Aus der neuesten Auswertung von GUS bezüglich der Erwerbslosigkeit geht hervor, dass innerhalb des letzten Jahres genauso viele Frauen wie Männer wieder eine Arbeit aufgenommen haben. Dementsprechend sind die befürchteten negativen Auswirkungen der Sozialleistung nicht eingetreten.
Die Einführung des Kindergeldes wurde stark kritisiert. Viele Experten warnten davor, dass die neue Sozialleistung in dieser Höhe einen negativen Einfluss auf den Arbeitsmarkt haben könnte – steigende Erwerbslosigkeit und Leben von der Sozialhilfe, mit diesem beiden Begriffen wurde ein dramatisches Bild gemalt.
Doch vieles deutet darauf, dass das schwarze Szenario nicht eingetreten ist. Grund? Der wirtschaftliche Aufschwung und die steigenden Löhne zusammen mit dem Anstieg der gut bezahlten Freistellen sind hauptverantwortlich dafür, dass sich die Zahl der Erwerbslosen an der Weichsel immer schneller verringert. Innerhalb eines Jahres (ab Juli 2016 bis Juni 2017) stiegen 208 Tsd. Polen zurück ins berufliche Leben. Darunter 104 Tsd. Männer und 104 Tsd. Frauen. Daraus folgt, dass Frauen die Sozialleistung nicht auf Kosten ihrer Arbeitsplätze in Anspruch nehmen.
Insgesamt waren Ende Juni 13,3 Mio. Polen erwerbslos. In diese Kategorie fallen Jugendliche zwischen dem 15. und 17. Lebensjahr (über eine Million), Schüler, Stundenten (zusammen 2,4 Mio.) sowie Rentner (6,8 Mio.) und Arbeitslose. Im Produktionsalter sind insgesamt 5,3 Mio. Polen erwerbslos – berichtet GUS.
Quelle: GUS