Die Automobilbranche gehört zu den größten Industriesektoren Polens und gilt als ein wichtiger und verlässlicher Arbeitgeber.
Der neue Staatspräsident Mateusz Morawiecki stellte bereits als Finanz- und Wirtschaftsminister die Weichen für die fortschrittliche Entwicklung in Richtung Elektromobilität: Er beabsichtigt Polen zu einer Vorzeige-Destination als Erzeugerland moderner Mobilität mit alternativen Antrieben zu machen. Das erstrebenswerte Ziel: „Eine Million Fahrzeuge mit alternativen Motoren auf Polens Straßen zu bringen. Das Bestreben ist, dass 30 % der Wertschöpfung im Land bleiben.“
Aufgrund langjähriger, hervorragender Wirtschaftsbeziehungen der beiden Länder, zieht die polnische Regierung für ihr ambitioniertes Vorhaben die Kraft eines europäischen Innovationsführers im Automotive-Sektor in Betracht: Die Steiermark ist durch ihre Clusterpolitik in Forschung und Entwicklung in Europa herausragend. Man spricht davon, dass sich das österreichische Bundesland im Speziellen im Automobilbereich als das „Detroit der Alpen“ etabliert hat. – Kein anderes Land auf der Welt reinvestiert einen derartig hohen Anteil des BIP in Forschung & Entwicklung (siehe Abbildung).
Chancenreiche Zusammenarbeit
„Jetzt besteht die Möglichkeit, die langjährigen kulturellen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kontakte zwischen Polen und Österreich für beide Partner Erfolg bringend zu nutzen“, so der steirische Honorarkonsul für Polen und Außenhandelsobmann Manfred Kainz. Vor kurzem gab es in Polen bereits Vermittlungsgespräche, die am 9. März im Rahmen eines Workshops in Warschau vertieft werden. Dazu treffen sich die Unternehmensspitzen von polnischen und österreichischen Marktführern der Branche, um eine gemeinsame Basis für ein zukunftsweisendes Konzept zu erarbeiten. „Universitäten, Unternehmen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Polen und Österreich haben hier die Möglichkeit, ein für Europa vorbildliches Projekt umzusetzen“, unterstreicht Manfred Kainz die Bedeutung der chancenreichen Zusammenarbeit.
Die Steiermark beheimatet eine Unternehmensvielfalt im Automobilbereich und verfügt dadurch über eine Entwicklungs- und Fertigungstiefe, die in der Lage ist, Fahrzeuge zu entwickeln und vollends zu fertigen. Mit einer Zulieferstruktur von kleinen und mittleren Unternehmen aber auch weltweit relevanten Akteuren, weist der steirische Automotive-Sektor eine einzigartige Cluster-Struktur auf. Damit hat das innovative Kompetenznetzwerk AC Styria bereits bewiesen, dass es durch die Zusammenarbeit von Wirtschaftsbetrieben und Forschungseinrichtungen möglich ist, Arbeitsplätze zu schaffen.
Das Pendant zum steirischen AC Styria, bildet auf polnischer Seite die PGM (Polnische Automotive Vereinigung). Ihr Ziel ist es, die Entwicklung ihrer Mitgliedsbetriebe zu fördern und sie wettbewerbsfähig zu machen. Zudem haben große polnische Energieanbieter jüngst eine Elektromobilitätsgesellschaft gegründet, für die sich polnische Unternehmen (jene der PGM und auch andere Anbieter) zusammengeschlossen haben. Gemeinsam mit Unternehmen des steirischen Autoclusters will man neue Wege der Zusammenarbeit bestreiten. Die Chancen für Synergieeffekte liegen praktisch auf der Straße und warten darauf, mobil gemacht zu werden!
Für Informationen wie landesspezifische Hinweise und Tätigkeiten des AC Styria, steht das polnische Honorarkonsulat für Steiermark jederzeit sehr gerne zur Verfügung: Honorarkonsul Manfred Kainz, E-Mail: cc-pl@tcm-international.com
Quelle: Branchenprofil Polen des österreichischen Außenwirtschaftscenters in Warschau, März 2017)