren ist die Produktion damit deutlich gesunken.
Quelle: BI
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