Um 15% ist im Jahr 2020 die Zahl der Arbeiter, welche von Arbeitsagenturen ins Ausland geschickt wurden, gesunken.
“Heute sind sich Menschen ihren Entscheidungen bewusst, sie fassen länger den Entschluss über die Wahl des Arbeitsangebotes und prüfen genauer die Arbeitsagenturen”, kommentierte Mikołaj Śliwiński von Otto Work Force. Hingegen Ewa Klimczuk von Gi Group betonte, dass Personen mit einer klaren beruflichen Situation und mit einem zufriedenstellenden Gehalt weniger bereit sind, ins Ausland zu gehen. Auch die Zahl von Menschen, welche bereit sind im Ausland ältere und kranke Menschen zu pflegen, ist nicht mehr so groß.
Aus den Daten des Ministeriums für Entwicklung, Arbeit und Technologie folgt, dass im Jahr 2020 die Arbeitsagenturen mehr als 142 Tsd. Personen zur Arbeit im Ausland vermittelt haben, hauptsächlich nach Deutschland und in die Niederlande. Zusätzlich wurden fast 32 Tsd. Leiharbeiter geschickt. Das gesamte Ergebnis von 174 Tsd. Personen ist um einen siebtel kleiner als im Jahr 2019.
“Nach dem Anfang der Epidemie ist die Zahl der Personen, welche im Ausland arbeiten, gesunken, was das Ergebnis der sich verschlechternder Wirtschaftskonjunktur, Coronavirusmaßnahmen und Bedenken verbunden mit der Pandemie ist”, erklärt Iwona Szmitkowska von Work Service.
Quelle: businessinsider