Die polnische Regierung hat einen Gesetzentwurf zur Gründung einer Metropolregion in der Woiwodschaft Pommern angenommen.
Das neue Modell soll die Zusammenarbeit zwischen Städten und Gemeinden stärken, darunter Danzig/Gdańsk, Gdingen/Gdynia und Zoppot/Sopot sowie zahlreiche umliegende Orte.
Worum geht es bei der Reform?
Der Entwurf sieht die Gründung eines sogenannten Metropolverbands vor. Diese neue Struktur soll die Zusammenarbeit koordinieren, ohne die bestehenden Verwaltungsgrenzen zu verändern.
Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:
- Organisation des öffentlichen Verkehrs
- Raumplanung und Infrastrukturentwicklung
- Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung
- Maßnahmen zur Klimaanpassung und urbanen Mobilität
Vorteile für die Einwohner
Ministerpräsident Donald Tusk betonte, dass die Reform die Lebensqualität deutlich verbessern soll. Geplant sind:
- bessere Verkehrsverbindungen in der gesamten Region
- effizientere Nutzung öffentlicher Mittel
- stärkere Abstimmung bei Investitionen
- Unterstützung von Arbeitsmarkt, Bildung und Innovation
Zusätzliche finanzielle Mittel
Durch die neuen Regelungen könnten jährlich 450 bis 500 Millionen Złoty zusätzlich in der Region bleiben. Diese Mittel sollen unter anderem verwendet werden für:
- den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs
- neue Busse, Straßenbahnen und Züge
- Modernisierung der Infrastruktur
Zweiter Anlauf
Dies ist bereits der zweite Versuch, eine Metropolregion in Pommern zu schaffen. Ein ähnliches Projekt aus dem Jahr 2020 scheiterte im Parlament. Diesmal rechnet die Regierung mit besseren Erfolgschancen. Unterstützung kommt unter anderem vom Obszar Metropolitalny Gdańsk–Gdynia–Sopot, einem Zusammenschluss von 61 Kommunen.
Bedeutung der Metropolregion
Die geplante Metropole soll mehr als 1,5 Millionen Einwohner umfassen und die Entwicklung der gesamten Region effizienter steuern. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit Pommerns sowohl innerhalb Polens als auch auf europäischer Ebene zu stärken.
Quelle: businessinsider
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